Le coeur perdu – Paris

Welcher Bodenbelag passt in eine Mietwohnung?

Zuerst wird die Nische ausgemessen. Gemessen wird nicht nur die Breite zwischen den Laibungen, sondern auch die Tiefe an der schmalsten Stelle und die Höhe der Auflager links und rechts. Nischen sind fast nie rechtwinklig. Deshalb an mehreren Stellen messen und den kleinsten Wert verwenden. Wer nur einmal in der Mitte misst, wundert sich später über einen Spalt oder ein Brett, das sich nicht einschieben lässt. Ein Pappstreifen als Schablone spart hier viel Ärger.

Wann sich der Aufwand nicht loh

Vor dem eigentlichen Verputzen wird die Wand angefeuchtet, aber nicht durchnässt. Zu viel Wasser führt dazu, dass der neue Mörtel nicht abbinden kann und rissig wird. Zu wenig Wasser entzieht dem frischen Putz die Feuchtigkeit zu schnell, was ebenfalls Risse verursacht. Bei Kalk- oder Kalkzementputz arbeitet man in dünnen Lagen und lässt jede Schicht vor der nächsten ausreichend abbinden. Wer zu dick aufträgt, provoziert Schwundrisse und Ablösungen.

Der Zuschnitt erfolgt mit einer feinen Säge, damit die Kanten sauber bleiben. Anschließend werden die Schnittkanten leicht gebrochen und geschliffen. Bohrlöcher für die Auflager setzt man vor dem Einbau, nicht danach. Als Auflager dienen Dachlatten oder Kanthölzer, die mit Dübeln in der Wand oder seitlich in den Laibungen befestigt werden. In Altbauten ist der Untergrund oft bröselig; hier halten Injektionsdübel oder das Ausfüllen mit Reparaturmörtel zuverlässiger als reine Kunststoffdübel. Das Brett wird nicht verleimt, sondern nur aufgelegt oder von unten verschraubt, damit es sich zum Reinigen entnehmen lässt.

Zonen lassen sich auch ohne Wände trennen. Ein niedriges Regal, eine Bank, eine Pflanzengruppe oder ein Teppichwechsel markieren den Übergang zwischen Wohnen, Essen und Arbeiten. Diese Elemente sollten unter Augenhöhe bleiben, sonst wirkt der Bereich wieder geschlossen. Pflanzen in unterschiedlichen Höhen füllen Ecken, die sonst leer bleiben, und bringen Leben in die Fläche. Ein häufiger Fehler ist, jede Zone mit einem eigenen Stil zu füllen. Besser ist eine gemeinsame Basis aus zwei bis drei Farben und Materialien, die sich in allen Bereichen wiederholen.

Typische Fehler sind ein zu knapper Abstand zum Heizkörper, das Vergessen der Wärmeausdehnung und das Einbauen ohne Grundierung. Sperrholz nimmt Feuchtigkeit auf und quillt an den Kanten. Wer die Platte vor dem Einbau allseitig mit einer Grundierung behandelt, verhindert späteres Aufquellen und erleichtert das Reinigen. Auch das Versiegeln der offenen Stirnseiten gehört dazu. Wer die Ablage streicht, sollte eine hitzebeständige Farbe wählen, denn über einem Heizkörper werden manche Lacke mit der Zeit klebrig.

Am Ende gibt es keine pauschale Antwort. Parkett punktet mit Wertigkeit, verlangt aber Pflege. Vinyl ist robust und feuchtigkeitsbeständig, wirkt in manchen Räumen aber weniger warm. Laminat ist günstig und schnell verlegt, hält aber Feuchtigkeit schlecht aus. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte den Belag nach Nutzung, Untergrund und Auszugsregelung auswählen – nicht nach dem niedrigsten Preis. Wer diese drei Punkte vorab klärt, vermeidet die typischen Fehler und spart sich Ärger mit dem Vermieter.

Parkett ist der hochwertigste der drei Beläge, aber auch der empfindlichste. Echtes Parkett besteht aus Massivholz und reagiert auf Feuchtigkeit, Kratzer und direkte Sonneneinstrahlung. In Mietwohnungen wird es meist nur dann sinnvoll sein, wenn bereits Parkett vorhanden ist und Sie es lediglich abschleifen und versiegeln lassen wollen. Wer Parkett neu verlegen will, muss beachten, dass die Trittschalldämmung stimmt und der Untergrund eben ist. Ein häufiger Fehler: Parkett in Küche oder Bad verlegen, wo Wasser regelmäßig auf den Boden gelangt. Das führt zu Quellungen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.

Füße nicht unterschätzen. Palettenmöbel stehen oft direkt auf dem Boden und ziehen Feuchtigkeit. Vier Kanthölzer als Füße oder ein umlaufender Sockel schaffen Abstand. Wer das Sideboard auf Rollen setzen will, montiert diese nicht in die Stirnseite der Bretter, sondern in einen zusätzlichen Rahmen. Sonst brechen die Rollen beim ersten Schieben aus.

Laminat ist preiswert und optisch vielseitig, aber empfindlich gegen Feuchtigkeit. In Mietwohnungen eignet es sich für Schlaf- und Wohnzimmer, weniger für Bad, Küche oder Hauswirtschaftsraum. Wer Laminat verlegt, sollte eine Trittschalldämmung verwenden, die zum Untergrund passt – bei Fußbodenheizung ist eine andere Dämmung nötig als bei Beton. Ein häufiger Fehler: Laminat in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verlegen, etwa in einem schlecht gelüfteten Bad. Das Material quillt an den Kanten auf und lässt sich nicht reparieren.

Die Wahl des Bodenbelags in einer Mietwohnung ist keine reine Geschmacksfrage. Sie entscheidet darüber, wie viel Arbeit beim Auszug auf Sie zukommt, ob Sie eine Kaution zurückbekommen und ob der Vermieter nachträgliche Forderungen stellt. Wer zur Miete wohnt, sollte deshalb vor dem Kauf klären, was der Mietvertrag erlaubt und wie der Untergrund beschaffen ist. Ein Blick in die Vereinbarung und ein Gespräch mit der Hausverwaltung sparen späteren Ärger.

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