Le coeur perdu – Paris

Wenn die Wände im Winter schwitzen, hilft nur richtiges Lüften und Heizen

Wie eine unsichtbare Trennlinie entste

Das Gehäuse und die Innenflächen werden häufig vernachlässigt. Fett setzt sich als dünner Film an Wänden, Lüfterrad und Austrittsgittern ab. Dieser Film bindet Staub und wird mit der Zeit klebrig. Zur Reinigung eignet sich warmes Wasser mit einem milden Fettlöser und ein Mikrofasertuch. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft ein alkoholhaltiger Reiniger, der jedoch nicht auf Kunststoffteile oder Displays gelangen darf. Vor jeder Innenreinigung die Haube vom Strom trennen. Anschließend alle Flächen trocken wischen, damit kein Restwasser in die Elektronik läuft.

Heizen und Möbel richtig stellen Heizen ist kein Gegner der Lüftung, sondern ihr Partner. Wer im Winter nur einen Raum beheizt und die anderen auskühlt, holt sich die Feuchtigkeit über die Wände zurück. Kalte Wände ziehen die warme, feuchte Luft aus den Wohnräumen an und schlagen an ihnen nieder. Deshalb sollten alle bewohnten Räume eine gleichmäßige Grundtemperatur haben. Ein weiterer häufiger Fehler: Möbel direkt vor die Außenwand zu schieben. Zwischen Rückwand und Mauer entsteht dann ein Luftpolster, das nicht zirkulieren kann. Mindestens fünf Zentimeter Abstand halten, bei Schränken mit geschlossener Rückwand eher mehr. Auch Vorhänge, die bis zum Boden reichen und die Heizkörper verdecken, stören die Luftzirkulation und kosten Heizkraft.

Ein weiterer typischer Fehler ist die Platzierung. Ein Kratzbaum in einer dunklen Ecke oder direkt neben dem lauten Fernseher wird nicht genutzt. Katzen kratzen dort, wo sie sich sicher fühlen und trotzdem den Raum im Blick haben. Stell den Baum an eine Wand, aber nicht in eine Nische. Er sollte in der Nähe des Schlafplatzes oder der Futterstelle stehen, aber nicht direkt daneben. Wenn die Katze bereits eine Stelle zum Kratzen gewählt hat – etwa die Sofalehne –, baue den Baum genau dort auf. Verbinde den neuen Baum mit einem Leckerli oder einem Spiel, damit die Katze ihn positiv verknüpft.

Wer diese Regeln befolgt, hält auch in wenig genutzten Räumen dauerhaft gesunde Pflanzen. Ein Standortwechsel ist nur bei deutlichen Schwächezeichen nötig. Wichtig bleibt: lieber zu wenig als zu viel gießen, Staunässe vermeiden und die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge prüfen.

Ein Loch in der Wand ist selten nur ein Loch. Ob Dübellöcher von Regalen, ein ausgerissener Dübel oder das sprichwörtliche Faustloch nach einem Wutanfall – entscheidend ist nicht, wie groß der Schaden ist, sondern wie sauber er verschwindet. In einer Mietwohnung zählt vor allem, dass die Reparatur beim Auszug keinerlei Diskussion auslöst. Wer zu viel spachtelt, falsch schleift oder mit der falschen Farbe überstreicht, sieht das später bei schräg einfallendem Licht deutlicher als das ursprüngliche Loch.

Typische Schwachstellen im Altbau sind Fensterlaibungen, Außenwandecken und der Bereich hinter dem Bett oder hinter Schränken. Dort sammelt sich Feuchtigkeit besonders gern. Ein preiswertes Feuchtigkeitsmessgerät hilft, die Werte im Blick zu behalten. Ideal sind 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Steigt der Wert dauerhaft darüber, muss gelüftet werden. Fällt er unter 35 Prozent, wird die Luft zu trocken, was Schleimhäute reizt und ebenfalls nicht gut ist. Wer diese Werte im Auge behält, erkennt Probleme, bevor Schimmel sichtbar wird.

Ein häufiger Irrtum ist, dass dauerhaft gekippte Fenster lüften würden. Sie tun das Gegenteil: Die Wand um das Fenster kühlt aus, die Luftfeuchtigkeit bleibt im Raum und schlägt sich an der kältesten Stelle nieder. Genauso falsch ist es, Feuchtigkeit mit einem elektrischen Luftentfeuchter allein bekämpfen zu wollen, ohne die Ursache anzugehen. Solche Geräte können kurzfristig helfen, ersetzen aber kein richtiges Lüftungs- und Heizverhalten. Auch das Abdichten aller Fugen mit Schaum oder Klebeband ist im Altbau riskant: Dann fehlt der minimale Luftaustausch, und die Feuchtigkeit staut sich erst recht.

Der wichtigste Punkt ist die richtige Lüftung. In Altbauten mit einfach verglasten Fenstern oder undichten Fugen reicht es nicht, die Fenster den ganzen Tag auf Kipp zu stellen. Das kühlt die Wände aus und schafft genau die kalten Oberflächen, an denen sich Kondenswasser bildet. Besser ist mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern. Dabei entweicht die feuchte Luft schnell, ohne dass die Bausubstanz auskühlt. In Räumen, in denen Wäsche getrocknet oder gekocht wird, muss häufiger gelüftet werden, am besten direkt nach dem Kochen oder Duschen.

Wer im Winter regelmäßig morgens und abends lüftet, die Räume gleichmäßig warm hält und Möbel mit Abstand zur Außenwand stellt, hat das Wichtigste getan. Feuchte Stellen an Wänden oder Fensterrahmen sollten sofort beobachtet und nicht mit Farbe überstrichen werden. Erst wenn die Ursache beseitigt ist, lohnt sich ein neuer Anstrich. Im Zweifel zeigt ein Blick auf das Mauerwerk oder ein Gespräch mit einem Fachbetrieb, ob eine Drainage oder eine andere bauliche Maßnahme notwendig ist. Der Altbau verzeiht viel, aber nicht Ignoranz gegenüber Feuchtigkeit.

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