Achten Sie auf die Bodenart. Sandiger Boden verliert Wasser schnell, hier muss öfter und in kleineren Mengen gegossen werden. Lehmiger Boden hält Feuchtigkeit länger, reagiert aber empfindlich auf Staunässe. Nach dem Lockern und Gießen darf keine Pfütze stehen bleiben. Bildet sich ein Wasserfilm, ist zu viel Wasser im Spiel. Dann lockern Sie die oberste Schicht noch einmal leicht an, ohne die Wurzeln zu verletzen.
Am schonendsten ist es, die Rankhilfe außerhalb des unmittelbaren Wurzelbereichs zu verankern. Bei Töpfen bietet sich eine Variante an, die ohne Eingriff in das Substrat auskommt: ein Rankgerüst, das neben dem Topf steht oder am Gefäßrand befestigt wird. Dafür eignen sich Klemmen, die über den Rand greifen, oder ein Gestell mit Bodenplatte, das frei steht. Wer unbedingt im Topf stützen muss, wählt einen schmalen Stab und setzt ihn ganz am Rand des Gefäßes, nicht in der Mitte. Dort verlaufen die wenigsten Hauptwurzeln. Der Stab wird langsam und mit leichten Drehbewegungen eingeführt, nicht mit Gewalt.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Lockern bei praller Mittagshitze. Dann trocknet die frisch geöffnete Oberfläche schnell aus und feine Wurzeln sterben ab. Besser sind die frühen Morgenstunden oder ein bewölkter Nachmittag, an dem der Boden noch Restfeuchte enthält. Bei Topf- und Kübelpflanzen gehen Sie mit einem kleinen Handgrubber vor und lockern nur den Randbereich, nicht direkt am Stamm. Wer diese Regeln beherzigt, hält den Boden luftig, ohne die Wurzeln zu beschädigen – und die Pflanzen danken es mit kräftigem Wachstum und gesunder Blattfarbe.
Nach der Blüte beginnt für viele Orchideen die kritische Phase. Wer jetzt zu spät oder an der falschen Stelle schneidet, nimmt der Pflanze die Möglichkeit, erneut Knospen zu bilden. Die meisten im Handel erhältlichen Phalaenopsis treiben am selben Blütenstiel nach, wenn man ihn richtig behandelt. Entscheidend ist der Zustand des Stiels: Ist er noch grün und fest, nicht braun und hohl, lohnt sich der Schnitt.
Wie gießt man nach dem Lockern richtig? Gießen Sie langsam und in mehreren Durchgängen, nicht in einem Schwall. Die erste Wassergabe befeuchtet die obersten Zentimeter, die zweite zieht tiefer. Warten Sie zwischen den Gaben einige Minuten, damit das Wasser einsickern kann. Gießen Sie direkt an den Wurzeln, nicht über das Blattwerk. Bei Pflanzen mit flachen Wurzeln reichen zehn bis fünfzehn Zentimeter Tiefe, bei tiefwurzelnden Kulturen muss das Wasser deutlich weiter hinunter.
Beim Lockern der Erde entstehen im Boden zahlreiche Hohlräume. Die feinen Kapillaren, die das Wasser aus tieferen Schichten nach oben transportieren, werden dabei zerrissen. Solange diese Kapillaren unterbrochen sind, kann kein Wasser aus dem Unterboden nach oben steigen. Die Oberfläche trocknet deshalb viel schneller aus als vor dem Lockern. Wer jetzt nicht sofort gießt, verliert genau die Feuchtigkeit, die die Pflanzen in den nächsten Stunden brauchen.
Bei Topfpflanzen gelten andere Regeln. Dort lockern Sie nur die oberste Schicht mit einem kleinen Holzstab und vermeiden jede Bewegung in der Nähe des Topfrandes, wo die Wurzeln oft im Kreis wachsen. Wer im Beet oder Hochbeet arbeitet, sollte nach dem Lockern nicht sofort fest auftreten. Jeder Tritt verdichtet die mühsam gelockerte Schicht wieder. Planen Sie Wege außerhalb der Beete oder legen Sie Bretter aus, um den Druck zu verteilen.
Der Standort entscheidet ebenfalls über den nächsten Blütenansatz. Ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne, bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad, ist ideal. Wichtig ist ein Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht von etwa fünf Grad. Wer die Pflanze ganzjährig bei gleichbleibender Wärme hält, bekommt oft nur Blätter statt Blüten. Zugluft und Heizungsluft verträgt sie schlecht, ebenso häufiges Umsetzen.
Bis neue Blüten erscheinen, können sechs bis zwölf Monate vergehen. Kontrolliere in dieser Zeit wöchentlich die Blattachseln und den Stielansatz auf frische Triebe. Ein kleiner, grüner Spalt ist ein gutes Zeichen. Bleibt er aus, hilft eine kühle Nachtphase im Herbst: Stelle die Pflanze für zwei bis drei Wochen an einen Ort mit etwa 15 Grad. Danach zurück an den warmen Platz, und die Knospenbildung setzt oft innerhalb weniger Wochen ein.
Ein zweiter typischer Fehler ist die falsche Erde. Schwere, torfhaltige Substrate speichern Wasser wie ein Schwamm und trocknen kaum ab. Verwende eine lockere Mischung mit mineralischen Bestandteilen wie Perlite, Bims oder grobem Sand. Diese sorgt dafür, dass die Wurzeln Luft bekommen und die Feuchtigkeit gleichmäßig entweicht. Auch ein Topf ohne Abzugsloch ist eine Falle: Das Wasser kann nirgendwo hin, die Erde fault von unten. Jeder Topf braucht mindestens ein Loch im Boden und einen Untersetzer, den du leerst.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Umtopfen direkt nach der Blüte. Orchideen mögen es, wenn die Wurzeln eng sitzen. Erst wenn das Substrat zersetzt ist oder Wurzeln oben herauswachsen, ist ein größerer Topf fällig. Verwende reines Orchideensubstrat aus Rinde, nicht normale Blumenerde. Nach dem Umtopfen zwei Wochen nicht düngen, damit sich die Wurzeln erholen.
When you have virtually any questions with regards to wherever and also the best way to utilize http://Proect.org/, it is possible to e-mail us on the web-site.