Le coeur perdu – Paris

Wenn das Bett nicht passt, hilft nur die richtige Größe

Die Entscheidung hängt vom Alltag ab, nicht vom Geschmack allein. Ein Bett in einem trockenen Schlafzimmer ohne Kinder profitiert von einer geölten Oberfläche, weil sie sich reparieren lässt und mit der Zeit eine eigene Patina entwickelt. Wo häufig getobt, gegessen oder mit nassen Haaren ins Bett gegangen wird, spielt Lack seine Stärke aus. Wachs liegt dazwischen und ist nur sinnvoll, wenn man bereit ist, alle paar Jahre nachzuarbeiten. Wer eine geölte oder gewachste Fläche mit einem feuchten Microfasertuch putzt und dabei Spülmittel verwendet, zerstört die Schutzschicht innerhalb weniger Wochen. Für alle drei Varianten gilt: milde Seife, kaum Wasser, sofort trocken nachwischen.

Die Höhe des Bettes wird oft vernachlässigt. Standardrahmen liegen zwischen 40 cm und 50 cm über dem Boden. Wer schwer aus dem Bett kommt, sollte eine höhere Liegefläche wählen. Auch die Matratzenhöhe spielt eine Rolle: Eine 25 cm hohe Matratze auf einem 40 cm hohen Rahmen ergibt eine Liegehöhe von 65 cm. Prüfen Sie, ob Bettwäsche mit der Matratzenhöhe kompatibel ist. Spannbettlaken haben eine begrenzte Dehnbarkeit und rutschen bei zu hohen Matratzen ab.

Die klassische Dreiteilung und ihre Grenz

So ermitteln Sie die richtigen Maße vor dem Kauf Messen Sie zuerst das vorhandene Bett oder den geplanten Stellplatz. Legen Sie ein Maßband an der Innenseite des Rahmens an, nicht an der Außenseite. Notieren Sie Breite und Länge an mehreren Stellen, denn Holz arbeitet und Rahmen können leicht verzogen sein. Bei einem Bettgestell ohne Lattenrost messen Sie den Abstand zwischen den Auflagen, auf denen der Rost später liegt. Prüfen Sie zusätzlich die Tiefe der Matratzenaufnahme: Manche Rahmen haben eine umlaufende Lippe, die die Matratze hält. Diese Lippe verringert das nutzbare Innenmaß um einige Millimeter bis Zentimeter.

Ein weiterer typischer Fehler betrifft die Höhe. Das Innenmaß eines Bettgestells bezieht sich nur auf Breite und Länge. Die Einlegetiefe, also wie tief die Matratze im Rahmen versinkt, wird separat angegeben. Ist die Matratze zu dick, steht sie über und rutscht. Ist sie zu dünn, entsteht eine Kante, die drückt. Messen Sie deshalb auch die Höhe der Rahmenauflage und vergleichen Sie sie mit der Matratzenhöhe. Nur wenn alle drei Maße zusammenpassen, liegt die Matratze sicher und bequem.

Für Kinder sind niedrige Betten praktisch, weil sie selbst hinein- und hinauskommen und weil ein Sturz aus geringer Höhe harmlos bleibt. Für Erwachsene lohnt sich die Umstellung vor allem in kleinen Räumen: Ein flaches Bett wirkt weniger massiv und lässt den Raum größer erscheinen. Wer jedoch morgens unter Zeitdruck steht und sich schwer aus dem Liegen löst, sollte die Höhe nicht unter dreißig Zentimeter senken. Der Unterschied zwischen angenehm tief und zu tief ist kleiner, als man denkt, und zeigt sich erst nach ein paar Wochen im Alltag.

Das Außenmaß beschreibt die äußere Kante eines Gegenstands. Bei einem Bettgestell misst man also von der linken Außenseite des Rahmens bis zur rechten Außenseite. Das Innenmaß dagegen gibt den tatsächlich nutzbaren Raum an, also die Fläche, die zwischen den Rahmenhölzern oder Metallprofilen liegt. Eine Matratze muss in dieses Innenmaß hineinpassen, nicht in das Außenmaß. Wer die Maße verwechselt, bestellt eine Matratze, die entweder zu klein ist und verrutscht oder zu groß ist und sich nicht einsetzen lässt.

Den Lattenrost an die Schräge anpassen, ohne die Matratze zu ruinieren Die meisten Lattenroste bestehen aus einem Rahmen mit Querhölzern und Federleisten. Wenn das Bett schmaler werden muss, kürzt man den Rahmen an der Seite, die unter der Schräge liegt. Dazu den Rost aus dem Bett nehmen, die zu entfernenden Leisten markieren und mit einer feinen Säge abschneiden. Wichtig ist, die Schnittkanten anschließend zu schleifen und mit Holzschutz zu behandeln, damit keine Splitter entstehen. Die Matratze darf nach dem Kürzen nicht über den Rahmen hinausragen, sonst verliert sie Halt und verrutscht. Wer den Rost nicht selbst kürzen will, kann ihn beim Schreiner anpassen lassen – das ist oft günstiger als ein Neukauf.

Der Aufstieg ist das eigentliche Problem Aus einem Bett in zwanzig Zentimetern Höhe aufzustehen ist für gesunde Menschen unproblematisch, für Menschen mit Knie- oder Hüftbeschwerden aber oft schwieriger als aus einem hohen Bett. Der Grund: Man kann nicht nach unten abrollen und die Beine bequem aufsetzen, sondern muss sich seitlich hochdrücken. Wer sich testweise auf den Boden legt und ohne Hilfe aufsteht, spürt sofort, welche Muskeln das fordert. Ein niedriges Bett ohne stabile Kante zum Abstützen wird dann zum täglichen Hindernis. Eine feste Wand oder ein schweres Möbelstück in Reichweite löst das meist besser als jeder Griff am Rahmen.

Bei Lattenrosten und Matratzen ist die Lage ähnlich. Ein Lattenrost mit 90×200 Außenmaß hat oft eine Liegefläche von nur 85×195 oder 88×198. Die Matratze sollte immer auf das Innenmaß des Lattenrosts abgestimmt sein, nicht auf dessen Außenkante. Sonst entstehen Spalten, in denen die Matratze nachgibt, oder Überstände, die den Rahmen beschädigen. Prüfen Sie vor dem Kauf die technischen Daten des Rosts: Viele Hersteller geben sowohl Außen- als auch Innenmaß an. Fehlt das Innenmaß, fragen Sie beim Verkäufer nach oder messen Sie selbst nach, sobald der Rost geliefert wurde.

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