Le coeur perdu – Paris

5 Methoden, um die Bildmitte ohne Maßband zu finden

Typische Fehlerquellen: Schablonen werden mit zu viel Klebeband befestigt und knittern, oder sie hängen nicht plan an der Wand, weil der Untergrund staubig ist. Auch das Material spielt eine Rolle. Dünnes Kopierpapier wellt sich schnell, stabiler Karton bleibt flach. Wer mehrere Objekte in einer Reihe plant, sollte die Schablonen auf einer gemeinsamen Höhenlinie ausrichten. Eine Wasserwaage oder eine gespannte Schnur hilft dabei mehr als das Augenmaß. Wer diese Linie nicht festlegt, bekommt später eine schief wirkende Reihe, obwohl jedes einzelne Stück korrekt hängt.

Die Überlappung ist der Streifen, mit dem das Passepartout das Bild überdeckt. Sie verhindert, dass das Bild nach vorne fällt, und kaschiert unsaubere Bildkanten. Zwei bis drei Millimeter sind üblich; bei dickem Papier oder gewölbtem Druck eher mehr. Diese Überlappung wird vom Motivmaß abgezogen, nicht addiert. Wer sie zum Ausschnitt hinzurechnet, verdeckt Bildteile und wundert sich über den schmalen Rand.

Stromleitungen werden in Wohngebäuden fast immer senkrecht verlegt. Sie steigen von der Verteilung oder von Abzweigdosen nach oben zu Schaltern und Steckdosen oder nach unten in den Keller. Waagerechte Abschnitte gibt es nur in der Nähe von Decken und Böden sowie zwischen benachbarten Dosen auf gleicher Höhe. In Wänden aus Mauerwerk liegen die Kabel meist in Schlitzen oder in Leerrohren, in Trockenbauwänden hinter der Beplankung. Ein verlässlicher Schutzbereich: In einem Streifen von etwa 15 bis 30 Zentimetern unter der Decke und über dem Boden verlaufen horizontale Leitungen. Wer dort bohrt, sollte grundsätzlich mit Fund rechnen.

Die Gehzone im Flur reicht etwa von der Türzarge bis zur gegenüberliegenden Wand und ist selten breiter als eineinhalb Meter. Alles, was unterhalb von 130 Zentimetern hängt, wird beim Durchgehen gestreift – mit Schulter, Tasche oder Jacke. Das ist nicht nur lästig, sondern beschädigt auf Dauer Rahmen und Wand. Unter 130 Zentimetern gehört im Flur deshalb nichts, was vorsteht. Flache Bilder sind unproblematisch, alles mit Glas, tiefem Passepartout oder dickem Keilrahmen sollte darüber liegen.

Der häufigste Fehler: zu viel Gewicht auf zu kleiner Fläche. Ein einzelner Streifen trägt selten mehr als ein Kilogramm, und das auch nur auf perfektem Untergrund. Besser mehrere Streifen verwenden und das Gewicht verteilen. Ein weiterer Fehler ist das Abziehen des Bildes ohne Hilfsmittel. Statt daran zu reißen, schneidet man den Streifen mit einem dünnen Draht oder Zahnseide durch. So bleibt die Wandfarbe unbeschädigt. Wer diese Punkte beachtet, vermeidet abgestürzte Bilder und hässliche Wandschäden.

Unterm Strich bleibt: Die Bildmitte ohne Maßband zu finden ist mit Falttechnik, Schnur oder Diagonalen zuverlässig möglich. Entscheidend sind eine ebene Unterlage, straffes Arbeiten und das Überprüfen der rechten Winkel. Wer diese Punkte beachtet, braucht kein Maßband – und erzielt trotzdem ein exakt ausgerichtetes Ergebnis.

So finden Sie die Mitte mit Schnur und Bleistift Schneiden Sie ein Stück Schnur ab, das länger ist als die längste Seite des Bildes. Legen Sie die Schnur entlang der Oberkante an und markieren Sie mit den Fingern die beiden Enden. Falten Sie die Schnur nun so, dass die beiden Markierungen genau aufeinander liegen. Die Faltstelle ist die Mitte der Kante. Übertragen Sie diesen Punkt mit einem Bleistift auf das Bild. Wiederholen Sie den Vorgang an der Unterkante. Verbinden Sie die beiden Markierungen mit einer geraden Linie – schon haben Sie die vertikale Mittelachse. Für die horizontale Achse verfahren Sie genauso mit den Seitenkanten.

Für sehr große Flächen, etwa eine Wand oder eine Leinwand, lässt sich die Mitte auch mit der Diagonalenmethode bestimmen. Ziehen Sie von jeder Ecke eine gerade Linie zur gegenüberliegenden Ecke. Der Punkt, an dem sich die beiden Diagonalen kreuzen, ist exakt die Mitte. Diese Methode ist besonders genau, weil sie auf geometrischen Gesetzmäßigkeiten beruht. Sie benötigen lediglich eine lange Latte oder ein gespanntes Seil als Lineal. Achten Sie darauf, dass die Ecken wirklich rechtwinklig sind – bei einem verzogenen Rahmen liefert die Diagonalenmethode ein falsches Ergebnis.

Die Bildmitte ohne Maßband zu bestimmen ist keine Kunst, sondern eine Frage der Methode. Wer ein Bild aufhängen, eine Leinwand zuschneiden oder ein Foto symmetrisch ausrichten will, braucht einen verlässlichen Bezugspunkt. Ein Maßband ist dabei oft hinderlich, weil es verrutscht oder die Sicht auf die Kante verdeckt. Mit einfachen Hilfsmitteln aus dem Haushalt lässt sich die Mitte genauso genau ermitteln.

Wer häufig mit Bildern arbeitet, kann sich eine einfache Schablone aus Pappe anfertigen. Schneiden Sie ein rechteckiges Stück Pappe so zu, dass es genau die halbe Höhe und halbe Breite des Bildes hat. Legen Sie die Schablone an zwei gegenüberliegende Kanten an – die Mitte ergibt sich aus der Position der Schablonenkante. Diese Methode ist schnell und wiederholbar, erfordert aber eine präzise Vorarbeit. Ein Fehler wäre, die Schablone nur nach Augenmaß zu erstellen. Messen Sie die halben Maße exakt ab, sonst überträgt sich der Fehler auf jedes Bild.

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