Duftstoffe: angenehm für die Nase, nicht immer für die Lunge Raumdüfte, Duftkerzen, Sprays und Aroma-Diffuser überdecken Gerüche, sie beseitigen sie nicht. Viele dieser Produkte setzen flüchtige organische Verbindungen frei, die bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen, gereizte Schleimhäute oder Husten auslösen können. Besonders problematisch ist der Dauerbetrieb in kleinen, schlecht gelüfteten Räumen. Wer Duft möchte, sollte sparsam dosieren, nur kurz lüften und auf Reizungen achten. Für Allergiker und Asthmatiker sind starke Duftquellen im Schlafzimmer grundsätzlich keine gute Idee.
Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima nicht automatisch. Die verbreitete Annahme, eine Handvoll Grünpflanzen reinige die Luft eines ganzen Raumes, hält einer nüchternen Prüfung nicht stand. In geschlossenen Wohnräumen ist der Luftaustausch durch Fensterlüften und Türen meist um ein Vielfaches größer als die Filterleistung selbst eines dichten Pflanzenbestandes. Wer wirklich etwas für das Raumklima tun will, sollte Pflanzen deshalb als Ergänzung betrachten, nicht als Ersatz für regelmäßiges Lüften.
Für schmale Flure eignen sich sogenannte Schienenregale, bei denen zwei senkrechte Metallschienen an der Wand befestigt und mit Holzbrettern bestückt werden. Der Vorteil gegenüber klassischen Konsolen: Die Höhe lässt sich jederzeit ändern, ohne neue Löcher zu bohren. Beim Anbringen ist darauf zu achten, dass die Schienen in einer Flucht sitzen – schon zwei Millimeter Versatz führen dazu, dass die Bretter wackeln. Wer Mietwohnungen nicht beschädigen will, nutzt Klemmstangen zwischen Boden und Decke, die mit Gummifüßen den Druck verteilen.
Nach dem Entfernen der Tapeten zeigt sich der eigentliche Untergrund. Kleberreste müssen vollständig abgewaschen werden, sonst haftet später weder Farbe noch neue Tapete. Ein Schwamm mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reicht oft aus; hartnäckige Reste lassen sich mit einem Tapetenablöser oder einer Bürste lösen. Danach die Wand trocknen lassen und prüfen, ob Risse, lose Putzstellen oder Feuchtigkeit sichtbar sind. Feuchte Flecken deuten auf ein Problem hinter der Wand hin, das vor dem Neuanstrich behoben werden muss.
Viele Wohnungen scheitern nicht an der Fläche, sondern an der Nutzung vorhandener Strukturen. Ein Helmholtz-Regal ist dafür das beste Beispiel: Ursprünglich für Laborgeräte entwickelt, besteht es aus zwei parallelen Stahlrohrrahmen, die über Querstreben verbunden sind. Im Wohnraum entsteht daraus ein Regalsystem, das ohne Wandbefestigung auskommt, wenn die Rahmen ausreichend schwer und mit Büchern oder Vorräten tief beladen sind. Wer es nachbaut, sollte auf die Statik achten: Die Querstreben müssen formschlüssig aufliegen, nicht nur verschraubt sein. Ein häufiger Fehler ist zu dünnes Material – schon bei mittlerer Beladung verbiegen sich die Holme, und das Regal wird zur schiefen Ebenen.
Typische Fehler sind zu wenig Wasser, zu frühes Abziehen und das Arbeiten mit scharfen Werkzeugen. Wer die Tapete trocken abreißt, produziert Staub und beschädigt die Oberfläche. Wer zu viel Wasser verwendet, weicht den Putz auf und schafft neue Schäden. Und wer den Untergrund nicht prüft, tapeziert später über Risse und Schimmel hinweg. Mit Geduld, der richtigen Vorbereitung und etwas Feuchtigkeit lässt sich jede Tapete entfernen, ohne die Wand zu ruinieren.
Möbelfüße aus Metall oder Kunststoff verteilen das Gewicht punktförmig auf den Boden. Bei Hartholz, Laminat oder Fliesen ist das unproblematisch, solange die Auflage sauber und trocken ist. Auf Teppich oder Vinyl sinken schmale Füße ein und hinterlassen dauerhafte Mulden. Prüfen Sie vor dem Aufstellen, ob der Fuß einen Teller oder eine tellerförmige Verbreiterung hat. Fehlt sie, legen Sie eine dünne, harte Platte unter – kein Filz, kein Gummi. Gummi verklebt mit der Zeit und hinterlässt Rückstände.
Für die meisten Tapeten ist Einweichen der Schlüssel. Mit einer Sprühflasche, einem Schwamm oder einer Tapetenperforierwalze wird die Oberfläche angefeuchtet. Die Perforierwalze ritzt kleine Löcher in die Tapete, damit das Wasser bis zur Kleberschicht durchdringt; ohne diese Vorbehandlung perlt Wasser auf Vinyl einfach ab. Anschließend lässt man das Wasser zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Wer zu früh abzieht, kämpft mit trockenen Kleberresten und reißt Fetzen heraus.
Ist die neue Spüle größer, wird der Ausschnitt mit einer Stichsäge mit Kunststoff- oder Laminatblatt nachgeschnitten. Von der Unterseite her arbeiten, damit die Sichtseite keine Kratzer bekommt. Die Schnittkante mit Schleifpapier entgraten und mit einer Feuchtigkeitssperre versiegeln, etwa Klarlack bei Laminat. Ein typischer Fehler ist ein zu großer Ausschnitt: Dann liegen die Dichtflächen nicht mehr auf und Wasser läuft seitlich unter die Platte. Die Dichtung erfolgt heute meist mit einem Butylband oder einer Silikonraupe unter dem Beckenrand.
Gemessen wird immer an der fertigen Wand, nicht am Rohbau. Fliesen und Kleber ändern die Maße um mehrere Millimeter. Entscheidend sind drei Werte: die lichte Breite zwischen den Wänden, die Höhe vom Duschboden bis zur Oberkante der geplanten Scheibe und der Abstand der Wände zueinander in sich. Wände stehen selten im rechten Winkel und sind selten lotrecht. Messen an mehreren Stellen, oben, in der Mitte, unten. Der kleinste Wert zählt. Wird eine Scheibe zu knapp bestellt, lässt sie sich nicht mehr ausgleichen. Ein Spiel von einigen Millimetern pro Seite ist einzuplanen, sonst klemmt die Scheibe beim Öffnen.
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