Le coeur perdu – Paris

Grundierung weglassen bei saugendem Altputz: der Fehler, der die Farbe abblättern lässt

Vintage-Lampen setzen den Schlusspunkt. Entscheidend ist die Lichtfarbe: warmweiße Leuchtmittel um 2700 Kelvin passen zu Altbau und Metall, kaltweißes Licht zerstört die Atmosphäre. Sichtbare Kabel nicht verstecken, sondern mit Porzellan- oder Metallfassungen und textilummantelten Leitungen führen. In Mietwohnungen ohne Eingriff in die Elektrik: Steckerlampen mit langem Kabel und Wandhaken nutzen. Achten auf Mindestabstände zu brennbaren Materialien, besonders bei offenen Fassungen und Stoffschirmen. Pendelleuchten über Tisch oder Kücheninsel tief genug hängen, damit das Licht auf die Fläche fällt und nicht blendet.

Zugluft an Fenstern entsteht meist nicht durch das Glas, sondern durch Spalten zwischen Rahmen und Flügel oder zwischen Rahmen und Mauerwerk. Selbstklebende Dichtungsbänder sind eine schnelle Lösung, scheitern aber oft schon nach wenigen Wochen. Der Grund ist fast immer derselbe: Die Klebefläche war nicht sauber, nicht trocken oder zu kalt. Wer diese drei Punkte ignoriert, verliert die Dichtung beim ersten Lüften wieder.

Zuerst wird die Schadstelle sauber begrenzt. Ein Quadrat oder Rechteck ist besser als eine runde Form, weil sich gerade Kanten präziser schneiden lassen. Mit einem Lineal und einem scharfen Teppichmesser wird ein Rahmen um den Schaden geschnitten, tief genug bis auf den Unterboden. Der ausgeschnittene Teppich dient als Schablone. Wer hier zu flach arbeitet, reißt später Fasern aus und bekommt unsaubere Kanten.

Vor dem Verkleben muss der Rahmen gründlich vorbereitet werden. Alte Dichtungsreste, Silikonreste und Staub werden mit einem Spachtel entfernt, danach die Fläche mit Spiritus oder einem fettlösenden Reiniger abgewischt. Wichtig ist, dass der Untergrund wirklich trocken ist. Auf PVC-Fenstern hält das Band besser als auf alten Holzrahmen mit poröser Oberfläche. Bei Holz sollte man die Klebefläche leicht anschleifen und den Staub absaugen, sonst haftet der Kleber nur auf der obersten Schmutzschicht.

Das Modellieren der Profilform gelingt am besten mit einer Schablone. Dafür wird der Querschnitt der Leiste an einer intakten Stelle mit einem Stück Pappe oder dünnem Sperrholz abgenommen und ausgeschnitten. Diese Lehre zieht man mit leichtem Druck über die noch weiche Spachtelmasse. So entsteht die Rundung oder Kehlung exakt wie im Original. Zwischen zwei Zügen die Schablone abwischen, sonst schmiert die Masse. Bei stark profilierten Leisten ist es einfacher, nur die beschädigte Stelle zu ergänzen und die Übergänge mit einem feuchten Pinsel zu verstreichen.

Alte Putzflächen in Altbauten sind oft stark saugend. Wer darauf ohne Grundierung streicht, riskiert, dass die Farbe ungleichmäßig einzieht, fleckig wird oder später abblättert. Der Grund: Der Untergrund entzieht der Farbe das Wasser, bevor sie richtig abbinden kann. Besonders Kalk- und Lehmputze sowie alte, kreidende Anstriche verhalten sich so. Wer dennoch auf die Grundierung verzichten will, muss den Untergrund vorher gründlich prüfen und vorbereiten. Sonst ist der Ärger vorprogrammiert.

Bei Betonoptik im Altbau entscheidet die Vorbereitung über das Ergebnis. Auf unebenem Putz oder alten Tapeten haftet keine dünne Spachtelmasse. Zuerst lose Schichten entfernen, grundieren und eine Ausgleichsmasse auftragen. Erst dann folgt die eigentliche Betonspachtel in zwei dünnen Schichten. Wer zu dick aufträgt, bekommt Risse. Nach dem Trocknen mit feiner Körnung schleifen, staubsaugen und mit einer matten Versiegelung gegen Flecken schützen. Ein häufiger Fehler: Betonoptik großflächig in kleinen Räumen. Das drückt die Deckenhöhe optisch nach unten und lässt den Altbau kalt wirken. Besser eine Wand als Akzent oder eine Betonplatte als Kücheninsel.

Die meisten Fehler passieren beim Andrücken. Das Band wird oft nur leicht festgestrichen, dabei braucht der Kleber Druck. Mit einem Kunststoffroller oder dem Daumen wird die Dichtung nach dem Aufkleben mindestens zehn Sekunden fest angedrückt, abschnittsweise, nicht in einem Zug. Besonders an Ecken und an den Enden löst sich das Band sonst ab. Ein weiterer typischer Fehler: Das Band wird bei geöffnetem Fenster verklebt und dann sofort geschlossen. Besser ist es, den Flügel während des Andrückens leicht anzulegen, damit die Dichtung nicht verrutscht.

Die richtige Stelle für das Dichtungsband Das Band gehört auf den Rahmen, nicht auf den Fensterflügel. Es wird entlang der inneren Kante des Rahmens verklebt, dort, wo der Flügel beim Schließen aufliegt. Bei Dreh-Kipp-Fenstern muss man auf die Beschlagteile achten: Über Scharnieren und Verriegelungen darf kein Band liegen, sonst klemmt der Flügel oder die Dichtung wird beim Schließen sofort abgerissen. Wer das Band zu weit außen klebt, dichtet nicht gegen Zugluft, sondern gegen Regen – und das führt zu Feuchtigkeit im Rahmen.

Nach dem Verkleben sollte man prüfen, ob der Flügel noch schließt. Ein zu dickes Band verhindert das Verriegeln, dann muss man dünneres Material verwenden. Bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius klebt kaum ein selbstklebendes Band zuverlässig. In diesem Fall erwärmt man den Rahmen mit einem Föhn und klebt zügig. Wer die Dichtung nur provisorisch anbringt, sollte sie nach einigen Tagen noch einmal nachdrücken. Richtig verklebt hält ein Dichtungsband mehrere Jahre und senkt nicht nur die Zugluft, sondern auch die Heizkosten.

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