Ein häufiger Fehler ist das sofortige Zurückschneiden. Kahle Triebe sollten stehen bleiben, bis der Ficus wieder austreibt. Oft erscheinen nach vier bis sechs Wochen neue Knospen an Stellen, die man längst abgeschnitten hätte. Erst wenn ein Trieb über Monate trocken und braun bleibt, wird er entfernt. Ein weiterer Fehler ist das Besprühen mit kaltem Wasser. Das verstärkt den Temperaturschock auf den Blättern. Verwenden Sie Wasser in Raumtemperatur und besprühen Sie nur, wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter vierzig Prozent liegt.
Die Dichtungen brauchen ebenfalls Aufmerksamkeit. Gummidichtungen werden mit einem feuchten Tuch von Schmutz befreit und anschließend mit einem Pflegestift oder Silikonspray behandelt. Kein Öl und kein Fett verwenden, denn beides greift das Gummi an und zieht Staub an. Poröse oder gerissene Dichtungen lassen sich nicht reparieren, sie werden ausgetauscht. Das Material gibt es als Meterware, der Wechsel dauert pro Fenster etwa zehn Minuten. Wichtig ist, die neue Dichtung nicht zu dehnen, sonst zieht sie sich später zusammen und lässt Spalten offen.
Beim Lockern der Erde entstehen im Boden Hohlräume, die vorher nicht da waren. Jede Bewegung der Hacke, Grabegabel oder des Kultivators reißt feine Wurzeln ab und trennt sie vom umgebenden Bodenkontakt. Diese Haarwurzeln sind die eigentlichen Wasseraufnehmer der Pflanze. Solange sie in dichtem, feuchtem Erdreich liegen, arbeiten sie weiter. Sobald sie aber an trockene Luft geraten, trocknen sie innerhalb von Minuten aus und sterben ab. Genau aus diesem Grund ist Gießen unmittelbar nach dem Lockern keine Gärtnerweisheit, sondern eine physikalische Notwendigkeit.
Licht, Luft und Standort richtig wähl
Bei den Rahmen aus Holz oder Kunststoff werden die Falze und die untere Rahmenkante geprüft. Laub und Schmutz aus der Entwässerungsöffnung entfernen, sonst staut sich Wasser und dringt in die Wand. Bei Holzfenstern im Herbst noch einmal streichen, solange die Temperaturen über fünf Grad liegen. Lackschäden an der Unterseite des Flügels sind besonders kritisch, weil dort das Wasser stehen bleibt. Wer hier zu spät kommt, hat im Frühjahr weiche Holzfasern und muss den Flügel ausbauen lassen.
Nach dem Lockern reicht eine dünne, gleichmäßige Wassergabe. Etwa fünf bis zehn Liter pro Quadratmeter sind bei normalem Lehmboden ausreichend, auf Sandboden eher mehr, auf schwerem Ton weniger, dafür in zwei kurzen Gaben. Entscheidend ist, dass das Wasser nicht in Rinnsalen abläuft, sondern in die obersten fünf bis acht Zentimeter eindringt. Am besten mit einer feinen Brause arbeiten und langsam vorgehen. Ein harter Strahl spült die frisch gelockerte Erde weg und legt die Wurzeln erneut frei – der Effekt der Lockerung ist damit zunichtegemacht. Prüfen lässt sich das Ergebnis mit dem Finger: Steckt er ohne Widerstand bis zum zweiten Glied in die Erde, ist die Wassermenge richtig.
Zuerst werden alle neun Fenster geschlossen und die Griffe auf ihre Endstellung gebracht. Bei Dreh-Kipp-Beschlägen gibt es drei Positionen: geöffnet, gekippt und geschlossen. Der Griff muss beim Schließen senkrecht nach unten zeigen. Ein häufiger Fehler ist, den Griff nur halb zu drehen und dann zu kippen. Dabei verkanten die Pilzköpfe im Rahmen, und die Dichtung wird an einer Stelle zusammengedrückt. Wer das über Monate wiederholt, beschädigt den Beschlag dauerhaft.
Beschläge prüfen und einstellen Als Nächstes wird der Beschlag sichtbar kontrolliert. Dazu den Fensterflügel bei geöffnetem Fenster leicht anheben und wieder absenken. Bewegt sich der Flügel dabei mehr als einen Millimeter, ist das Ecklager ausgeschlagen oder die Schere locker. Die Schrauben an den Ecklagern und am Scherengestänge werden mit einem passenden Inbusschlüssel nachgezogen, aber nicht mit Gewalt. Anschließend prüfen, ob der Flügel im geschlossenen Zustand gleichmäßig am Rahmen anliegt. Ein Blatt Papier, das sich an einer Stelle leicht herausziehen lässt, zeigt eine undichte Stelle. Diese lässt sich oft über die Exzenter an den Schließblechen korrigieren: Exzenter mit einem Schraubendreher leicht drehen, bis der Anpressdruck stimmt.
Ein deutliches Zeichen ist der sogenannte Geilwuchs. Triebe werden lang, dünn und weich, die Abstände zwischen den Blättern wachsen. Die Pflanze streckt sich in Richtung des wenigen Lichts, das sie findet. Achten Sie darauf, ob neue Blätter deutlich kleiner ausfallen als ältere. Bleibt die Blattfläche über Wochen hinweg zurück, fehlt es an Energie für den Aufbau. Ein weiteres Merkmal: Die Blätter bleichen aus. Sie wirken nicht gelb im Sinne eines Nährstoffmangels, sondern hellgrün bis fahl, manchmal fast durchscheinend.
Der Wechsel in den Wintermodus betrifft nicht nur die Heizung, sondern auch die Fenster. Wer im Herbst versäumt, die Beschläge zu prüfen und die Dichtungen zu pflegen, merkt das spätestens im Januar an zugigen Kanten, Kondenswasser und schwergängigen Griffen. Die folgenden Arbeiten lassen sich an einem trockenen Nachmittag erledigen und verhindern teure Folgeschäden.
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