Ein häufiger Fehler ist die fehlende Kindersicherung. Auch eine Spielküche kippt, wenn ein Kind sich daran hochzieht. Verbinden Sie die Kommode deshalb mit einem Winkel an der Wand oder stellen Sie sie in eine Nische. Lacke und Öle müssen nach dem Trocknen geruchsneutral sein; lüften Sie das Möbelstück mindestens eine Woche vor der Nutzung aus. Verzichten Sie auf dekorative Kleinteile, die verschluckt werden können – Magnete, kleine Knöpfe und lose Griffe gehören nicht an eine Spielküche für Kinder unter drei Jahren.
Die richtige Höhe und der sichere Stand entscheiden über den Nutz
Eine Garderobe, die auf Erwachsenenhöhe montiert ist, produziert täglich denselben Ablauf: Das Kind zieht die Jacke aus, lässt sie fallen, und ein Erwachsener hängt sie weg. Wer die Stange tiefer setzt und die Fächer öffnet, unterbricht diesen Kreislauf. Die entscheidende Höhe liegt nicht bei einem Meter zwanzig, sondern so, dass das Kind mit gestrecktem Arm den Bügel greifen und ohne Zehenspitzen wieder einhängen kann. Bei einem vierjährigen Kind sind das etwa neunzig Zentimeter, bei einem siebenjährigen etwa ein Meter zehn. Messen lässt sich das am einfachsten, indem das Kind mit ausgestrecktem Arm an der Wand steht und man die Fingerspitze markiert.
Die einfachste und zugleich wirksamste Maßnahme: Matratze tiefer legen. Bei den meisten Betten lässt sich der Lattenrost in mehreren Stufen einhängen. Ziel ist es, dass das Kind im Liegen nicht über den Rand sehen kann und im Sitzen nicht ohne weiteres hinüberkommt. Ein typischer Fehler ist das Tieferlegen erst dann, wenn das Kind bereits herausgefallen ist. Besser ist der Wechsel, sobald das Kind sich selbst hochziehen oder aufsetzen kann — meist zwischen acht und zwölf Monaten.
Kleine Teile und kleines Geschwister sind eine riskante Kombination. Sobald ein Baby oder Krabbelkind im Haus ist, wandern Bauklötze, Murmeln, Perlen oder Spielfiguren mit verschluckbaren Einzelteilen schnell dorthin, wo sie nicht hingehören. Wer erst reagiert, wenn etwas im Mund verschwunden ist, hat zu spät angefangen. Besser ist es, Spielzeug von Anfang an nach Größe und Alter zu trennen – nicht nach Kategorien wie „Puzzle” oder „Bausteine”.
Den Boden und die Wände sinnvoll vorbereiten Legen Sie einen rutschfesten Teppich oder eine dicke Spielmatte aus. Das dämpft Stürze, schluckt Lärm und markiert die Spielfläche optisch. Bei kaltem Boden empfiehlt sich zusätzlich eine dünne Dämmunterlage, sonst wird es beim Sitzen unangenehm. An den Wänden können flache Regalbretter oder Haken angebracht werden, aber nur in Greifhöhe der Kinder. Hohe Regale sind ungeeignet, weil Kinder sie nicht erreichen und Dinge herunterfallen. Ein typischer Fehler ist, die Rückwand mit Bildern zu tapezieren, ohne zu prüfen, ob das Bett darüber stabil steht. Jede Wandbefestigung muss ins Mauerwerk oder in einen tragenden Teil gehen, nicht nur in die Tapete.
Der Raum unter einem Hochbett ist selten wirklich nutzbar, wenn man ihn einfach leer lässt. Meistens sammeln sich dort Kartons, Wäschekörbe oder Spielzeug, das niemand mehr anrührt. Damit daraus eine echte Spielfläche wird, muss zuerst die Höhe geklärt werden: Messen Sie vom Boden bis zur Unterkante des Bettes. Unter 75 Zentimetern wird es für krabbelnde Kleinkinder eng, für größere Kinder, die im Sitzen spielen, sind mindestens 90 Zentimeter angenehm. Ist die Höhe geringer, eignet sich der Bereich eher als Versteck oder Höhle und nicht als offene Spielfläche.
Ein häufiger Fehler ist die Montage über einer Heizung oder neben einer Tür, die ständig geöffnet wird. Auch eine Stange direkt vor einem Fenster mit Heizkörper darunter führt dazu, dass nasse Kleidung dort hängt, wo sie nicht hingehört. Prüfen Sie außerdem, ob die Stange beim Öffnen des Schranks oder der Zimmertür im Weg ist. Kinder hängen Kleidung nur dann richtig auf, wenn der Weg zum Haken frei ist und keine Stolperkante davor liegt.
Planen Sie die Spielfläche nach dem Alter. Für Kleinkinder eignen sich weiche Bausteine, Stofftiere und ein niedriger Tisch. Für Schulkinder können eine kleine Werkbank, ein Maltisch oder ein Regal für Bücher stehen. Wechseln Sie das Angebot alle paar Wochen, sonst verliert der Bereich an Reiz. Ein häufiger Fehler ist, zu viele Spielsachen gleichzeitig hineinzustellen. Weniger ist hier mehr, denn Kinder brauchen Platz, um sich zu bewegen und aufzuräumen. Körbe oder Kisten auf Rollen helfen, das Chaos abends schnell zu beseitigen.
Bevor Möbel oder Teppiche hineinkommen, prüfen Sie die Statik und die Befestigung des Hochbetts. Ein Bett, das nur an der Wand lehnt, kann kippen, wenn Kinder darunter toben und sich abstützen. Achten Sie darauf, dass die Leiter nicht in die Spielfläche hineinragt, sonst wird sie zum Stolperfallen. Ein häufiger Fehler ist, den Platz unter dem Bett mit schweren Regalen vollzustellen. Dann bleibt keine Bewegungsfläche, und die Kinder spielen daneben. Besser ist es, den Bereich freizuhalten und nur die Wände zu nutzen.
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