Der Vierkant verrät, ob der Tausch überhaupt möglich i
Bevor die ersten Kabel in der Wand verschwinden, steht die Frage, wie der Raum tatsächlich genutzt wird. Ein Wohnzimmer ist selten nur ein Raum: Dort stehen Fernseher, Konsole, Leselampe, vielleicht ein Schreibtisch in der Ecke. Wer die Möbelaufstellung vor der Elektroplanung festlegt, verhindert, dass die Steckdose später hinter dem Sofa liegt und die Lampe keinen Strom hat. Skizzieren Sie den Grundriss auf Papier, zeichnen Sie Möbel und Geräte ein und markieren Sie jede Stelle, an der ein Kabel gebraucht wird. Diese Skizze ist die Grundlage für jede weitere Entscheidung.
Führungsschiene und Rahmen richtig abdicht
Steckdosen werden nicht nach Gefühl gesetzt, sondern nach Verbrauchern. Rechnen Sie pro Wand mindestens eine Doppelsteckdose, an der Medienwand besser zwei bis drei. Denken Sie an Staubsauger und Ladegeräte, die nicht dauerhaft eingesteckt sind. In Räumen mit vielen Geräten lohnt sich ein eigener Stromkreis, damit ein Kurzschluss nicht das ganze Zimmer dunkel macht. Wichtig ist der Abstand zum Boden: 30 Zentimeter sind üblich, über der Küchenzeile oder dem Sideboard eher 90 bis 110 Zentimeter, damit Stecker nicht abknicken. Feuchtraumdosen oder Kindersicherungen gehören dort hin, wo Kinder und Pflanzen in Reichweite sind.
Typische Fehler wiederholen sich: zu wenige Steckdosen, falsche Höhen, Schalter an der falschen Seite, kein Stromkreis für große Verbraucher und Leitungen, die quer durch den Raum laufen. Auch das Vergessen von Netzwerk- und Antennenkabeln rächt sich, wenn der Fernseher später streamt. Planen Sie Reserven: eine freie Dose pro Wand und ein Leerrohr zur Medienwand. Wer diese Punkte vor dem ersten Stemmschlag klärt, spart Geld, Staub und Nerven – und muss nicht nach einem Jahr wieder die Wand öffnen.
Auch der Fensterrand selbst ist eine Schwachstelle. Prüfe die Dichtungen am Fensterflügel: Sie sollten weich und elastisch sein. Harte, plattgedrückte oder eingerissene Dichtungen lassen sich austauschen, ohne das Fenster zu demontieren. Die neue Dichtung muss zum Profilsystem passen, sonst schließt der Flügel entweder zu stramm oder gar nicht mehr richtig. Nach dem Einsetzen den Flügel mehrfach öffnen und schließen und die Verriegelung kontrollieren. Wenn der Rahmen zur Wand undicht ist, gehört die Fuge zwischen Fenster und Laibung mit einem geeigneten Dichtstoff oder einem vorkomprimierten Dichtband verschlossen, nicht mit Bauschaum allein, denn Schaum ist nicht dauerhaft luftdicht.
Der wichtigste technische Punkt ist der IP-Schutz. IP besteht aus zwei Ziffern: Die erste steht für Schutz gegen Berührung und Staub, die zweite für Schutz gegen Wasser. Im Bad zählt vor allem die zweite Ziffer. Leuchten im Bereich um Waschbecken, Toilette und Tür benötigen mindestens IP44, also Schutz gegen Spritzwasser. Direkt über oder in der Nähe von Dusche und Wanne ist IP65 Pflicht, denn dort trifft Strahlwasser auf die Leuchte. Ein häufiger Fehler: Eine schöne Spiegelleuchte aus dem Wohnbereich wird ins Bad gehängt, weil sie optisch passt. Fehlt die passende IP-Kennzeichnung, ist das nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern kann bei einem Schaden auch Ärger mit der Versicherung geben.
Licht in Schichten planen statt eine Deckenlampe Eine einzelne Deckenleuchte macht jeden Raum flach und ungemütlich. Besser sind mehrere Ebenen: Grundlicht von der Decke, indirektes Licht an der Wand und punktuelles Licht zum Lesen oder für Bilder. Dafür braucht jede Leuchte einen eigenen Schalter oder zumindest eine schaltbare Steckdose. Dimmer sind praktisch, aber nicht jede Leuchte ist dimmbar; prüfen Sie das vor dem Kauf. Ein häufiger Fehler ist der Lichtschalter hinter der Tür, der im Dunkeln nicht gefunden wird. Setzen Sie ihn so, dass er vom Eingang aus mit der Hand erreichbar ist, ohne den Raum zu betreten. Für Flure und Durchgänge lohnt sich ein Wechselschalter oder ein Bewegungsmelder, der nur bei Bedarf einschaltet.
Die Schiene wird mit Dübeln und Schrauben an der Decke befestigt. Bei Beton brauchen Sie einen Bohrhammer und passende Dübel, bei Holz reichen Spanplattenschrauben. Richten Sie die Schiene exakt aus, bevor Sie die Schrauben endgültig anziehen. Eine Wasserwaage ist Pflicht. Bei langen Schienen sind mehrere Befestigungspunkte nötig, sonst hängt sie durch. Achten Sie darauf, dass die Schiene nicht mit anderen Leitungen kollidiert – prüfen Sie vor dem Bohren mit einem Leitungssuchgerät. Die elektrische Verbindung erfolgt über einen Einspeiser, der in die Schiene geklickt wird. Schieben Sie den Einspeiser nie unter Spannung ein; schalten Sie vorher die Sicherung aus. Ein typischer Fehler ist das Vertauschen von Phase und Null, was bei manchen Dimmsystemen zu Flackern führt.
Die Nachrüstung im Bestand beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Schalten Sie den Stromkreis ab und prüfen Sie, welche Leitungen vorhanden sind: zweiadrig ohne Schutzleiter, dreiadrig mit Schutzleiter oder bereits fünfadrig. Ohne Schutzleiter sind viele moderne Geräte und alle schutzisolierten Leuchten nicht zulässig. Unterputz verlegen bedeutet Stemmen, Verputzen, Streichen; Aufputz ist schneller, aber sichtbar. Wer eine neue Leitung zieht, sollte sie in einem Leerrohr verlegen, damit sie später nachgezogen werden kann. Das spart Jahre später viel Ärger.
Here is more info on http://qa.doujiju.com/index.php?qa=user&qa_1=kamilkowal61 stop by the web-site.