Für Teppiche mit glatter Unterseite eignet sich Klettband, das auf den Boden geklebt und am Teppich befestigt wird. In Mietwohnungen ist Vorsicht geboten: Manche Klebebänder hinterlassen nach Monaten klebrige Spuren. Besser sind Produkte, die sich mit einem Fön erwärmen und dann abziehen lassen. Eine Alternative sind selbstklebende Gummigranulat-Pads, die unter die Ecken des Teppichs geklebt werden. Sie erhöhen die Reibung und lassen sich beim Umzug einfach abnehmen. Wer keine Kleberückstände riskieren will, greift zu einer rutschfesten Unterlage aus Naturkautschuk. Diese ist schwer, liegt satt auf und verrutscht auch auf glattem Parkett nicht.
Ein Durchgang zwischen Küche und Essbereich ist selten nur ein Loch in der Wand. Er entscheidet darüber, wie laut es beim Essen ist, wie weit Kochdämpfe ziehen und wie oft man beim Servieren aneckt. Bevor also irgendetwas abgerissen oder aufgemauert wird, lohnt es sich, den Alltag in diesem Bereich ehrlich zu beobachten: Wer kocht, wer sitzt dabei, wie wird der Tisch genutzt, und wie oft müssen Teller, Töpfe und Gläser tatsächlich durch diese Öffnung.
Die versteckte Befestigung beginnt mit einer Trägerplatte. Diese wird flächig an die Wand geschraubt und später von der sichtbaren Garderobe überdeckt. Wichtig ist, die Bohrlöcher vor dem Anzeichnen exakt auszurichten, sonst sitzt die Blende schief. Mit einem langen Wasserwaagenstrich über beide Bohrungen und einem Senkkopf für die Schrauben lässt sich vermeiden, dass der Kopf später gegen das Holz drückt. Die Trägerplatte sollte aus Multiplex oder massivem Hartholz bestehen, nicht aus Spanplatte, weil Schrauben darin schneller ausreißen.
Eine Wandgarderobe mit versteckter Befestigung hält nur dann sicher, wenn die Konstruktion zur Wand passt. Zuerst wird geprüft, ob es sich um Mauerwerk, Beton oder eine Trockenbauwand handelt. In Massivwänden reichen zwei bis vier Dübel ab 8 mm Durchmesser, in Leichtbauwänden müssen Hohlraumdübel oder eine Traverse hinter der Beplankung sitzen. Ein Fehler, der immer wieder passiert: die Garderobe wird nur an der dünnen Gipskartonplatte verschraubt. Das hält im Alltag kurz, gibt aber nach, sobald mehrere Jacken daran hängen.
Die einfachste Variante ist eine Antirutschmatte aus Gummi oder Schaumstoff, die zwischen Boden und Teppich liegt. Sie wird auf die Größe des Teppichs zugeschnitten, wobei ein Rand von zwei bis drei Zentimetern frei bleibt, damit die Matte nicht hervorlugt. Wichtig: Der Boden muss staubfrei und trocken sein, sonst verliert die Matte sofort ihre Haftung. Auf geöltem Parkett können Weichmacher im Gummi Flecken hinterlassen, deshalb vorher an einer verdeckten Stelle testen. Matte und Teppich müssen außerdem flach aufliegen; Wellen im Teppich führen dazu, dass sich die Matte darunter zusammenzieht.
Nach dem Anschrauben wird überprüft, ob die Garderobe waagerecht sitzt und ob die Blende die Trägerplatte vollständig verdeckt. Ein häufiger Fehler ist eine zu schmale Blende, die die Bohrlöcher an den Seiten sichtbar lässt. Hier hilft es, die Trägerplatte einige Millimeter schmaler zu halten als den sichtbaren Korpus. Zum Schluss werden die Haken montiert und mit einem Gewicht getestet. Erst wenn die Garderobe auch bei ruckartiger Belastung nicht nachgibt, ist die versteckte Befestigung gelungen.
Die Halterung millimetergenau ausricht
Warum die Wandabstände vor dem Bohren festgelegt werden müssen Bevor gebohrt wird, wird die spätere Position der Garderobe samt Haken und Kleiderbügeln an der Wand markiert. Entscheidend sind zwei Maße: die Oberkante der Garderobe und der Abstand der Haken zueinander. Wer erst nach dem Bohren merkt, dass die Haken zu dicht sitzen, muss neu bohren und die alten Löcher verspachteln. Ein weiterer typischer Fehler ist, die Garderobe direkt an der Wand anliegen zu lassen. Ein Abstand von etwa zwei Zentimetern sorgt dafür, dass Kleiderbügel nicht an der Wand schleifen und die Luft zirkulieren kann.
Für die versteckte Verbindung zwischen Trägerplatte und sichtbarem Korpus werden entweder Holzdübel mit Leim oder Einschlagmuttern mit Schrauben verwendet. Einschlagmuttern sind die stabilere Wahl, weil sie sich später nachziehen lassen. Sie werden von hinten in die Trägerplatte geschlagen und mit einer Schraube durch den Korpus angezogen. Wichtig: die Schraubenlänge so wählen, dass sie nicht durch die Vorderseite der Garderobe austreten. Bei Hartholz vorher vorbohren, sonst platzt das Material.
Für den DIY-Aufbau reichen Standardwerkzeuge. Plattenzuschnitte im Baumarkt kosten wenig, wenn man eine exakte Liste mit Kantenmaßen abgibt. Verbindungen mit Exzenterbeschlägen oder durchgehenden Schrauben halten besser als einfache Winkel. Spannplatten sollten an den Schnittkanten mit Umleimern versehen werden, sonst quellen sie bei Feuchtigkeit auf. Wer auf Nummer sicher gehen will, streicht die Rückseite der Korpusse mit einer Sperrschicht, bevor sie an die kalte Dachwand kommen.
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