Le coeur perdu – Paris

Wenn die Wand hohl klingt: Kleiderstange richtig befestigen

Ein häufiger Fehler ist, nur die Wände zu streichen und die Decke zu vergessen. Eine dunkle Decke drückt den Raum nach unten, egal wie hell die Wände sind. Auch der Boden spielt eine Rolle: Ein dunkler Boden frisst das Licht, das die Wände reflektieren. Wer keine Möglichkeit hat, den Boden zu tauschen, kann mit einem hellen, langen Läufer arbeiten. Er führt den Blick nach vorn und lässt den Flur länger erscheinen. Spiegel sind ein weiteres Hilfsmittel, aber sie müssen richtig platziert werden. Ein Spiegel gegenüber einer Lichtquelle verdoppelt das Licht, ein Spiegel an der falschen Stelle erzeugt nur Verwirrung.

Eine Trockenbauwand besteht aus dünnen Gipskartonplatten, die auf einer Unterkonstruktion aus Metallprofilen oder Holzlatten sitzen. Der Hohlraum dahinter ist meist leer. Eine Kleiderstange mit Kleidung erzeugt jedoch eine dauerhafte Zug- und Scherlast, die nicht von der Platte allein getragen werden kann. Wer einfach zwei Schrauben in die Wand dreht, riskiert, dass die Stange samt Inhalt herausreißt. Entscheidend ist deshalb, die Last in die tragende Unterkonstruktion oder in spezielle Dübel einzuleiten.

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme, bevor Sie irgendetwas kaufen. Prüfen Sie, ob der alte Boden eben ist. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern auf zwei Metern Länge machen sich bei Klickbelägen als Knarzen oder als sich lösende Fugen bemerkbar. Feuchtigkeit ist der zweite Punkt: In Badezimmern, Küchen und Kellerräumen messen Sie mit einem Feuchtigkeitsmessgerät, ob der Estrich trocken genug ist. Liegt eine Fußbodenheizung vor, fragen Sie beim Vermieter nach, ob und wie sie betrieben werden darf – nicht jeder Klickbelag ist dafür freigegeben.

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Nach der Montage sollte man die Stange vorsichtig mit Gewicht belasten, am besten zunächst mit einigen schweren Kleidungsstücken. Bewegt sich die Halterung, sitzt ein Dübel nicht richtig. Dann lieber nachbessern, bevor die gesamte Garderobe eingehängt wird. Bei sehr breiten Stangen empfiehlt sich eine dritte Halterung in der Mitte, um Durchbiegen zu vermeiden. Wer diese Punkte beachtet, hat eine sichere Lösung, die auch dauerhaft hält.

Arbeite in kleinen Einheiten. Ein Regal, eine Schublade, ein Fach pro Sitzung. Größere Projekte wie ein Keller oder ein Dachboden lohnen sich nur, wenn vorher feststeht, wohin die Dinge kommen. Leere Kartons, Müllsäcke und ein Stift für Beschriftungen reichen als Vorbereitung. Vier Kategorien genügen: behalten, verschenken, spenden, entsorgen. Wer mehr Kategorien anlegt, verliert Zeit mit Sortieren statt mit Entscheiden.

Vor dem Bohren wird die Bohrtiefe begrenzt. Ein Klebeband um den Bohrer verhindert, dass man versehentlich ein dahinterliegendes Kabel oder eine Leitung trifft. In Trockenbauwänden verlaufen oft Elektroleitungen. Wer unsicher ist, schaltet den Stromkreis ab oder nutzt ein Leitungssuchgerät. Gebohrt wird mit niedriger Drehzahl und ohne Schlag, damit die Gipskartonplatte nicht ausbricht. Der Bohrer sollte scharf und für Holz oder Metall geeignet sein, je nach Untergrund.

Für die Kleiderstange braucht man zwei Halterungen, die möglichst direkt in ein Profil geschraubt werden. Ist das nicht möglich, weil die Stange genau zwischen zwei Profilen sitzen soll, kommen Hohlraumdübel zum Einsatz. Geeignet sind Metall-Hohlraumdübel oder sogenannte Federklappdübel, die sich hinter der Platte aufspreizen. Reine Kunststoffdübel für Gipskarton halten nur wenige Kilogramm und sind für eine Garderobe ungeeignet. Wichtig: Die Dübel müssen für die Plattendicke zugelassen sein, sonst greifen die Spreizarme nicht.

Beim Ablösen gilt: nicht ruckartig ziehen, sondern den Klebestreifen mit einem dünnen Faden oder einer Klinge vorsichtig durchtrennen. Warme Luft aus einem Haartrockner macht den Kleber geschmeidiger und reduziert die Gefahr, dass Tapete oder Lack mitkommt. Rückstände lassen sich mit Spiritus oder einem handelsüblichen Kleberentferner abtupfen, nicht schrubben. Nach der Demontage die Stelle reinigen und einige Tage trocknen lassen, bevor dort erneut etwas befestigt wird.

Beim Einsetzen der Dübel ist darauf zu achten, dass sie bündig mit der Wand abschließen. Bei Federklappdübeln klappt man den Dübel zusammen, führt ihn durch das Loch und zieht die Schraube leicht an, bis er hinter der Platte aufspringt. Erst dann wird die Halterung endgültig festgeschraubt. Typische Fehler sind zu große Bohrlöcher, ein zu festes Anziehen, das den Gipskarton bricht, oder das Auslassen der zweiten Befestigung. Auch eine zu kurze Stange, die nur in der Mitte der Halterung sitzt, kann die Last ungleich verteilen.

Die richtige Befestigungsstelle finden Zunächst muss die Lage der Metallprofile oder Holzlatten ermittelt werden. Dafür klopft man die Wand vorsichtig ab: Über einem Profil klingt sie dumpf, im Hohlraum hell. Genauer wird es mit einem Stud Finder, der Metall oder Holz erkennt. Alternativ sucht man mit einem starken Magneten nach den Schrauben, mit denen die Platten an den Profilen befestigt sind. Diese Schrauben sitzen in einer Linie, und genau dort verläuft das tragende Profil. Wer die Position kennt, markiert sie mit einem dünnen Bleistiftstrich.

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