Im Spreewald beginnt die Vegetationsperiode oft später als im Umland, weil die Böden lange kalt und feucht bleiben. Wer im März und April unterwegs ist, sieht dennoch eine Reihe von Frühblühern, die sich an die besonderen Bedingungen angepasst haben. Entscheidend ist der Wasserstand: Auf den feuchten Wiesen und an den Grabennändern dominieren Arten, die Staunässe vertragen. Auf trockeneren Sandböden und an sonnigen Hängen erscheinen dagegen andere Pflanzen. Wer die Arten kennt, kann den Entwicklungsstand des Spreewalds gut ablesen.
Frisch halten sich die meisten Wildkräuter zwei bis vier Tage. Ein locker in ein feuchtes Tuch gewickelter Bund im Gemüsefach tut es, wenn täglich kontrolliert wird. Besser ist es, die Blätter in ein Glas mit kaltem Wasser zu stellen und mit einer Haube abzudecken. Petersilie, Kerbel und Giersch bleiben so bis zu einer Woche brauchbar. Wichtig ist, welke oder gelbe Blätter sofort zu entfernen, damit sich Fäulnis nicht ausbreitet.
Route anpassen statt stur durchhalten Bei einsetzendem Regen ist die geplante Strecke oft zu lang. Kürze die Route und suche eine Stelle, an der man sicher anlegen und unterstellen kann. Brückenpfeiler, Bootshäuser oder dicht bewachsene Ufer bieten Schutz, aber Vorsicht: Unter Bäumen besteht Blitzgefahr und herab fallende Äste sind ein Risiko. Wer in einer Gruppe unterwegs ist, einigt sich vor der Abfahrt auf ein klares Abbruchkriterium, etwa starken Regen über zwanzig Minuten oder aufkommenden Wind. Ein solches Kriterium verhindert, dass einzelne Teilnehmer aus falschem Ehrgeiz weitermachen. Motorboote und Kanus reagieren unterschiedlich auf Regen: Kanus werden schneller instabil, wenn Wasser hineinläuft. Deshalb regelmäßig mit Schöpfgefäß oder Schwamm das eingedrungene Wasser entfernen, sonst sinkt der Freibord und die Kentergefahr steigt.
Für leichten bis mäßigen Regen gehört wasserdichte Kleidung ins Gepäck. Eine Regenjacke mit Kapuze, die sich am Kinn schließen lässt, und eine wasserdichte Hose halten trocken. Normale Baumwollkleidung saugt sich voll und kühlt den Körper gefährlich aus. Wechselshirt und Handtuch in einem wasserdichten Beutel verpackt, dazu eine Mütze. Auf keinen Fall Regenschirme benutzen: Sie wirken wie Segel, kippen den Kahn und stören die Balance. Wer rudert, sollte rutschfeste Schuhe tragen. Auch das Sitzpolster aus Schaumstoff speichert Wasser, deshalb vorab prüfen, ob der Verleih wasserfeste Sitzauflagen oder Plastikplanen anbietet. Getränke in Thermoskannen halten warm, kalte Getränke kühlen zusätzlich aus.
Eine Kahnfahrt im frühen Herbst lebt von einem einzigen Moment: dem Augenblick, in dem der Nebel noch dicht über dem Wasser steht und die Ufer nur als weiche Konturen erkennbar sind. Wer diesen Moment erleben will, muss früh aufstehen, nicht weil es romantisch klingt, sondern weil die Physik keine Ausnahme macht. Bodennebel bildet sich in klaren Nächten, wenn sich die Luft über dem Wasser stärker abkühlt als die Umgebung. Zwischen etwa einer Stunde vor Sonnenaufgang und zwei Stunden danach liegt er am tiefsten und gleichmäßigsten. Danach hebt ihn die Sonne innerhalb weniger Minuten an, und übrig bleibt ein gewöhnlicher Morgen.
Für den Einstieg gilt: den Hund tragen oder führen, bevor der Kahn beladen ist. Der schwerste Punkt ist das Umsteigen. Wer zuerst einsteigt und den Hund nachzieht, bringt den Kahn zum Schaukeln. Umgekehrt setzen: Hund zuerst an die vorgesehene Stelle, dann Personen. Im Kahn bekommt der Hund einen festen Platz, idealerweise in der Mitte, nicht am Rand. Eine rutschfeste Unterlage verhindert, dass die Krallen auf glattem Boden wegrutschen. Bei Hitze ist Schatten Pflicht, denn Metall und Kunststoff heizen sich auf.
Regen während einer geplanten Kahnfahrt ist kein Grund, den Tag abzusagen. Entscheidend ist, wie früh man reagiert und wie flexibel die Route gewählt wird. Wer erst am Steg merkt, dass der Himmel seine Schleusen öffnet, hat meist schon zu spät gepackt. Prüfe daher spätestens am Vorabend den Wetterbericht für den konkreten Streckenabschnitt, nicht nur für den Startort. Flussläufe und Seen haben oft eigene Wetterlagen. Ein Blick auf Regenradar und Windvorhersage verrät, ob es sich um einen kurzen Schauer oder um stundenlangen Landregen handelt. Bei Gewitterneigung sagt man die Fahrt besser ab, denn auf dem Wasser ist man dem Blitz schutzlos ausgeliefert.
Während der Fahrt sind plötzliche Bewegungen das größte Risiko. Ein Hund, der bei jedem Geräusch aufsteht, bringt den Kahn in Schieflage. Deshalb vorher festlegen, wer sich um das Tier kümmert, und die Fahrt kurz halten. Zwei Stunden reichen für den ersten Versuch. Pausen an Land sind wichtig, damit der Hund trinken und sich lösen kann. Anlegen ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt, und das Ufer ist oft steil und schlammig. Wer den Hund dort frei laufen lässt, riskiert, dass er Wild aufscheucht oder in dichtes Unterholz verschwindet.
Was auf dem Kahn wirklich zählt Die Schwimmweste ist kein Accessoire, sondern die einzige Absicherung, die im Wasser sofort wirkt. Sie muss eng sitzen, darf nicht verrutschen und braucht einen Griff am Rücken, mit dem der Hund im Notfall hochgezogen werden kann. Vor der Fahrt an Land anprobieren und den Hund darin laufen lassen. Ein weiter Fehler: den Hund an der Leine am Kahn festbinden. Kippt der Kahn, zieht die Leine das Tier unter die Bordwand. Besser ist eine kurze, lose geführte Leine, die sofort losgelassen werden kann.
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