Ein dritter kaum genutzter Trick ist das Arbeiten mit Schattenfugen statt sichtbarer Halterungen. Regalbretter werden dabei in eine Nut in der Wand eingelassen, sodass sie ohne sichtbare Konsolen auskommen. Das erfordert eine Fräsung in der Wand, die bei Mauerwerk mit einer Nutfräse und Absaugung machbar ist. Bei Trockenbauwänden funktioniert es nicht, weil die Nut die Stabilität zerstört. Der Vorteil: keine sichtbaren Metallwinkel, keine Staubfänger. Der Nachteil: Die Bretter lassen sich nicht mehr verschieben.
Der häufigste Fehler ist die Vorwandinstallation. Sie kostet Tiefe, meist zwischen zwölf und zwanzig Zentimetern. Wer sie einplant, ohne die Türbreite zu prüfen, baut sich eine Nische, in der die Tür nicht mehr aufgeht. Prüfen Sie zuerst, wo der Abfluss liegt. Ein WC mit tiefem Spülkasten braucht weniger Vorwandtiefe als ein flach bündiges Modell. Der Abwasseranschluss muss mit Gefälle zum Fallrohr verlaufen, sonst drohen Gerüche und Verstopfungen.
Licht entscheidet mehr als die Möbelwahl. Ein einzelner Deckenstrahler wirft Schatten in die Ecken und lässt den Flur kleiner erscheinen. Besser sind zwei oder drei Lichtquellen: eine Deckenleuchte, eine Wandlampe in der Mitte und eine kleine Leuchte am Ende des Gangs. Warmweißes Licht mit indirekter Abstrahlung an der Wand streckt den Raum optisch. Vermeiden Sie grelles Kaltlicht, das die Enge betont. Ein Spiegel an der Längswand verdoppelt den Eindruck von Tiefe, sollte aber nicht gegenüber einer offenen Tür hängen, sonst wirkt der Flur unruhig.
Vor dem Silikonieren müssen alle Fugen trocken, sauber und fettfrei sein. Silikon haftet nicht auf Staub, Kalk oder alten Silikonresten. Alte Fugen vollständig entfernen, die Flächen mit einem geeigneten Reiniger entfetten und trocknen lassen. In Ecken und an Wandanschlüssen gehört eine Hinterfüllschnur in die Fuge, damit das Silikon nicht dreiseitig klebt – sonst reißt es beim Dehnen. Sanitärsilikon verwenden, kein Acryl, denn Acryl schimmelt im Nassbereich. Die Fuge in einem Zug ziehen, mit einem Glättmittel und einem Fugenglätter abziehen, nicht mehrfach nachbessern.
Bei den Maßen gilt: Zwischen WC-Vorderkante und gegenüberliegender Wand sollten mindestens sechzig Zentimeter liegen, besser mehr. Der Abstand vom WC zur linken und rechten Wand beträgt jeweils mindestens zwanzig Zentimeter. Das Waschbecken darf nicht direkt an der Türzarge enden, sonst stößt die Tür beim Öffnen an. Prüfen Sie die Türblattbreite minus Zarge – bleibt weniger als fünf Zentimeter Luft, wird es eng. Notieren Sie alle Maße auf einer Skizze, bevor Sie Material bestellen.
Achten Sie beim Verlegen darauf, dass Kabel nicht unter Zug stehen. Ein leichter Bogen am Geräteanschluss verhindert, dass die Adern direkt an der Klemme belastet werden. Wer Leitungen verlängert, verwendet geeignete Verbindungsklemmen und keine verdrillten Drahtenden. Bei Netzspannung gehört diese Arbeit in die Hände einer Elektrofachkraft, sobald Leitungen getrennt, verlängert oder neu angeschlossen werden. Der Kanal selbst darf keine scharfen Kanten haben; entgraten Sie Schnittstellen, damit die Isolierung nicht beschädigt wird.
Das Gefälle entscheidet, ob das Wasser bleibt oder läuft Der häufigste Fehler steckt im Untergrund. Eine bodengleiche Dusche braucht ein Gefälle von etwa einem bis zwei Prozent zum Ablauf hin. Fehlt es, sammelt sich Wasser an der Glaswand und läuft unter der Dichtung hindurch in den Raum. Bei einer Duschwanne ist das Gefälle schon eingebaut, dann genügt es, die Wanne waagerecht auszurichten. Auf Fliesen lässt sich das Gefälle mit einer Wasserwaage kontrollieren: ein Meter Abstand, ein bis zwei Zentimeter Höhenunterschied. Wer hier pfuscht, sieht das Ergebnis jeden Morgen auf dem Badezimmerboden.
Die Glaswand selbst wird erst nach dem Silikonieren endgültig ausgerichtet. Die Halterungen sollten nicht auf Spannung sitzen, sonst bricht das Glas bei Temperaturschwankungen. Schrauben in Dübeln mit ausreichendem Abstand zur Fliesenkante setzen, damit der Untergrund nicht ausbricht. Zwischen Glas und Fliese bleibt eine Fuge von wenigen Millimetern, die vollständig mit Silikon gefüllt wird. Wer hier spart, bekommt eine offene Kante, in die Wasser läuft.
Nach dem Aushärten – je nach Silikon mindestens 24 Stunden – die Dusche vorsichtig testen und alle Kanten auf Feuchtigkeit prüfen. Tropft es an einer Stelle, liegt es fast immer an einer zu dünnen Fuge oder an fehlendem Gefälle, nicht am Glas. Beides lässt sich nachbessern, aber nur, wenn man die Ursache kennt, statt einfach neues Silikon darüber zu schmieren.
Zuerst wird gemessen, und zwar nicht einmal, sondern dreimal. Entscheidend sind die lichten Maße zwischen den fertigen Wänden – also nach dem Verputzen und Fliesenlegen, nicht am Rohbau. Glas wird millimetergenau zugeschnitten, ein Zentimeter Abweichung lässt sich nicht mehr ausgleichen. Besonders wichtig: die Wand lotrecht prüfen. Steht sie schief, klafft oben oder unten ein Spalt, den kein Silikon dauerhaft schließt. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt die Scheibe erst, wenn die Fliesen liegen, und gibt die Maße an mehreren Höhen an, weil Wände selten exakt gerade sind.
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