Le coeur perdu – Paris

Quarantäne beim Axolotl: Dieser eine Fehler kostet die Kiemen

Vor dem ersten Futtergabe muss das Becken passen. Die Wassertemperatur liegt zwischen 16 und 20 Grad Celsius, keinesfalls darüber. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht basischen Bereich liegen, die Karbonathärte ausreichend hoch, damit kein pH-Sturz entsteht. Ein Filter, der Oberflächenströmung erzeugt, ist ungünstig, weil Axolotl ruhiges Wasser bevorzugen. Ohne diese Grundlagen wird kein Tier dauerhaft fressen, egal welches Futter gereicht wird. Prüfe deshalb zuerst Nitrit und Ammonium, bevor du an Futter denkst.

Häufige Fehler lassen sich klar benennen. Zu viele Tiere auf engem Raum führen zu Ammoniakspitzen, die die Kiemen zuerst schädigen. Futterreste und Kot müssen sofort abgesaugt werden, sonst kippt die Wasserqualität innerhalb von Stunden. Chlor und Chloramine aus dem Leitungswasser greifen die empfindlichen Kiemen direkt an; ein Wasseraufbereiter bindet diese Stoffe zuverlässig. Auch scharfe Reinigungsmittel oder Seifenreste im Becken sind tabu. Wer die Kiemen mit bloßen Händen anfasst, riskiert Pilzinfektionen, denn die Haut ist empfindlich und schützt sich nur langsam. Beobachte die Kiemen täglich: Ein gesundes Tier zeigt sie aufrecht und weit gefächert, besonders nach dem Fressen oder bei niedrigem Sauerstoffgehalt im Wasser.

Außenfilter mit Kreiselpumpe sind ebenfalls problematisch, wenn der Auslass nicht angepasst wird. Ein klassischer Auslaufbügel erzeugt einen Wasserfall, der das Becken in Bewegung hält. Besser ist ein Auslauf, der unter der Wasseroberfläche endet und das Wasser seitlich gegen die Scheibe leitet. Noch ruhiger wird es mit einem sogenannten Lily-Pipe-Auslauf, der das Wasser nach oben abgibt und über die Oberfläche verteilt. Entscheidend bleibt die Durchflussmenge: Sie sollte das Beckenvolumen nicht mehr als zwei- bis dreimal pro Stunde umwälzen. Bei 100 Litern sind das 200 bis 300 Liter pro Stunde, nicht mehr.

Ausgewachsene Axolotl fressen deutlich seltener. Zwei bis drei Fütterungen pro Woche reichen bei Tieren ab etwa 20 Zentimetern aus. Geeignet sind Regenwürmer, Nachtwürmer, größere Insektenlarven und hochwertige, sinkende Pellets. Regenwürmer sollten vor der Fütterung kurz gewässert werden, damit anhaftende Erde abgespült wird. Pellets quellen im Wasser auf, deshalb nur so viel geben, wie in wenigen Minuten gefressen wird. Ein häufiger Fehler ist die Überfütterung: Ein Axolotl, das ständig Futter sieht, frisst weiter, bis es erbricht. Der Körper ist dann über der Kloake stark verdickt, und das Tier wird träge.

So richtest du den Lichtzyklus konkret e

Auf die Wassertemperatur sollte beim Füttern besonders geachtet werden. Bei Jungtieren sind 18 bis 20 Grad Celsius sinnvoll, bei Adulten 16 bis 19 Grad. Zu warmes Wasser beschleunigt den Stoffwechsel, das Futter wird schneller verdaut, aber die Tiere vertragen die Temperaturen auf Dauer nicht. Nach jeder Fütterung gehören Reste mit einer Pipette abgesaugt, sonst kippt die Wasserqualität innerhalb weniger Tage. Ein Teilwasserwechsel von etwa 30 Prozent pro Woche ist bei Adulten üblich, bei Jungtieren in Aufzuchtbecken eher mehr.

Ein Filter ist in der Quarantäne problematisch: Strömung stresst das Tier, und ein Schwammfilter kann Erreger aus dem Hauptbecken übertragen, wenn er dort schon lief. Wer dennoch filtert, verwendet einen neuen, unbenutzten Schwamm und drosselt den Durchfluss auf ein Minimum. Besser ist eine tägliche Teilwasserwechselroutine mit einem Sprudelstein, der nur für die Belüftung sorgt. Licht bleibt gedimmt, direkte Sonne ist tabu.

Wasser für die Quarantäne muss dieselbe Temperatur und denselben Härtegrad haben wie das Becken, aus dem das Tier kommt. Ein plötzlicher Wechsel von 18 auf 22 Grad löst Häutungen aus, die wie eine Krankheit aussehen, aber keine sind. Wer Leitungswasser nutzt, muss es mindestens 24 Stunden mit einem Sprudelstein belüften, damit Chlor entweicht. Ein Wasseraufbereiter ist erlaubt, aber kein Ersatz für diese Wartezeit. Der pH-Wert bleibt zwischen 7,0 und 8,0, die Karbonathärte zwischen 3 und 8 dKH.

Wer Axolotl hält, steht schnell vor einer einfachen Frage: Was kommt wann in den Napf? Die Antwort ist nicht dieselbe für ein wenige Zentimeter großes Jungtier und einen ausgewachsenen Lurch. Genau hier passiert der häufigste Fehler: Adultfutter wird an Larven verfüttert, oder Jungtiere bekommen Portionen, die sie nicht verdauen können. Beides endet oft mit Wachstumsstörungen, Verstopfung oder einem Tier, das Futter verweigert.

Das Behältnis entscheidet mehr als die Medikamente Ein handelsüblicher Quarantänebehälter aus Kunststoff reicht, sofern er zwei Bedingungen erfüllt: Er muss groß genug sein, dass sich der Axolotl darin einmal vollständig umdrehen kann, und er darf keine scharfen Kanten oder Grate haben. Als Faustregel gilt mindestens das Doppelte der Körperlänge als Längsseite. Zu kleine Boxen führen zu Panikschwimmen, das die Haut zusätzlich verletzt. Vor dem Einsatz wird der Behälter mit heißem Wasser ausgespült, nicht mit Reinigungsmitteln. Rückstände von Spülmittel schädigen die empfindliche Haut der Tiere dauerhaft.

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