Typische Fehler: zu viel Wasser auf einmal, zu heißes Bügeln, direktes Aufsprühen auf bedruckte Stellen oder auf Tintenstrahldrucke. Wasser löst Druckfarbe an und hinterlässt Flecken. Bei beschichtetem oder gestrichenem Papier funktioniert Feuchtigkeit kaum, hier hilft nur vorsichtiges Pressen zwischen saugfähigen Lagen. Auch zu schnelles Trocknen an Heizung oder Sonne erzeugt neue Spannungen.
Für dickere oder empfindliche Papiere ist Pressen die bessere Wahl. Lege das Blatt zwischen zwei glatte Pappen und beschwere es mit Büchern oder einem flachen Brett. Wichtig ist, dass der Druck gleichmäßig verteilt ist. Ein einzelnes schweres Gewicht in der Mitte drückt nur die Mitte platt und lässt die Ränder frei – die Wellen bleiben. Besser mehrere flache Gewichte über die gesamte Fläche verteilen.
Nach dem Bohren das Band langsam und flach abziehen, nicht nach oben wegreißen. So bleiben keine Kleberückstände auf der Oberfläche. Bei empfindlichen Flächen vorher prüfen, ob das Band wirklich rückstandsfrei abgeht – ein kleiner Test an einer unauffälligen Stelle dauert wenige Sekunden und verhindert spätere Flecken. Die ideale Bohrstelle ist am Ende nicht die, die am besten markiert aussieht, sondern die, bei der der Bohrer genau dort sitzt, wo er sitzen soll.
Für Hohlräume in Rigips gibt es Spreizdübel mit großer Auflagefläche, die sich beim Anziehen hinter der Platte aufspreizen. Sie halten deutlich mehr als ihr Ruf, aber nur, wenn das Bohrloch sauber und nicht ausgefranst ist. Zu groß gebohrt, verliert der Dübel seinen Halt. Ein häufiger Fehler ist, einen normalen Kunststoffdübel zu verwenden: Der spreizt sich im Hohlraum nicht, sondern dreht durch. Ebenfalls falsch ist, direkt in die Fuge zwischen zwei Platten zu bohren. Dort ist der Rand geschwächt, und der Dübel sitzt nie fest. Mindestens fünf Zentimeter Abstand zur Plattenkante einhalten.
Beim Knüpfen selbst sind zwei Fehler typisch. Erstens wird zu fest gezogen. Die Knoten sollen gleichmäßig und formstabil sein, aber nicht die Kordel quetschen; sonst wellt sich der Behang. Zweitens fehlt die Kontrolle der Breite. Nach jeder Reihe wird der Behang flach auf den Tisch gelegt und die Breite geprüft. Wer ohne Kontrolle arbeitet, merkt erst am Ende, dass eine Seite enger geworden ist. Die Grundknoten sind der Kreuzknoten, der Halbe Schlag und der Rippenknoten. Für ein erstes Stück genügen diese drei, kombiniert in geraden Reihen und versetzten Mustern.
Für den Anfang reicht ein Stab von 40 bis 50 Zentimetern Länge, sechs bis acht Stränge Kordel und eine halbe Stunde Zeit. Ein Muster aus drei Reihen Kreuzknoten, versetzt gesetzt, ergibt bereits einen sauberen Wandbehang. Wer die Knoten einmal sicher beherrscht, kann die Reihenzahl erhöhen oder mit unterschiedlichen Kordelstärken arbeiten. Der Haken an der Wand bleibt derselbe.
Die Augenhöhe hängt von Körpergröße, Schuhwerk und Standfläche ab. Bei einer Person von 175 Zentimetern liegt die Blickachse im Stehen grob zwischen 150 und 160 Zentimetern. Die klassischen 145 Zentimeter ergeben sich eher aus Sitzhöhe und Raumwirkung: In Wohnräumen, in denen viel gesessen wird, treffen die Blicke niedriger auf die Wand. Wer ausschließlich für stehende Betrachter plant, liegt mit 150 bis 160 Zentimetern oft besser. Wer viel sitzt, kommt mit 130 bis 140 Zentimetern zurecht.
Wer einen Streifen anbringen will, sollte die Stelle zuerst trocken und staubfrei machen. Ein weicher Pinsel oder ein trockenes Tuch entfernt lose Fasern. Anschließend den Streifen kräftig andrücken, aber nicht auf der Tapete hin und her reiben, sonst franst die Oberfläche aus. Bei glatten Oberflächen hilft es, den Streifen vor dem Aufkleben kurz zwischen den Fingern zu erwärmen. Das macht den Klebstoff geschmeidiger, und er dringt besser in die Fasern ein.
Zunächst die Fläche reinigen. Staub, Fett oder Silikonreste lassen das Band nicht haften. Ein fusselfreier Lappen mit etwas Spiritus genügt. Danach den gewünschten Punkt mit einem feinen Bleistift oder einem Körner ankörnen. Das Kreppband kommt erst danach darüber – nicht darunter. Wer erst das Band klebt und dann darauf schreibt, drückt den Bleistift durch das Papier und verliert die Präzision.
Am unteren Ende werden die Kordeln nicht einfach abgeschnitten. Entweder kämmt man sie mit einer Bürste auf, bis ein weicher Fransenrand entsteht, oder man bindet sie mit einem Überhandknoten ab und schneidet erst darunter. Der gekämmte Rand verliert mit der Zeit einzelne Fasern, das ist normal. Wer es ordentlicher mag, wickelt den unteren Abschluss mit einem Stück Restkordel fest. Zum Schluss wird der Behang gespannt: leicht anfeuchten, flach hinlegen, trocknen lassen. Danach hängt er gerade und die Knoten sitzen fest.
Kreppband ist beim Bohren kein Dekor, sondern ein Hilfsmittel, das zwei Aufgaben erfüllt: Es markiert die exakte Bohrstelle und schützt die Oberfläche vor dem Abrutschen des Bohrers. Wer die ideale Bohrstelle übertragen will, kommt mit einem einfachen Streifen aus. Entscheidend ist, wie er angebracht wird.
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