Le coeur perdu – Paris

Axolotl Vergesellschaftung: Der Fehler, der fast immer schiefgeht

Die Fütterung besteht aus Regenwürmern, gefrorenen Mückenlarven oder speziellen Pellets. Copper Axolotl fressen langsam und benötigen feste Fütterungszeiten. Überfütterung führt zu Verfettung und Leberproblemen. Restfutter muss sofort entfernt werden, sonst kippt die Wasserqualität. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa 30 Prozent sind Pflicht. Ein Nitritwert über 0,2 mg/l ist ein Warnsignal. Wer diese Werte ignoriert, riskiert Kiemenverlust und Hautgeschwüre.

Warum Fische und Axolotl fast nie zusammenpassen Fische sind für Axolotl aus mehreren Gründen ungeeignet. Viele Arten schwimmen hektisch und picken an den Kiemenbüscheln der Axolotl, was zu Infektionen führt. Umgekehrt fressen Axolotl kleine Fische, die dann im Magen quellen und tödliche Verstopfungen auslösen. Hinzu kommt: Fische benötigen höhere Temperaturen als Axolotl, die dauerhaft bei 16 bis 20 Grad gehalten werden müssen. Schon eine kleine Abweichung schwächt das Immunsystem der Axolotl und macht sie anfällig für Pilzerkrankungen. Die Vergesellschaftung mit Fischen ist deshalb kein Kompromiss, sondern ein Risiko für beide Seiten.

Kiemen von Fischen bilden sich zurück, wenn sie dauerhaft zu wenig Sauerstoff bekommen. Das klingt paradox, denn Kiemen sind genau dafür da, Sauerstoff aufzunehmen. Der Mechanismus ist aber simpel: Fehlt die ständige Belastung durch sauerstoffreiches Wasser, baut der Körper das teure Gewebe ab. Eine zu schwache oder falsch ausgerichtete Strömung im Aquarium ist der häufigste Grund dafür — neben zu dichter Bepflanzung und überfütterten Becken.

Die Herkunft des Copper Axolotl liegt in menschlicher Zucht, nicht in der freien Natur. Ursprünglich stammen alle Axolotl aus den Kanälen von Xochimilco in Mexiko-Stadt. Die Kupfervariante trat erstmals in den 1980er Jahren in europäischen Aquarien auf. Sie wird bis heute durch gezielte Verpaarung erhalten. Ein typischer Fehler ist die Annahme, es handele sich um eine robustere Zuchtform. Tatsächlich reagieren Copper Axolotl empfindlicher auf Stress und schlechte Wasserqualität als Wildfarbene.

Vor dem eigentlichen Umzug werden zwei Behälter bereitgestellt. Einer dient dem Transport des Axolotls, der andere nimmt das eingefahrene Aquarienwasser auf. Für den Transport eignen sich saubere Kunststoffboxen mit Deckel, die nicht mit Reinigungsmitteln behandelt wurden. Das Wasser aus dem Becken wird vorsichtig in Kanister oder Eimer gefüllt. Etwa die Hälfte des alten Wassers sollte erhalten bleiben, denn ein kompletter Wasserwechsel bedeutet für den Axolotl Stress und kann den Filterkreislauf zusammenbrechen lassen.

Die Einrichtung des Beckens entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Viele Verstecke aus Höhlen, Wurzeln und Pflanzen reduzieren Revierkämpfe. Ein weicher Bodengrund aus feinem Sand verhindert Verletzungen beim Fressen. Strömung sollte minimal sein, da Axolotl aus stehenden Gewässern stammen. Futterreste müssen sofort abgesaugt werden, denn sie belasten das Wasser stark und fördern Pilzerkrankungen. Wer regelmäßig Wasser wechselt und die Temperatur zwischen 16 und 20 Grad hält, schafft die beste Grundlage für ein friedliches Miteinander.

Wer trotzdem versucht, andere Tiere zu integrieren, sollte mit einem separaten Quarantänebecken arbeiten und jede Neueinführung über Wochen beobachten. Typische Warnsignale sind geknickte Kiemen, apathisches Verhalten, oberflächliches Luftholen und plötzliche Futterverweigerung. Treten diese auf, muss das Tier sofort getrennt werden. Letztlich bleibt die ehrliche Empfehlung: Axolotl gehören in ein reines Artbecken. Alles andere ist ein Experiment auf Kosten der Tiere.

Die einzige Konstellation, die unter bestimmten Bedingungen funktioniert, ist die Gruppenhaltung mehrerer Axolotl. Dabei gilt: gleiche Größe, ausreichend Platz und genügend Verstecke. Jungtiere sind kannibalisch und sollten erst ab einer Länge von etwa 15 Zentimetern zusammengesetzt werden. Das Becken braucht pro Tier mindestens 60 Liter, besser mehr, mit vielen Höhlen und Pflanzen als Sichtschutz. Futter wird gezielt an einzelnen Stellen gereicht, damit keine Rangeleien entstehen.

Ein Axolotl ist kein Fisch, der kurz in einen Beutel umgefüllt wird. Wer sein Aquarium an einen neuen Standort bringt, transportiert ein empfindliches Lebewesen mit empfindlicher Haut, Kiemen und einem festen Temperaturfenster. Der Umzug gelingt nur, wenn Behälter, Wasser und Technik vorher getrennt vorbereitet werden. Entscheidend ist, dass das Tier möglichst kurz aus seinem gewohnten Wasser herauskommt.

Am neuen Standort wird zuerst geprüft, ob der Boden das Gewicht trägt und ob eine Steckdose in Reichweite ist. Das Becken wird an seinen Platz gestellt, bevor Wasser eingefüllt wird. Danach kommt zuerst das alte Aquarienwasser hinein, anschließend wird mit aufbereitetem, temperiertem Wasser aufgefüllt. Der Filter wird wieder in Betrieb genommen, bevor der Axolotl eingesetzt wird. Ein häufiger Fehler ist, das Tier sofort nach dem Aufbau einzusetzen, obwohl Temperatur und Wasserwerte noch schwanken.

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