Le coeur perdu – Paris

Stauraum neben der Waschmaschine: Regal statt Schrank

Der Raum neben der Waschmaschine bleibt in kleinen Bädern meist ungenutzt. Dabei ist genau dort oft mehr Platz, als es auf den ersten Blick scheint. Zwischen Maschinenwand und Wand oder zwischen Maschine und Waschbecken liegen häufig zehn bis zwanzig Zentimeter. Diese Nische lässt sich mit flachen Lösungen deutlich besser nutzen als mit einem freistehenden Schrank, der den Raum zusätzlich einengt. Entscheidend ist, zuerst den tatsächlichen Platz zu messen, bevor irgendetwas gekauft oder gebaut wird.

Polstermöbel, Wandbehänge und gepolsterte Kopfteile ergänzen die Wirkung. Wichtig ist die Platzierung: Gegenüberliegende harte Flächen sollten nicht beide nackt bleiben. Wer eine Glasfront hat, hängt gegenüber einen schweren Vorhang. Wer eine Schallquelle wie eine Tür zum Flur hat, dämpft diese Wand zuerst. Ein typischer Fehler ist, nur eine Wand zu behandeln und die Decke zu vergessen. Auch die Decke reflektiert Schall, besonders in Räumen mit niedriger Höhe.

Ein häufiger Fehler ist, die Nische mit zu vielen offenen Fächern zu füllen. In kleinen Bädern wirkt das schnell unruhig und erschwert das Putzen. Geschlossene Boxen, Körbe oder Schubladen schaffen Ordnung und halten Feuchtigkeit von den Vorräten fern. Wer Schrauben in Fliesen bohrt, sollte vorher prüfen, ob sich dahinter eine Leitung befindet. Im Zweifel hilft ein kurzer Blick in die Installationspläne oder das Abschalten des Stromkreises vor dem Bohren. Nach dem Befestigen kontrollieren, ob das Regal auch bei geöffneter Waschmaschinentür stabil bleibt.

Ein Sitzmöbel muss nicht direkt an der Wand stehen. Bei einer Rückenlehne mit Kopfstütze reichen 10 bis 15 Zentimeter, damit die Lehne nicht an der Wand reibt und die Heizung dahinter noch Luft bekommt. Steht ein Heizkörper im Weg, sollten es mindestens 20 Zentimeter sein, sonst staut sich die Wärme und das Polster leidet. Bei niedrigen Sofas ohne hohe Lehne sind 5 bis 10 Zentimeter ausreichend. Ein häufiger Fehler ist der Abstand Null: Die Couch klebt an der Wand, der Vorhang hängt dahinter fest, und bei jedem Zurücklehnen entstehen Druckstellen im Bezug.

Wer keinen festen Einbauschrank möchte, kann mit Körben oder Kisten arbeiten, die direkt hinter die Couch geschoben werden. Sie eignen sich für Decken, Zeitschriften oder selten genutzte Dinge. Der Vorteil: Bei Bedarf lassen sie sich schnell entfernen. Wichtig ist, dass die Behälter nicht sichtbar über die Sofakante hinausragen. Einheitliche Materialien und Farben halten den Blick ruhig. Wer hier wild mischt, erzeugt Unruhe, die den Raum kleiner wirken lässt.

Ein häufiger Fehler ist, den Bereich hinter dem Sofa komplett zuzustellen. Wer jedes Fach füllt, nimmt dem Raum die Tiefe und erzeugt genau den gegenteiligen Effekt. Besser ist es, nur zwei Drittel der Fläche zu belegen und den Rest frei zu lassen. Offene Fächer mit wenigen, großen Objekten wirken aufgeräumter als viele kleine Gegenstände. Geschlossene Boxen in einheitlicher Farbe verstecken Unordnung, ohne den Raum zu belasten.

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Flache Regale und Rollwagen statt tiefer Schränke Für die schmale Nische eignen sich schmale Regalbretter mit einer Tiefe von zwanzig bis dreißig Zentimetern. Sie werden an der Wand neben der Maschine verschraubt, nicht auf ihr abgestützt. Ein Rollwagen auf schmalen Rollen passt ebenfalls, wenn die Lücke mindestens dreißig Zentimeter breit ist. Wichtig ist, dass der Wagen nicht gegen die Maschinentür stößt, wenn diese geöffnet wird. Wer Waschmittel und Weichspüler dort lagert, sollte Flüssigkeiten immer in eine Auffangwanne oder ein flaches Tablett stellen, damit ausgelaufene Reste nicht unter die Maschine laufen.

Über der Waschmaschine lässt sich zusätzlich eine schmale Ablage anbringen, sofern die Maschine nicht unter einem Hängeschrank steht. Diese Ablage darf nicht auf der Maschinenoberseite aufliegen, weil Vibrationen beim Schleudern Gegenstände herunterrutschen lassen. Besser ist eine an der Wand befestigte Konsole mit mindestens fünf Zentimetern Abstand zur Maschine. Darauf finden gefaltete Handtücher, Klopapier oder leere Wäschekörbe Platz. Schwere Flaschen gehören nach unten, nicht auf die oberste Ablage.

Am Ende zählt nicht die Menge des Stauraums, sondern ob er ohne Umräumen erreichbar bleibt. Wer die Nische neben der Maschine mit einem schmalen, wandbefestigten Regal und einigen geschlossenen Boxen nutzt, gewinnt Platz für Waschmittel, Ersatzkartuschen oder Handtücher, ohne den Bewegungsraum vor der Maschine zu blockieren. Messen, Abstand halten, Feuchtigkeit im Blick behalten – mehr braucht es nicht, damit aus der toten Ecke ein brauchbarer Ablageplatz wird.

Vor dem Kauf oder Bau gilt es, drei Dinge zu prüfen: die Breite der Lücke, die Höhe bis zur Unterkante von Fensterbank oder Hängeschrank und die Position von Anschlüssen. Steckdosen, Wasserhähne und Abflüsse dürfen nicht verdeckt oder geknickt werden. Ein typischer Fehler ist, ein Regal bis direkt an die Rückwand zu schieben und dabei den Zulaufschlauch zu quetschen. Besser bleibt hinten ein Spalt von mindestens fünf Zentimetern frei, damit Schläuche und Kabel nicht unter Spannung stehen.

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