Le coeur perdu – Paris

Kompri-Band oder Bauschaum: was Spalten am Fenster wirklich dicht macht

Aufsteigende Feuchtigkeit in der Kellerwand lässt sich mit einem Injektionsverfahren zuverlässig stoppen, wenn die Ausführung stimmt. Das Prinzip: In die Wand wird in einer horizontalen Ebene eine Sperrschicht eingebracht, die den Kapillarweg des Wassers unterbricht. Dazu werden Bohrlöcher in einem Raster von etwa 10 bis 12 cm Abstand gesetzt, meist in einem Winkel von 30 bis 45 Grad zur Wand, damit sie sich im Mauerwerk kreuzen. Die Löcher reichen bis knapp unter die geplante Sperrebene, üblicherweise 5 bis 10 cm oberhalb des Bodens, bei feuchter Wand auch tiefer.

So wird das Band richtig eingesetzt Die Fuge muss sauber, trocken und staubfrei sein. Mörtelreste, Putzreste oder lose Farbe werden entfernt, sonst hält der Klebestreifen nicht. Das Band wird auf den Rahmen geklebt, nicht auf die Mauerwerkslaibung, und zwar so, dass die Klebefläche vollständig aufliegt. Beim Abziehen der Schutzfolie darf das Band nicht gedehnt werden. Gedehntes Band zieht sich später zurück und reißt an der Klebefuge auf. Nach dem Aufkleben wird das Fenster eingesetzt und ausgerichtet. Erst danach darf sich das Band entspannen.

Abhänger richtig setzen und ausricht

Zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk bleibt nach dem Einbau fast immer ein Spalt. Wie breit er ist, hängt vom Mauerwerk, von der Laibung und davon ab, wie gerade gearbeitet wurde. Kompriband – ein selbstklebendes, vorkomprimiertes Schaumstoffband – schließt diesen Spalt dauerhaft, sofern die Fugenbreite zum Band passt. Wer das Band zu dick kauft, bekommt den Rahmen nicht mehr in die Öffnung. Wer zu dünn kauft, hat später Zugluft und Feuchtigkeit im Baukörper.

Zuerst muss klar sein, was die Rohdecke überhaupt aufnehmen kann. In Stahlbeton halten Metallspreizdübel oder Schwerlastanker mit ausreichender Verankerungstiefe zuverlässig. Bei Holzbalkendecken sind Schrauben oder Bolzen durch die Balkenlage die richtige Wahl – nicht in die Schalung oder in Spanplatten. In Altbauten mit Gewölbe oder dünner Decke gehört vorab geprüft, ob jede geplante Befestigungsstelle wirklich trägt. Ein einziger Abhänger in losem Putz reißt die ganze Reihe mit.

Zuerst wird die Stromzufuhr am Sicherungsautomaten unterbrochen und die Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Messgerät geprüft. Im Schalter oder in der Abzweigdose liegen in der Regel drei Adern: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Der Lampendraht führt vom Schalter zur Leuchte. Für die Kopplung braucht man diesen geschalteten Leiter als Steuersignal für das Nachlaufrelais. Das Relais bekommt Dauerstrom über den Außenleiter und schaltet den Ventilator erst nach einer einstellbaren Verzögerung ab, meist zwischen zwei und zwanzig Minuten.

Wer den Spalt nachträglich verschließen will, prüft zuerst, ob das Band noch elastisch ist. Hart gewordene Bänder werden entfernt und ersetzt. Eine Alternative zum Kompriband ist Bauschaum, doch Schaum allein dichtet nicht dauerhaft gegen Schlagregen ab. Besser ist die Kombination: innen eine Dampfsperre, außen das Kompriband als Schlagregensperre. So bleibt die Fuge trocken, und der Rahmen sitzt fest.

Das ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird. In der Nut und auf dem Rahmen sitzen Kleberreste, Schmutz und alte Gummipartikel. Entferne sie mit dem Kunststoffschaber – Metall verkratzt den Rahmen. Wische die Nut anschließend mit Reinigungsalkohol aus und lass sie kurz abdampfen. Ist die Nut nicht sauber, hält die neue Dichtung nicht und rutscht nach wenigen Wochen wieder heraus. Achte darauf, dass die Nut trocken ist, bevor du das neue Profil einsetzt.

Vor dem Kauf wird der Spalt gemessen, nicht geschätzt. Ein Blick auf mehrere Stellen genügt: oben, unten, links und rechts zeigen oft unterschiedliche Maße. Entscheidend ist die kleinste Breite, denn das Band muss dort noch hineinpassen. Kompriband wird in Ruhe dicker als im komprimierten Zustand. Ein Band mit 10 Millimetern Dicke im Lieferzustand kann sich auf das Drei- bis Vierfache ausdehnen. Diese Angaben stehen auf der Verpackung, zusammen mit der zulässigen Fugentoleranz. Passt der Spalt nicht in dieses Fenster, wird das Band an der Rolle abgeschnitten und neu gewählt.

Wie stark sich das Band ausdehnt, hängt von der Temperatur ab. Bei Kälte dehnt es sich langsamer aus, bei Wärme schneller. Deshalb wird bei niedrigen Außentemperaturen das Band vor dem Einbau einige Zeit in einem beheizten Raum gelagert. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Band ist zu vermeiden, weil es dann zu früh aufquillt und sich nicht mehr sauber einsetzen lässt. Nach dem Einbau darf das Band nicht mit einem scharfen Werkzeug in die Fuge gedrückt werden. Es arbeitet von selbst.

Ein häufiger Fehler ist das Abschneiden des Bandes mit einem Messer nach dem Einsetzen. Wer die überstehenden Reste einfach abschneidet, zerstört die äußere Dichtungsschicht. Richtig ist, das Band mit einem Stoßmesser flach an der Rahmenkante abzutrennen, ohne in die Fuge zu schneiden. Ein zweiter Fehler ist das Verkleben auf einer feuchten oder fettigen Fläche. Der Kleber hält dann nur bis zur ersten Bewegung des Fensters.

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