Vor dem Wiedereinbau prüft man, ob die Tür in den Rahmen passt, ohne am Teppich zu schleifen. Die Scharnierstifte werden wieder eingesetzt und vorsichtig eingeschlagen. Anschließend die Tür mehrmals öffnen und schließen. Streift sie noch leicht, kann man mit einer Feile nacharbeiten. Typische Fehler sind ein zu tiefer Schnitt, eine schiefe Anrisslinie und das Vergessen der Versiegelung. Wer diese Punkte beachtet, hat eine Tür, die sich leicht bewegt und zum neuen Boden passt.
Am Ende bleibt die Kontrolle: Öffnen und schließen Sie jede Tür mehrfach, belasten Sie die Kleiderstange mit dem schwersten vorgesehenen Teil und prüfen Sie, ob der Schrank an allen Befestigungspunkten fest sitzt. Ein Flur-Einbauschrank ist kein Möbelstück von der Stange – er verzeiht keine ungenauen Maße. Wer die vier Schritte – messen, Tiefe festlegen, Kosten trennen, Montage vorbereiten – in dieser Reihenfolge durchgeht, vermeidet die häufigsten Fehler und hat am Ende einen Schrank, der passt und dauerhaft hält.
Zuerst die tatsächlich zu streichende Fläche ermitteln. Raumumfang messen, also alle vier Wände addieren, dann mit der Raumhöhe multiplizieren. Von diesem Wert alle Flächen abziehen, die nicht gestrichen werden: Fenster, Türen, Heizkörpernischen, fest eingebaute Schränke. Ein Fenster mit Rahmen liegt schnell bei rund zwei Quadratmetern, eine Tür ähnlich. Wer diese Abzüge ignoriert, kauft regelmäßig zu viel.
Richtig anreißen und sauber sägen Die Schnittlinie wird mit einem Winkel und einem Bleistift rundum angezeichnet. Wichtig ist, dass die Linie auf beiden Seiten exakt gleich hoch liegt, sonst hängt die Tür später schief. Zum Sägen eignet sich eine feine Handsäge oder eine Stichsäge mit scharfem Blatt. Wer eine Kreissäge mit Führungsschiene verwendet, erhält besonders gerade Kanten. Beim Sägen sollte man das Blatt langsam führen, damit das Furnier oder die Lackschicht an der Unterseite nicht ausreißt. Ein Streifen Kreppband entlang der Schnittlinie reduziert ein Ausfranzen zusätzlich.
Die Unterlage wird oft vergessen und ist doch entscheidend. Eine Antirutschmatte verhindert, dass der Teppich auf Parkett oder Fliesen wandert, und schützt gleichzeitig den Boden vor Kratzern durch Sand und kleine Steinchen. Für Teppiche auf Teppichboden ist eine dünne, rutschfeste Unterlage ausreichend. Auf Fußbodenheizung sollte die Unterlage luftdurchlässig sein, sonst staut sich die Wärme und der Belag kann Schaden nehmen. Prüfe vor dem Auslegen, ob die Matte nicht über den Teppichrand hinausschaut – das sieht unordentlich aus und stört die Optik.
Zuerst wird die Tür ausgebaut. Dafür die Stifte der Scharniere mit einem Durchschlag und Hammer nach oben austreiben und das Blatt vorsichtig herausheben. Anschließend legt man die Tür auf zwei Böcke oder eine stabile Unterlage, damit sie beim Sägen nicht verrutscht. Die benötigte Kürzung ermittelt man, indem man den Spalt zwischen Tür und Boden misst und einige Millimeter Zugabe für den Teppich einplant. Ein zu knapper Anschnitt führt dazu, dass die Tür später wieder schleift, ein zu großzügiger Schnitt lässt Licht und Zugluft durch.
Die Trockenzeit bestimmt, wann der zweite Anstrich erfolgen darf. Dispersionsfarbe ist nach etwa zwei bis vier Stunden oberflächentrocken, aber erst nach zwölf Stunden durchgetrocknet. Wer zu früh nachstreicht, löst die erste Schicht wieder an und erzeugt ein unruhiges Bild. Bei kühlen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Trockenzeit deutlich. Ein zweiter Anstrich ist bei deckender Farbe oft erst nach sechs bis acht Stunden sinnvoll, nicht nach einer Stunde.
Am Ende bleibt eine Faustregel: Fläche mal Schichten, geteilt durch die Ergiebigkeit auf dem Eimer, plus Reserve. Wer dazu noch Untergrund und Saugfähigkeit berücksichtigt, kauft genau einmal und streicht ohne Unterbrechung durch. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem den Ärger mit sichtbaren Ansätzen.
Der Untergrund entscheidet mehr als die Fläche. Frischer Putz, Gipskarton oder ungestrichene Wände saugen deutlich mehr Farbe als ein bereits gestrichener Untergrund. In solchen Fällen ist eine Grundierung sinnvoll – sie kostet zwar einen Arbeitsgang, spart aber Anstrichfarbe und sorgt für gleichmäßigen Ton. Bei stark saugenden Flächen kann der Verbrauch um die Hälfte steigen. Wer das nicht einplant, steht nach der ersten Wand ohne Reserve da.
Nach dem Schnitt werden die Kanten mit Schleifpapier geglättet. Bei lackierten oder furnierten Türen ist es ratsam, die offene Unterseite sofort mit passendem Lack oder einer Grundierung zu versiegeln. Sonst kann Feuchtigkeit eindringen und das Holz aufquellen lassen. Wer die Kante sauber versiegelt, verhindert außerdem, dass sich die Tür später verzieht. Bei einer Röhrenspan- oder Wabentür sollte man nur so viel abschneiden, dass die Stabilität erhalten bleibt.
Ein Netzwerkkabel durch den Hohlraum eines Türstocks zu ziehen ist eine saubere Lösung, wenn der Rahmen tatsächlich hohl ist. Das trifft auf die meisten modernen Zargen aus Holz, MDF oder Stahl zu, die als Fertigrahmen um die Mauer gelten. Der Hohlraum liegt zwischen Zarge und Mauerwerk und ist oft mit Dämmwolle oder Bauschaum gefüllt. Bevor du bohrst, klopfe die Zarge ab: Klingt sie hohl, hast du gute Chancen. Klingt sie dumpf, sitzt dahinter Mauerwerk oder Beton – dann ist der Weg versperrt.
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