Le coeur perdu – Paris

Wenn die Wanne zu klein wird: Duschbereich sauber abtrennen

Gemessen wird an drei Punkten: an der niedrigsten Stelle der Schräge, an der höchsten und in der Mitte. Entscheidend ist die Höhe der Kniestockwand, also dort, wo die Schräge auf den Boden oder die Wand trifft. Notiert wird außerdem die lichte Tiefe vom Wandanschluss bis zur Stirnseite der geplanten Bank. Ein Zollstock reicht, eine Wasserwaage ist besser, denn Böden sind selten exakt eben. Differenzen von zwei Zentimetern über die Länge kommen vor und müssen in die Konstruktion einfließen.

Kabelkanäle und Sockelblenden statt Stemmarbeit

Bohren ist an Mietwohnungen oft verboten, an Kunststoffrahmen riskant und an alten Fenstern schlicht unnötig. Plissee, Klemmrollo und Haftfolie lassen sich alle ohne Werkzeug anbringen, wenn Rahmen und Glas sauber vorbereitet sind. Der häufigste Fehler passiert schon vor der Montage: Wer die Fensternische nicht ausmisst, kauft zu breite Ware und muss nachsägen. Messen Sie immer an drei Stellen – oben, Mitte, unten – und nehmen Sie den kleinsten Wert. Bei Klemmträgern zählt zusätzlich die Falztiefe: Der Rahmenfalz muss mindestens zwei Zentimeter tief sein, sonst hält die Klemmung nicht dauerhaft.

Für den Stauraum kommen zwei Varianten in Frage: ein Deckel, der nach oben aufgeklappt wird, oder Schubladen, die nach vorn ausziehen. Der Klappdeckel ist einfacher, kollidiert aber mit der Schräge, wenn die Bank tief ist und der Deckel weit aufschwingt. Hier hilft ein geteilter Deckel oder ein Deckel, der nach vorn über eine Klappe öffnet. Schubladen sind bei niedriger Deckenhöhe praktischer, brauchen aber eine stabile Führung und dürfen nicht gegen die Dachschräge stoßen, wenn sie voll ausgezogen sind. Wer beides kombiniert, plant den Klappdeckel im hohen Bereich und Schubladen im niedrigen.

Nach dem Aushärten des Silikons, je nach Produkt mindestens 24 Stunden, kann die Abtrennung getestet werden. Dazu wird der Duschkopf auf die spätere Position gestellt und das Wasser für einige Minuten laufen gelassen. Zeigt sich irgendwo Feuchtigkeit an der Wand oder unter dem Profil, muss nachgedichtet werden. Besonders wichtig ist der Spritzschutz an der Übergangsstelle zwischen Wannenrand und Wand. Hier läuft das Wasser gern hinter die Abtrennung, wenn die Fuge nicht vollständig geschlossen ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt zusätzlich eine kleine Silikonschürze oder eine Dichtlippe ein.

Typische Fehler wiederholen sich: Es wird nur die Wandhöhe gemessen, nicht die Tiefe des Raums unter der Schräge. Der Deckel wird zu großzügig dimensioniert und stößt beim Öffnen an die Dachschräge. Die Bank wird ohne Hinterlüftung direkt an die Außenwand gesetzt, wodurch Feuchtigkeit im Stauraum bleibt. Und es wird vergessen, dass Sitzhöhe und Polsterdicke zusammenspielen – eine Bank mit dicker Auflage wird schnell zu hoch.

Bevor gebohrt oder geschraubt wird, muss die Dichtfläche sauber sein. Silikonfugen haften nur auf trockenem, fettfreiem Untergrund. Alte Fugenreste werden mit einem Fugenmesser entfernt, danach wird die Fläche mit Alkohol gereinigt. Wer hier schludert, bekommt später Undichtigkeiten, die in die Wand oder zum Nachbarn führen können. Beim Setzen der Bohrlöcher ist Vorsicht geboten: In vielen Bädern verlaufen unter dem Fliesenrand Wasserleitungen oder Stromkabel. Ein Leitungssuchgerät schafft hier Sicherheit, bevor der erste Dübel gesetzt wird.

Die richtige Abtrennung für die Wannenlösung wählen Für eine Badewanne kommen im Wesentlichen drei Varianten infrage: eine feste Glaswand, eine klappbare Duschabtrennung oder ein Spritzschutz aus Kunststoff. Die feste Glaswand ist die stabilste Lösung und lässt sich auf dem Wannenrand verschrauben oder mit speziellen Profilen einklemmen. Klappbare Elemente sind dann sinnvoll, wenn die Wanne auch zum Baden genutzt wird und der Einstieg frei bleiben muss. Ein Spritzschutz aus Kunststoff ist die günstigste und einfachste Variante, hat aber den Nachteil, dass er mit der Zeit vergilbt und weniger hochwertig wirkt. Wichtig ist in allen Fällen, dass die Abtrennung mindestens bis zur Höhe des Brausearms reicht, sonst läuft das Wasser an der Wand vorbei.

Für die tägliche Nutzung gilt: Nach dem Duschen wird die Abtrennung mit einem Abzieher von Wassertropfen befreit. Kalk und Seifenreste setzen sich sonst in den Profilen fest und führen zu Schimmel. Die Silikonfugen sollten einmal im Jahr kontrolliert und bei Rissen erneuert werden. Eine gut montierte Abtrennung mit Spritzschutz hält viele Jahre und macht aus der Badewanne einen vollwertigen Duschplatz, ohne dass die Badewanne selbst umgebaut werden muss.

Wer in einer Badewanne duscht, kennt das Problem: Nach dem Duschen steht das Wasser überall, das Spritzwasser zieht bis zur Toilette, und der Duschvorhang klebt am Körper. Eine feste Abtrennung mit Spritzschutz schafft hier Abhilfe, ohne dass gleich eine komplette Dusche eingebaut werden muss. Entscheidend ist, dass die Konstruktion zum vorhandenen Wannenrand passt und dicht abschließt. Bevor irgendetwas gekauft oder gebohrt wird, sollte die Wanne genau ausgemessen werden: Länge, Breite, Höhe des Randes und die Position des Brauseschlauchs. Auch der Duschkopf spielt eine Rolle, denn ein stark streuender Kopf wirft mehr Wasser über die Abtrennung als ein gerichteter Strahl.

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