Wand statt Möbelstück Die einfachste Lösung ist eine schmale Konsole, die direkt an die Wand montiert wird, auf Höhe der Matratzenkante oder knapp darüber. Bei 8 bis 16 Quadratmetern reichen 20 bis 30 Zentimeter Tiefe völlig aus, um Tasse, Buch und Lampe abzustellen. Wichtig: Die Konsole muss in eine Wand mit tragfähigem Untergrund gedübelt werden, nicht in eine Leichtbauwand ohne geeignete Dübel. Ein häufiger Fehler ist die Montage zu tief, sodass man sich im Schlaf den Kopf stößt, oder zu hoch, wodurch das Ablegen im Liegen unmöglich wird. Alternativ lässt sich ein Wandregal mit umlaufender Kante nutzen, damit nichts dahinter fällt.
Zunächst wird die Palette zerlegt. Dafür eignet sich ein Kuhfuß oder ein Nagelzieher; mit einem Hammer allein splittert das Holz schnell. Die Bretter sollten vorsichtig von den Klötzen gehebelt werden, damit die Nagellöcher klein bleiben. Anschließend werden alle Nägel entfernt, auch die versteckten im Inneren der Klötze. Ein Metallsuchgerät spart hier viel Ärger. Danach werden die Bretter auf die gewünschte Länge gekürzt. Ein Couchtisch mit den Maßen 110 x 60 cm hat sich bewährt: Er passt vor die meisten Sofas und lässt sich aus zwei nebeneinander liegenden Palettenbrettern pro Reihe aufbauen.
Beim Verschrauben ist darauf zu achten, dass die Schrauben vorgebohrt werden. Palettenholz neigt zum Splittern, besonders an den Enden. Senkkopfschrauben mit einem Durchmesser von vier bis fünf Millimetern reichen aus. Wer durch zwei Bretter hindurch schraubt, sollte die Schraubenlänge so wählen, dass sie nicht auf der Oberseite austreten. Ein häufiger Fehler ist das Verleimen der gesamten Platte mit dem Untergestell. Besser ist es, die Platte nur punktuell zu fixieren, damit sie sich bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann. Andernfalls entstehen Spannungsrisse, die den Tisch instabil machen.
Ein stabiler Couchtisch aus Palettenholz steht und fällt mit der Auswahl der richtigen Palette. Europaletten mit dem Kennzeichen EUR oder EPAL sind für Möbelbau ideal, weil ihr Holz trocken, maßhaltig und frei von Schimmel ist. Paletten mit dem Stempel HT wurden hitzebehandelt, solche mit MB begast – letztere sind für den Innenbereich ungeeignet, weil Reste von Methylbromid zurückbleiben können. Wer eine Palette vom Baustoffhandel nimmt, sollte sie vor der Verarbeitung gründlich abschleifen und auf eingedrungene Steinchen oder Metallspäne prüfen. Diese zerstören sonst jedes Sägeblatt und hinterlassen hässliche Kratzer im Holz.
Baue zuerst einen Rahmen aus vier Kanthölzern. Dieser Rahmen trägt die Tischplatte und verhindert das Durchbiegen. Verschraube die Ecken mit zwei Schrauben pro Verbindung und bohre die Löcher vor. Ein zu dünner Bohrer lässt das Holz splittern, ein zu dicker hält die Schraube nicht. Setze die Schrauben nicht direkt an die Hirnholzkante, sondern mindestens zwei Zentimeter vom Rand entfernt. Wer hier spart, riskiert einen Riss entlang der Faser. Verstärke die Ecken zusätzlich mit Holzleim, denn Leim und Schraube zusammen halten mehr als jedes Element allein.
Eine Abstellkammer zwischen zwei und fünf Quadratmetern hat meist keine Fenster, oft keine Steckdose und fast immer eine Tür, die nach innen aufgeht. Wer das ignoriert, verliert beim Öffnen den halben Raum an den Türflügel und stellt Dinge dorthin, die niemand mehr erreicht. Der erste Schritt ist keine Regalplanung, sondern eine Messung: Türbreite, Türanschlag, lichte Höhe bis zur Decke, Tiefe der Kammer. Erst danach entscheidet sich, ob Regale an der Rückwand, an der Seitenwand oder an beiden Sinn ergeben.
Dunkelheit ist der zweite Fehler. In fensterlosen Kammern werden Gegenstände hinten schnell vergessen oder gar nicht als vorhanden erkannt. Eine einfache batteriebetriebene Leuchte mit Bewegungssensor an der Decke oder an der Innenseite der Tür löst das ohne Elektroinstallation. Transparente Behälter statt blickdichter Kartons machen den Inhalt auch ohne Öffnen erfassbar. Etiketten helfen nur, wenn sie groß und gut lesbar sind – kleine Aufkleber an schwer erreichbaren Stellen werden ignoriert.
Der Zusammenbau beginnt mit den Beinen. Die Klötze werden auf gleiche Höhe gebracht, indem man sie auf eine gerade Unterlage stellt und die Unterseite markiert. Die Tischplatte wird aus den Brettern mit zwei Querleisten verschraubt. Diese Querleisten stabilisieren die Platte und verhindern Verziehen. Die Beine werden von unten durch die Querleisten mit der Platte verschraubt. Schrauben mit Torx-Kopf und Teilgewinde halten besser als Kreuzschlitz. Vorbohren ist Pflicht, sonst platzt das weiche Palettenholz. Zwischen Holz und Schraubenkopf eine Unterlegscheibe legen, damit der Kopf nicht einsinkt.
Untergrund prüfen, nicht raten Danach folgt der Klebetest für den alten Anstrich. Ein Stück festes Klebeband auf die Wand drücken, kurz warten und kräftig abziehen. Bleiben Farbreste am Klebeband hängen, ist der Untergrund nicht tragfähig. In diesem Fall hilft nur Abwaschen mit warmem Wasser und einem Schuss Spülmittel oder ein geeigneter Abbeizer. Kreidende oder sandende Oberflächen werden so lange bearbeitet, bis sie sich fest anfühlen. Wer diesen Schritt überspringt, streicht auf einer Schicht, die sich später mitsamt der neuen Farbe ablöst.
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