Le coeur perdu – Paris

5 Dinge, die auf der Spreewald-Paddeltour über Sicherheit entscheiden

Am besten startest du früh am Morgen, wenn das Wasser ruhig ist und die Kanäle noch frei sind. Informiere jemanden über deine geplante Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit. Lade vorab eine Offline-Karte, denn in manchen Fließen ist der Mobilfunkempfang lückenhaft. Und wenn du unsicher bist, ob du eine Strecke schaffst: lieber eine kürzere Runde wählen und diese genießen, als sich in einem Seitenarm zu verausgaben. Der Spreewald belohnt ruhiges, vorausschauendes Paddeln – nicht das schnellste.

Respekt vor Natur und Anwohnern entscheidet darüber, ob deine Tour entspannt bleibt. Halte Abstand zu Schilfgürteln und Brutbereichen, denn der Spreewald ist Lebensraum für viele Vogelarten. Mülleimer gibt es nicht überall, also nimm deinen Abfall mit. An privaten Ufern und Gärten wird nicht angelegt, und lautes Rufen oder Musik stört die Ruhe, die gerade den Reiz dieser Landschaft ausmacht. Wer diese Grundregeln beachtet, erlebt eine Tour, die ohne Stress verläuft und bei der man am Ende wirklich entspannt zurückkommt.

Route und Sicherheit: Was auf dem Wasser wirklich zählt Für eine Tagesroute im Spreewald reichen zehn bis fünfzehn Kilometer völlig aus. Plane Hin- und Rückweg oder eine Rundstrecke, damit du nicht gegen die Strömung zurückmusst. Die Fließe sind meist träge, doch nach Regen können sie schneller fließen und Treibgut führen. Typische Fehler: zu spät starten, die Mittagshitze unterschätzen und ohne Wasser losfahren. Nimm pro Person mindestens einen Liter Trinkwasser mit, dazu Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und ein Handtuch. Ein trockener Beutel für Handy und Papiere ist Pflicht, denn ein Sturz ins Wasser passiert schneller als gedacht.

Der letzte Punkt betrifft das Verhalten auf dem Wasser. Rechts fahren, vor engen Kurven langsam machen und nicht plötzlich die Seite wechseln. Ein typischer Fehler ist, beim Fotografieren das Paddel loszulassen und sich mit dem Oberkörper weit über den Rand zu lehnen. Das kippt Boote schneller, als man denkt. Wer kentert, bleibt beim Boot, hält das Paddel fest und wartet auf Hilfe oder schwimmt mit dem Boot ans Ufer. Panik kostet Kraft, ruhiges Handeln bringt ans Ziel.

Die praktikabelste Basis sind die Bahnhöfe entlang der Strecke Cottbus–Lübben–Lübbenau. Von dort kommt man mit Regionalzügen an, ohne ein Auto zu benötigen. Vom Bahnhof Lübbenau sind es zu Fuß etwa zwanzig Minuten ins Zentrum und zum Großteil der Kahnableger. Wer mit Gepäck unterwegs ist, sollte diese Strecke nicht unterschätzen, denn der Weg führt teilweise über unebenen Boden. Ein Fahrrad ist im Spreewald kein Luxus, sondern das eigentliche Fortbewegungsmittel. Leihräder gibt es in den größeren Orten, aber in der Hochsaison sind sie früh vergriffen. Wer sicher sein will, reserviert telefonisch beim Vermieter oder bringt ein eigenes Rad mit.

Beim Sammeln im Spreewald gilt: nur Arten mitnehmen, die sicher bestimmt sind. Verwechslungen mit giftigen Doppelgängern wie dem Gefleckten Schierling sind lebensgefährlich. Wer unsicher ist, lässt die Pflanze stehen. Zudem sollten Kräuter nicht direkt an Wegrändern, an Feldern mit Spritzmitteln oder in der Nähe von Gewässern mit Blaualgen gesammelt werden. Die Lagerung beginnt also schon bei der Auswahl des Standorts.

Wandern funktioniert fast immer, sofern man die richtige Ausrüstung mitbringt. Die Wege sind oft matschig oder mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Wasserdichte Stiefel mit Profil sind Pflicht, ebenso Stöcke für unebene Passagen. Ein typischer Fehler ist die Annahme, dass die flachen Wege harmlos seien. Nach einem Frosttauwechsel wird aus einem idyllischen Pfad schnell eine rutschige Rinne. Wer allein unterwegs ist, sollte jemandem sagen, welche Strecke geplant ist, denn in manchen Abschnitten gibt es keinen Mobilfunkempfang.

Kleidung und Sonnenschutz richtig wählen Der Spreewald sieht idyllisch aus, aber die Sonne brennt auf dem offenen Wasser stärker als an Land. Eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor und eine leichte, langärmelige Schicht sind keine Übertreibung. Gleichzeitig gilt: Baumwolle ist falsch. Sie kühlt aus, wenn sie nass wird, und trocknet langsam. Funktionale Kleidung, die auch im nassen Zustand warm hält, ist die bessere Wahl. Für die Füße empfehlen sich Schuhe, die nass werden dürfen und trotzdem Halt geben — Badeschlappen rutschen auf den glatten Holzstegen der Einsatzstellen weg. Ein vollständiger Wechselsatz Kleidung inklusive Handtuch bleibt im wasserdichten Sack, bis er gebraucht wird.

Zur Sicherheitsausrüstung gehören außerdem eine Trillerpfeife, eine kleine Taschenlampe und ein Erste-Hilfe-Set. Wer mit Kindern unterwegs ist, bringt zusätzlich Schwimmhilfen in passender Größe mit und achtet darauf, dass sie richtig sitzen. Ein häufiger Fehler ist, die Schwimmweste zu locker zu schnallen, weil sie dann bei einem Sturz nach oben rutscht und den Kopf nicht über Wasser hält. Vor der Tour kurz testen, ob die Weste eng genug sitzt und nicht über die Schultern gezogen werden kann.

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