Säure löst Kalk, Spülmittel löst den Rest Säure ist das wirksame Mittel gegen Kalk. Haushaltsessig oder Zitronensäure in lauwarmem Wasser sind ausreichend. Ein Schuss Essigessenz wirkt schneller, greift aber Glas mit der Zeit an, wenn die Einwirkzeit zu lang ist. Zitronensäure ist geruchsärmer und für Kristallglas die schonendere Wahl. Etwa ein bis zwei Teelöffel Zitronensäurepulver oder ein halbes Glas Essig auf einen Liter Wasser reichen für eine normale Vase.
Im Perlator sitzen mehrere Lagen feiner Siebe und oft ein Dichtungsring. Kalk setzt sich bevorzugt an den Rändern und in den Maschen ab. Dadurch entsteht eine ungleichmäßige Öffnung: An einer Seite fließt mehr Wasser durch, an der anderen weniger. Das Wasser wird seitlich abgelenkt und spritzt in einem Winkel heraus. Manchmal sind auch Sandkörner oder Rostpartikel aus der Leitung die Ursache, die sich im Sieb verfangen haben. Deshalb reicht es nicht, nur oberflächlich zu spülen, sondern der Perlator muss vollständig zerlegt werden.
Wer sehr hartes Wasser hat, sollte alle zwei bis vier Wochen entkalken, bevor sich sichtbare Ränder bilden. Ein Blick in den Kocher nach dem Aufkochen zeigt schnell, ob sich schon eine dünne Schicht gebildet hat. Übrigens: Auch wenn der Kocher aus Glas oder Edelstahl ist, gilt die gleiche Prozedur. Nur bei Geräten mit sichtbarer Heizspirale aus Aluminium sollte man auf Essig verzichten, weil Aluminium mit Säure reagiert. Dort besser Zitronensäure nehmen und die Einwirkzeit kurz halten.
Zitronensäure ist sanfter, aber nicht ungefährlich Zitronensäure aus dem Drogeriemarkt wirkt ähnlich, riecht aber kaum. Ein bis zwei Teelöffel Pulver auf einen Liter Wasser reichen. Das Gemisch kalt einfüllen, aufkochen, zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Der Vorteil: Kein Essiggeruch in der Küche. Der Nachteil: Wer zu viel Pulver nimmt, riskiert, dass sich die Säure in den Gummidichtungen festsetzt und diese spröde werden. Deshalb lieber sparsam dosieren und gründlich nachspülen.
Die Lösung einfüllen, den Rand vollständig benetzen und mindestens eine Stunde stehen lassen. Bei dicken Krusten über Nacht einwirken lassen. Danach mit einer Bürste nacharbeiten. Feste Reste lassen sich mit einem Gemisch aus Backpulver und wenig Wasser zu einer Paste anrühren und auf den Ring auftragen; die Paste darf nicht antrocknen. Nach der Säure gründlich mit klarem Wasser spülen, sonst bleiben Rückstände, die den nächsten Strauß schneller welken lassen.
Bevor irgendein Reinigungsmittel zum Einsatz kommt, lohnt sich ein Blick auf das Material. Bleikristall, mundgeblasenes Glas und empfindliche Karaffen reagieren unterschiedlich auf Hitze und Säure. Heißes Wasser in eine kalte Karaffe zu gießen, kann Spannungsrisse verursachen. Deshalb gilt: Erst lauwarm anfangen, dann die Temperatur langsam steigern. Auch aggressive Reiniger mit Chlor oder starken Säuren greifen bei längerer Einwirkzeit die Oberfläche an und machen sie stumpf.
Zum Schluss: Nie mit einem scharfen Gegenstand im Kocher herumkratzen. Kratzer bieten dem Kalk neue Angriffsflächen. Nach dem Entkalken den Kocher mit klarem Wasser ausspülen, außen abwischen und trocknen lassen. Wer diese Routine einmal im Monat einhält, spart Strom, Ärger und früher oder später auch den Neukauf.
Vor dem Reinigen die Vase leeren, Stängel entfernen und grobe Rückstände mit warmem Wasser ausspülen. Kein kochendes Wasser in dünnwandiges Glas geben, das kann zum Sprung führen. Auch abrupte Temperaturwechsel zwischen heiß und kalt vermeiden. Ein weicher Schwamm oder eine Flaschenbürste löst den oberflächlichen Teil, der harte Rand bleibt jedoch sitzen.
Nach dem Einweichen alles gründlich unter klarem Wasser abspülen. Kalkreste, die nicht sichtbar sind, lösen sich später und verstopfen die Düsen erneut. Die Einzelteile in umgekehrter Reihenfolge zusammensetzen und den Perlator von Hand einschrauben. Erst zum Schluss mit der Zange leicht nachziehen. Zu festes Anziehen presst die Dichtung zusammen und beschädigt das Gewinde – ein typischer Fehler, der zu tropfendem Hahn führt. Wasser wieder aufdrehen und den Strahl prüfen. Läuft er noch immer seitlich, sitzt entweder die Dichtung falsch, oder es ist ein Haarriss im Gehäuse. In diesem Fall hilft nur ein Ersatzteil, kein weiteres Entkalken.
Typische Fehler: Scheuermilch, Stahlwolle oder Sand verwenden, die Glas dauerhaft zerkratzen. Chlorhaltige Reiniger mit Säure mischen, dabei entsteht giftiges Gas. Essig über Nacht in einer Vase mit Bleikristall stehen lassen, Blei kann herausgelöst werden. Bei bemalten oder beschichteten Vasen nur innen reinigen und die Außenseite trocken abwischen. Ein Kalkrand, der nach mehreren Behandlungen bleibt, sitzt oft in feinen Kratzern und lässt sich nicht mehr vollständig entfernen.
Wer den Perlator regelmäßig, etwa alle sechs Monate, abnimmt und kurz entkalkt, verhindert das seitliche Spritzen zuverlässig. In Regionen mit hartem Wasser ist der Intervall kürzer. Ein Blick auf den Strahl genügt als Warnsignal: Wird er ungleichmäßig oder fängt an zu zischen, steht die Reinigung an. Diese kleine Wartung kostet kaum Zeit und erspart den Austausch der gesamten Armatur.
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