Le coeur perdu – Paris

Muffiger Geruch im Schrank: Ursache oder falsche Pflege?

Nutzen Sie die Rückseite der Küchentür. Ein schmales Regal oder eine Leiste mit Haken schafft Platz für Handtücher, Putzmittel oder Einkaufsbeutel. Achten Sie darauf, dass die Tür vollständig öffnet und das Regal nicht im Weg ist. Auch der Raum über dem Kühlschrank oder über den Oberschränken lässt sich mit passgenauen Boxen nutzen. Dort gehören Dinge hin, die nur selten gebraucht werden: Vorratsgläser, seltene Backformen, Getränkevorräte. Beschriften Sie die Boxen, sonst wird das Suchen zum Zeitproblem.

Demontieren Sie alle Türen, Schubladen und Griffe. Reinigen Sie die Flächen mit einem Fettlöser, denn Küchenfett sitzt tief in den Poren. Spülen Sie mit klarem Wasser nach und lassen Sie alles vollständig trocknen. Kleben Sie Glasflächen, Arbeitsplatten und angrenzende Wände mit Malerkrepp ab. Schleifen Sie die Fronten gleichmäßig an, entfernen Sie den Staub mit einem feuchten Tuch. Tragen Sie dann – falls nötig – die Grundierung dünn auf. Zu viel Grundierung führt zu Nasen und einem unruhigen Untergrund. Nach dem Trocknen schleifen Sie die Grundierung leicht mit Körnung 320, damit die Deckfarbe besser haftet.

Beim Aufstellen selbst ist der Transportschutz zu entfernen. Die Transportsicherungen an der Rückseite verhindern Schäden während des Transports, dürfen aber im Betrieb nicht stecken bleiben. Wer sie vergisst, riskiert einen Lagerschaden und eine laute, wandernde Maschine. Nach dem Aufstellen wird die Maschine mit einer Wasserwaage ausgerichtet. Alle vier Füße müssen fest auf dem Boden stehen. Eine schiefe Maschine schleudert unsauber und kann den Boden beschädigen.

Wenn der Geruch trotz alledem bleibt, steckt er oft im Material. Spanplatten und Sperrholz nehmen Feuchtigkeit und Gerüche auf und geben sie langsam wieder ab. Dann hilft nur noch: Schrank leeren, alle Flächen mit einer Lösung aus Wasser und Natron abwischen, trocknen lassen und bei anhaltendem Schimmelbefall den Schrank ersetzen. Ein Hygrometer im Schrank zeigt zuverlässig, ob die Maßnahmen greifen. Wer Werte unter 50 Prozent hält und Kleidung nur trocken einräumt, hat dauerhaft Ruhe vor dem Muff.

Gegen den Geruch selbst helfen Hausmittel, aber nur als Ergänzung. Kaffeesatz, Natron oder Katzenstreu in offenen Schälchen binden Gerüche, bekämpfen aber nicht die Ursache. Essig und Zitronensäure wirken gegen viele Bakterien, greifen jedoch empfindliche Stoffe an. Wer Essig verwendet, sollte den Schrank danach gut auslüften lassen, sonst riecht die Kleidung nach Essig. Kräuterbeutel mit Lavendel oder Rosmarin überdecken nur, sie desinfizieren nicht. Ein häufiger Fehler ist, den Schrank mit Duftsprays zu besprühen. Der Alkohol darin trocknet Materialien aus, der Duft mischt sich mit dem Muff und verstärkt ihn oft.

Für beide Räume gilt: Akku- oder batteriebetriebene Leuchten sind flexibler als feste Installationen, aber sie müssen regelmäßig geladen werden. Ein leerer Akku in der Nacht ist nutzlos. Wer feste Steckdosen nutzt, sollte auf Modelle mit Dämmerungssensor achten, die nur bei Dunkelheit aktiv werden. So brennt das Licht nicht unnötig am Tag und die Stromkosten bleiben gering. Vermeiden Sie Leuchten mit Kippschalter, die im Halbdunkel schwer zu finden sind.

Richtig lüften, nicht nur lüften Viele lüften den Schrank einmal und wundern sich, dass der Geruch wiederkommt. Entscheidend ist, dass die Luft zirkulieren kann. Kleidung nicht zu dicht hängen, keine Stapel bis zur Decke, keine Folienbeutel über Anzügen. Zwischen den Kleidungsstücken sollte ein Fingerbreit Platz bleiben. Wer den Schrank randvoll packt, schafft ein Mikroklima, in dem Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Ein kleiner Ventilator für zehn Minuten pro Tag, vor den offenen Schrank gestellt, beschleunigt den Luftaustausch erheblich.

Filter und Bürsten entscheiden über die Saugkra

Ein muffiger Geruch im Kleiderschrank entsteht fast nie von allein. Meist sind es zwei Faktoren, die zusammenwirken: Restfeuchtigkeit und organische Rückstände. Feuchtigkeit allein riecht nicht, aber sie ermöglicht Bakterien und Schimmelpilzen das Wachstum. Organische Rückstände liefern ihnen die Nahrung. Wer den Geruch dauerhaft loswerden will, muss deshalb an beiden Punkten ansetzen, nicht nur an der Oberfläche.

Nachhaltig vorbeugen heißt: Kleidung nur trocken einräumen. Nach dem Tragen mindestens eine Stunde auslüften lassen, nicht direkt in den Schrank. Schweißnasse Hemden und Sportkleidung sofort in die Wäsche, nicht in den Wäschekorb im Schlafzimmer. Unterwäsche und Socken nicht monatelang lagern, sondern regelmäßig durchlüften. Wer zur Schimmelbildung neigt, kann den Schrank einmal im Jahr mit einer Mischung aus Wasser und einem Schuss Essigessenz auswischen und danach trocken nachwischen. Anschließend zwei Tage offen stehen lassen.

Die erste Frage lautet: Woher kommt die Feuchtigkeit? Häufige Ursachen sind nasse oder leicht feuchte Kleidung, die direkt in den Schrank gehängt wird, ein Schrank an einer Außenwand ohne Luftzirkulation, ein defektes Bügeleisen im selben Raum oder Wäsche, die im Badezimmer trocknet. Prüfen lässt sich das mit einem einfachen Feuchtigkeitsmessgerät oder einem Hygrometer. Liegt die Luftfeuchtigkeit im Schrank über 60 Prozent, ist das Problem gefunden. Dann hilft nur Lüften: Tür offen lassen, regelmäßig stoßlüften, Abstand zur Wand von mindestens fünf Zentimetern einhalten.

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