Le coeur perdu – Paris

Dusche im Altbau einbauen: Der Fehler mit der Bodenfreiheit

So prüft man die richtige Höhe, bevor man kau

Langfristig ist offene Aufbewahrung im Bad nur für wenige Teile sinnvoll: den Bademantel, der nach dem Duschen ohnehin feucht wird, oder das Handtuch, das täglich gewechselt wird. Alles andere gehört in einen trockenen Raum. Wer diese Trennung nicht einhält, spart kurzfristig Wege und zahlt später mit muffiger Kleidung, Flecken und gesundheitlichen Beschwerden durch Schimmelsporen. Die beste Lösung bleibt deshalb unspektakulär: Kleidung raus aus dem Bad, außer sie ist trocken und wird dort nur kurzzeitig genutzt.

Beim Verlegen im Schlafzimmer gelten klare Regeln. Kabel dürfen nicht über Bettkanten oder Laufwege gespannt werden, sonst entstehen Scheuerstellen. Kabelkanäle aus Kunststoff lassen sich mit Klebeband befestigen, hinterlassen aber Rückstände; besser sind Kanäle zum Schrauben an vorhandenen Leisten oder zur Befestigung mit lösbaren Klettpunkten. Für indirektes Licht hinter dem Kopfteil reicht ein selbstklebendes LED-Band mit Steckernetzteil; achte darauf, dass das Netzteil nicht unter der Matratze liegt, dort staut sich Wärme.

Wer in einem Altbau ein kleines Bad mit Dusche ausstatten will, stößt zuerst auf ein Problem, das nichts mit Geschmack zu tun hat: Der Abfluss muss unter dem Duschbereich liegen, und zwar mit Gefälle. In Häusern mit Holzbalkendecke oder alten Steinböden lässt sich der Boden meist nicht tief genug ausnehmen. Wer trotzdem eine bodengleiche Dusche plant, ohne vorher die Deckenkonstruktion zu prüfen, zahlt am Ende für einen erhöhten Podest – und verliert genau die Fläche, die gewonnen werden sollte.

Wer trotzdem offen aufbewahren will, sollte drei Regeln einhalten. Erstens: Nur vollständig trockene Kleidung bleibt im Bad. Feuchte Stücke gehören sofort in einen anderen Raum oder auf einen Wäscheständer mit Abstand zur Wand. Zweitens: Der Abstand zur Dusche sollte mindestens zwei Meter betragen, oder es wird eine Trennwand oder ein Vorhang dazwischen genutzt. Drittens: Nach dem Duschen wird mindestens zehn Minuten gelüftet, idealerweise mit Durchzug. Stoßlüften senkt die Luftfeuchtigkeit schneller als ein gekipptes Fenster über Stunden. Wer kein Fenster hat, braucht eine leistungsfähige Abluft, die während und nach dem Duschen läuft.

Ein weiterer Vorteil ist die Wärmespeicherung. Lehmwände nehmen Wärme auf und geben sie zeitverzögert wieder ab, was Temperaturschwankungen abmildert. In Altbauten mit feuchten Wänden kann Lehm außerdem dazu beitragen, oberflächliche Feuchtigkeit zu puffern, sofern die Ursache – etwa eindringendes Wasser oder mangelnde Drainage – beseitigt ist. Ohne diese Sanierung bleibt Lehm nur ein Kosmetikum. Wer die Ursache kennt und behebt, bekommt mit Lehm eine Wand, die aktiv am Raumklima arbeitet, statt es nur zu dekorieren.

Für offene Systeme eignen sich Materialien, die selbst nicht schimmeln und die Luftzirkulation nicht blockieren. Metallgestelle, offene Regale aus Kunststoff oder lackiertem Holz und Haken mit Abstand zueinander sind besser als dichte Stofforganizer. Kleidungsstücke sollten nicht übereinander hängen, sondern mit einer Handbreit Abstand, damit die Luft an alle Seiten kommt. Ein weiterer praktischer Punkt: Kleidung, die im Bad hängt, regelmäßig kontrollieren. Riecht sie muffig, ist das ein Warnsignal. Dann hilft nur Waschen bei hoher Temperatur oder – bei empfindlichen Stoffen – eine gründliche Lüftung an einem trockenen, sonnigen Ort.

Die praktikable Alternative ist eine flache Duschwanne mit geringer Aufbauhöhe. Modelle mit einer Höhe von etwa vier bis sechs Zentimetern lassen sich oft so setzen, dass der Ablauf seitlich oder nach hinten geführt wird. Der Boden muss dann nur minimal geöffnet werden. Vor dem Kauf lohnt es sich, die lichte Höhe zwischen Oberkante Fertigboden und Unterkante der Türzarge zu messen. Passt die Wanne nicht unter die Tür, wird sie zum Stolperstein im wahrsten Sinne.

Die sichtbaren Folgen zeigen sich selten sofort. Zuerst riecht das Shirt muffig, obwohl es frisch gewaschen war. Dann bilden sich auf Baumwolle und Leinen kleine graue oder schwarze Punkte – Schimmel. Besonders betroffen sind dicht gewebte Stoffe, dicke Frotteeware und alles, was längere Zeit unbewegt hängt. Wer Kleidung offen im Bad aufbewahrt, sollte deshalb nicht nach Gefühl entscheiden, sondern nach Messwerten. Ein einfaches Hygrometer zeigt, wann die Luftfeuchtigkeit im Raum über 60 Prozent liegt. Ab diesem Wert beginnt das Risiko, dass Textilien nicht mehr vollständig trocknen.

Für die Verarbeitung gilt: Lehmputz wird in der Regel zwei- bis dreilagig aufgetragen, wobei die letzte Lage feiner ist. Nach dem Trocknen lässt sich die Oberfläche glätten oder strukturiert belassen. Ein Anstrich mit Lehmfarbe oder Kalkfarbe erhält die Diffusionsfähigkeit, während Dispersionsfarben sie blockieren. Besonders in Schlafräumen und Wohnräumen mit vielen Personen zahlt sich die Feuchteregulierung aus, weil die Luft nicht so schnell kippt und die Heizung weniger stark arbeiten muss, um ein behagliches Klima zu halten.

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