Le coeur perdu – Paris

Lehmbank mit PCM: Wärme bleibt im Raum, wo sie hingehört

Der häufigste Fehler: PCM-Flächen werden an Außenwänden montiert, die von der Sonne aufgeheizt werden. Dann kämpft das Material gegen eine Wand an, die selbst Wärme nach innen strahlt. Besser sind Innenwände, Decken oder Möbelstücke, die frei im Raum stehen und von Luft umströmt werden. Eine PCM-Platte hinter einem Schrank oder direkt an einer gedämmten Außenwand bleibt wirkungslos. Auch Teppiche oder Vorhänge davor blockieren den Luftaustausch.

Vor dem Bohren die Position der Wasserleitungen und Stromkabel prüfen. In Abstellkammern verlaufen oft Heizungsrohre dicht unter der Oberfläche. Ein Leitungssuchgerät oder zumindest ein Blick auf die Pläne schützt vor teuren Schäden. Nach dem Setzen der Dübel den Schrank anheben, ausrichten und erst dann festziehen. Eine Wasserwaage an der Vorderkante zeigt, ob der Korpus senkrecht steht. Kippelt der Schrank, liegt es meist an einer unebenen Wand, nicht an den Dübeln.

Vor dem Kauf sollte das Gewicht des Bildes bekannt sein. Eine Küchenwaage hilft. Zusätzlich zählt die Beschaffenheit des Untergrunds: Hinter der Fuge sitzt meist Rigips oder Beton. Bei Rigips sind Klebelösungen oft besser als Dübel, bei Beton hält ein guter Kleber ebenfalls zuverlässig. Nach dem Anbringen empfiehlt es sich, den Haken vierundzwanzig Stunden unbelastet zu lassen. So lässt sich später leichter nachvollziehen, ob ein Ablösen an der Vorbereitung oder am Gewicht lag.

Wer ein solches Bild kauft, sollte auf die Angabe der Speicherkapazität achten. Sie wird in Kilojoule oder in Wattstunden pro Quadratmeter angegeben. Für einen spürbaren Effekt in einem normalen Raum von 20 Quadratmetern braucht man mindestens zwei bis drei Quadratmeter Bildfläche mit hoher Kapazität, nicht ein einzelnes kleines Format. Wichtig ist auch die Schmelztemperatur des PCM: Sie muss zum Wohnbereich passen, typisch sind 23 bis 26 °C. Liegt sie bei 28 °C, schmilzt das Material erst, wenn es längst zu heiß ist.

Eine Sitzbank aus Lehm mit eingebetteten PCM-Kassetten speichert Wärme anders als ein Heizkörper. PCM steht für Phasenwechselmaterial: Paraffin oder Salzgemische, die bei einer festgelegten Temperatur schmelzen und dabei große Energiemengen aufnehmen, ohne dass die Oberfläche heißer wird. Beim Abkühlen geben sie die Wärme wieder ab. In einer Lehmbank liegen diese Kassetten in Reihen zwischen zwei Stampflehm- oder Lehmputzschichten. Die Bank fühlt sich nie heiß an, sondern gibt über Stunden gleichmäßig Wärme ab – ein Möbelstück, das man nicht als Heizung erkennt.

Zum Schluss die Beladung gleichmäßig verteilen. Schwere Werkzeuge oder Vorräte gehören auf den Boden des Schranks, leichte Dinge nach oben. Nach dem ersten Befüllen alle Schrauben noch einmal nachziehen, denn durch das Gewicht setzt sich die Verbindung. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt einen Wandschrank, der auch in einer schmalen Abstellkammer dauerhaft sicher sitzt.

Eine Abstellkammer ist meist klein, hat schmale Wände und oft keine tragfähige Decke. Ein Wandschrank muss dort zwei Dinge leisten: viel Stauraum auf wenig Grundfläche und eine Verankerung, die auch bei schwerer Beladung hält. Wer einfach ein Regal an die Wand dübelt, riskiert, dass die Konstruktion bei der ersten vollen Kiste ausreißt. Entscheidend sind deshalb die Wandbeschaffenheit, die Wahl der Verbindungsmittel und die Lastverteilung.

Die Verankerung erfolgt an mindestens vier Punkten, zwei oben und zwei unten, jeweils in Wandabstand von etwa zehn Zentimetern zu den Ecken. Bei einer Abstellkammer mit zwei gegenüberliegenden Wänden kann der Schrank zusätzlich verspannt werden, indem man ihn zwischen beiden Wänden einklemmt und mit Winkeln sichert. Ein einzelner mittiger Dübel reicht nie aus, weil sich der Korpus dann um diese Achse drehen kann. Schrauben immer mit Unterlegscheiben verwenden, damit der Kopf nicht in die Platte einsinkt.

Wie die Unterkonstruktion aufgebaut wird Für die Abstellkammer eignet sich ein Korpus aus Leimholzplatten oder stabilen Spanplatten mit einer Stärke von mindestens achtzehn Millimetern. Seitenwangen, Boden und Deckel werden mit Flachdübeln oder Exzenterverbindern verschraubt, nicht nur geleimt. Wer den Schrank später versetzen will, sollte auf Schrauben setzen. Die Rückwand aus dünner Hartfaserplatte stabilisiert den Korpus gegen Verwinden, trägt aber keine Last. Wichtig: Die Rückwand nicht als Auflage für schwere Gegenstände einplanen.

Zuerst prüfen, woraus die Wand besteht. Gipskartonwände brauchen Hohlraumdübel mit Metallflügeln oder besser noch eine Verstärkung durch eine dahinterliegende Holzplatte. Bei Mauerwerk aus Ziegel oder Beton reichen Kunststoffdübel in der Regel nicht aus, wenn der Schrank mehr als zwanzig Kilogramm tragen soll. Hier sind Schwerlastanker mit Spreizmechanik sinnvoll. Eine häufige Fehlerquelle ist das Bohren ohne Staubsauger: Bohrmehl im Loch verhindert, dass der Dübel greift, und die Verbindung lockert sich mit der Zeit.Nachhaltig bauen, wohnen und arbeiten – modernes Holzhaus mit guten Ideen | ARD Room Tour

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