Le coeur perdu – Paris

Erst saugen oder erst wischen: So planen Sie die Endreinigung

Vor dem Umzug lohnt ein ehrlicher Blick in den Schrank: Was seit zwei Jahren ungetragen ist, wandert in die Spendenkiste oder wird entsorgt. Das spart Kartons, Gewicht und Zeit beim Aufbau. Beschriften Sie jeden Karton mit Inhalt und Zielzimmer – das erleichtert das Auspacken später enorm. Und ganz wichtig: Reinigen Sie die Kleidung vor dem Umzug. Flecken, die jetzt nicht entfernt werden, setzen sich in der neuen Wohnung fest.

Ein weiterer typischer Fehler: Beruhigungsmittel auf eigene Faust geben. Manche Mittel, die im Alltag harmlos wirken, senken den Kreislauf und machen die Reise gefährlicher. Lass die Dosierung vom Tierarzt festlegen und teste sie einige Tage vorher zu Hause. So siehst du, wie das Tier reagiert, und kannst im Notfall noch eingreifen. Auch die Kennzeichnung gehört zum Termin: Mikrochip prüfen, Daten aktualisieren und bei Auslandsreisen den EU-Heimtierausweis ausstellen lassen. Ein abgelaufener oder fehlender Chip kann an der Grenze zum Problem werden.

Wenn das Sofa trotz Kippens nicht durch die Wohnungstür passt, muss die Tür ausgehängt werden. Das ist der Fall, wenn der lichte Durchgang nach dem Aushängen des Türblatts breiter wird als die schmalste Sofaseite. Hängen Sie die Tür nur aus, wenn sie sich sauber aus den Angeln heben lässt – bei modernen Türen mit verdeckten Bändern ist das oft nicht möglich. Prüfen Sie vorher, ob der Rahmen nach dem Aushängen wirklich mehr Platz bietet, denn manche Zargen sind innen schmaler als das Türblatt.

Kartons sind kein Lückenfüller, sondern eine Wand. Stapel sie hochkant und lückenlos bis zur Bordwand, jede Lage versetzt zur darunterliegenden. So entsteht eine geschlossene Fläche, die dem Druck der schweren Möbel standhält. Schwere Kartons gehören nach unten, leichte nach oben, zerbrechliche in die Mitte. Beschrifte jede Kiste mit Inhalt und Zielraum, bevor sie ins Fahrzeug wandert – das spart beim Ausladen das Rätselraten und verhindert, dass zerbrechliche Stücke unter schweren begraben werden.

Ein häufiger Fehler ist, zwischendurch zu saugen. Wer nach dem Staubwischen noch saugt, verteilt feinen Staub erneut in der Luft und auf frisch gewischten Böden. Besser: erst staubwischen und absaugen, dann wischen – und zwar Raum für Raum, aber trocken komplett vor nass. Ein zweiter typischer Fehler sind zu nasse Wischtücher auf Parkett oder Laminat. Feucht wischen heißt nebelfeucht, nicht nass. Bei empfindlichen Böden lieber zwei Durchgänge mit wenig Wasser als einen mit viel.

Warum Küche und Bad ans Ende gehören Küche und Bad sind die einzigen Räume, in denen Sie mit feuchten, fettigen oder kalkhaltigen Rückständen arbeiten. Fett aus der Dunstabzugshaube und Kalk aus dem Duschkopf verteilen sich auf Putzflächen, wenn Sie mit demselben Wasser weiterarbeiten. Deshalb gilt: erst alle trockenen Arbeiten in der ganzen Wohnung, dann die nassen. Innerhalb der Küche von oben nach unten: Oberschränke, Fliesen, Arbeitsfläche, Spüle, Fronten, Fußboden. Im Bad zuerst Armaturen und Fliesen, dann Sanitärkeramik, zuletzt Boden. So läuft kein Schmutzwasser über bereits fertige Flächen.

Wer die Reihenfolge einmal schriftlich festhält, muss sie nicht jedes Mal neu überlegen. Hängen Sie die Liste in der Abstellkammer auf, ergänzen Sie pro Objekt Besonderheiten wie empfindliche Oberflächen, Teppiche oder Haustiere. Bei der Übergabe einer Mietwohnung lohnt es, mit der trockenen Runde zu beginnen und die feuchten Arbeiten am Vortag der Übergabe abzuschließen, damit Böden und Silikonfugen über Nacht trocknen können. Der Aufwand ist derselbe – nur das Ergebnis ist sichtbar besser.

Beutel oder Kabeltaschen halten zusammengehörige Stränge beisammen. Bewährt hat sich, pro Gerät oder pro Anschlussgruppe einen eigenen Beutel zu verwenden und diesen von außen zu beschriften. Klettbänder sind Klebeband oder Kabelbindern vorzuziehen, weil sie sich rückstandsfrei lösen lassen und die Isolierung nicht einschneiden. Zu straff gezogene Binder quetschen den Leiter und können auf Dauer zu Wackelkontakten führen. Beim Einlagern sollte man die Kabel nicht scharf knicken; ein lockerer Bogen mit großem Radius schont die Adern.

Der erste Schritt ist deshalb nicht der Eimer, sondern ein Rundgang mit Notizzettel. Notieren Sie pro Raum, was trocken und was nass gereinigt wird, wo Staub liegt und wo Kalk sitzt. Entscheiden Sie dann die Raumfolge. Bewährt hat sich: Schlafzimmer zuerst, dann Kinder- oder Arbeitszimmer, danach Wohnzimmer, Flur, Küche, Bad, zuletzt Balkon oder Terrasse, sofern vorhanden. Diese Reihenfolge hat einen Grund: In den vorderen Räumen fällt trockener Staub an, in Küche und Bad Wasser, Fett und Kalk. Wer diese beiden Arten trennt, verhindert Schlieren und verklebte Lappen.

Praktisch ist ein fester Ablauf pro Raum: Fenster öffnen, Gardinen abhängen, Müllbeutel füllen, Möbel abrücken, von oben nach unten staubwischen, saugen, wischen, Fenster putzen, Boden trocknen lassen. Stellen Sie Utensilien in einen Eimer und fahren Sie ihn mit, statt für jeden Raum in die Abstellkammer zu laufen. Zwei Mikrofasertücher pro Zone reichen: eines für trockenen Staub, eines für feuchte Flächen. Wechseln Sie das Wischwasser spätestens nach zwei Räumen – schmutziges Wasser ist der Hauptgrund für Streifen.

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