Die wichtigste Entscheidung ist das Material des Boards. Für Anfänger ist eine Sisalscheibe die richtige Wahl, weil sie die Pfeilspitzen festhält, sich nach dem Herausziehen wieder schließt und dadurch lange hält. Steckscheiben aus Kunststoff oder dünne Korkplatten sind zwar günstig, aber nach kurzer Zeit durchlöchert und für regelmäßiges Training ungeeignet. Achte beim Kauf darauf, dass die Scheibe fest gepresst ist und die Drähte (das sogenannte Spider) sauber aufliegen. Lose Drähte führen zu Abprallern und zerstören das Spielerlebnis.
Für die Position gilt eine feste Regel: Die Mitte der Scheibe liegt bei 1,73 Metern über dem Boden. Dieses Maß ist der Standard im Wettkampf und sollte auch zu Hause eingehalten werden, sonst stimmen Wurfbahn und Trefferverhalten nicht mit dem Training überein. Die Oche, also die Abwurflinie, liegt bei 2,37 Metern horizontal vor der Wand. Diese beiden Werte bestimmen den Aufstellort mehr als jede optische Vorliebe.
Beim Schraubwurf, also dem klassischen Wurf aus dem Stand mit Drehung, wird der Abstand hauptsächlich über die Fußstellung reguliert. Steht der Wurfarm zu weit vom Körper weg, wandert der Abwurfpunkt nach hinten und der Abstand wächst. Korrigiere hier, indem du den hinteren Fuß näher an die Wurflinie setzt und die Hüfte früher öffnest. Ein häufiger Fehler ist, den Abstand durch mehr Armschwung ausgleichen zu wollen. Das führt zu unkontrollierten Würfen. Besser ist es, die Beine arbeiten zu lassen und den Arm nur zu führen.
Hinter und neben der Scheibe gehört eine Schutzfläche an die Wand. Eine dünne Hartschaumplatte oder eine große Korkplatte reicht aus, um fehlgeleitete Spitzen abzufangen. Auf keinen Fall sollte die Scheibe auf einer Rigipswand ohne Unterkonstruktion hängen, denn die Dübel halten die wiederholten Erschütterungen nicht aus. Ebenso wichtig: Der Bereich hinter der Abwurflinie bleibt frei von herumliegenden Gegenständen. Stolpern beim Zurückgehen ist die häufigste Unfallursache beim Dart im Familienkreis.
Wandabstand und Boardtiefe richtig einrechn
Für den Alltag genügt ein trockenes Tuch. Öl und Fett gehören nicht an Barrel oder Spitze, weil sie Staub binden und das Griffgefühl verändern. Bei Stahlspitzen entferne Grate mit einem feinen Schleifstein, nicht mit der Feile. Zu viel Materialabtrag verändert den Durchmesser und damit das Steckverhalten im Board. Wechsle Spitzen erst, wenn sie sichtbar abgenutzt sind: abgerundete Spitzen rutschen heraus, verbogene Spitzen ziehen das Sisal auf. Ein Satz Ersatzspitzen im Etui verhindert, dass ein Turnier wegen einer einzigen beschädigten Spitze endet.
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