Le coeur perdu – Paris

Warum zerbricht Rattan beim Reinigen, wenn die Flechtung vorher nicht gesichert ist?

Typische Fehler: zu grobe Körnung, zu viel Paste, zu langes Polieren an einer Stelle. Auch die falsche Unterlage – Sandkörner auf dem Tuch – verschlimmert den Schaden. Verzichten Sie auf Hausmittel wie Zahnpasta oder Scheuermilch. Sie mögen den Glanz kurz verbessern, hinterlassen aber eine mattierte Fläche, die im Licht sichtbar bleibt. Nach dem Polieren reinigen Sie die Stelle gründlich, sonst bleiben Schleifmittelreste zurück.

Anschließend werden alle losen Stränge vorsichtig in ihre ursprüngliche Position zurückgelegt. Ein Zahnstocher oder eine stumpfe Nadel hilft, einzelne Fasern wieder unter die benachbarten Stränge zu schieben. Auf keinen Fall wird daran gezogen, denn trockenes Rattan bricht spröde. Ist ein Strang bereits vollständig durch, wird er nicht geklebt, sondern vor der Reinigung mit einem kurzen Stück Bast oder einem passenden Faden fixiert. Diese provisorische Sicherung hält während der gesamten Nassphase und verhindert, dass sich die Flechtung aufzieht.

Wenn das Furnier trotz korrekter Einstellungen abblättert, prüfe die Leimfuge nach dem Pressen. Eine gute Fuge ist dünn, gleichmäßig und leicht durchscheinend. Ist sie weiß und mehlig, war zu wenig Leim oder zu viel Feuchtigkeit im Spiel. Ist sie glasig und hart, wurde zu stark gepresst. In beiden Fällen hilft nur: Auftrag, Druck und Zeit neu justieren – nicht einfach die Leimmenge erhöhen. Denn zu viel Leim ist genauso ein Fehler wie zu wenig.

Sind die Winkel der Zargen verzogen oder die Sitzfläche hat sich gesetzt, reicht Leimen allein nicht. Hier muss der Winkel neu gesetzt werden. Dazu die Verbindung lösen, das Holz an der Auflagefläche leicht nacharbeiten und mit einem Winkel prüfen, ob Bein und Zarge wieder im rechten Winkel zueinander stehen. Erst dann leimen und verkeilen. Ein typischer Fehler ist, den Winkel nur nach Augenmaß zu richten. Mit der Zeit sackt der Stuhl dann wieder durch. Wer unsicher ist, spannt eine gerade Leiste als Hilfslinie an und kontrolliert den rechten Winkel mit einem Anschlagwinkel.

Ein häufiger Fehler ist außerdem die zu hohe Saugleistung. Viele Geräte haben eine stufenlose Regelung, die kaum jemand nutzt. Für Polster reicht meist die niedrigste oder mittlere Stufe. Ist die Saugkraft zu stark, zieht die Düse den Stoff ein, Falten entstehen, und die Kanten des Aufsatzes schaben über das Gewebe. Bei älteren Sofas mit lockerem Bezug lohnt es sich, die Düse mit einer Hand flach zu halten, während die andere das Polster glatt streicht.

Rattanmöbel und geflochtene Körbe verlieren ihren Halt, sobald sich einzelne Stränge lösen und beim Abwischen gegeneinander arbeiten. Wer mit einem nassen Tuch über eine brüchige Flechtung fährt, zieht Fasern heraus, die bereits halb gebrochen sind. Bevor also Wasser, Seife oder Bürste zum Einsatz kommen, muss die Flechtung selbst stabilisiert werden. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob die Reinigung gelingt oder ob nachher mehr Schaden als vorher sichtbar ist.

Die Flechtung zuerst mit den Händen prüfen Zunächst wird das gesamte Geflecht mit den Fingern abgetastet. Lose Enden, aufstehende Späne und Risse werden markiert, indem ein Stück Klebeband daneben gesetzt wird. Besonders an den Kanten, an Übergängen zu Rahmen und an stark beanspruchten Sitzflächen sitzen die Schwachstellen. Wer diese Stellen erst beim Wischen entdeckt, hat bereits Fasern herausgerissen. Bei trockenem Rattan reicht oft schon ein leichtes Ziehen, um zu sehen, ob ein Strang noch hält oder nur optisch intakt ist.

Eine Schublade, die klemmt, verleitet dazu, kräftig zu ziehen. Genau das macht es meist schlimmer. Wer ruckartig reiße, verkantet die Laufschienen noch stärker, biegt die Führung oder reißt den Boden aus der Nut. Besser ist es, die Ursache in Ruhe zu suchen. Klemmt die Lade auf einer Seite stärker, sitzt sie schief in der Führung. Klemmt sie auf beiden Seiten gleichmäßig, liegt es oft an gequollenem Holz, verharztem Fett oder einem Fremdkörper in der Schiene.

Kratzer in Glasplatten sind ein Ärgernis, aber nicht immer ein Grund zum Austausch. Entscheidend sind Tiefe, Lage und Art des Kratzers. Ein oberflächlicher Kratzer, der nur den Glanz stört und mit dem Fingernagel nicht spürbar ist, lässt sich meist mit Politur deutlich reduzieren. Ein tiefer Riss oder ein Sprung bleibt sichtbar und schwächt die Platte – hier ist Polieren Zeitverschwendung und kann sogar die Bruchgefahr erhöhen.

Zuerst die Lade ganz herausnehmen, sofern sie sich noch bewegen lässt. Dazu die Schublade bis zum Anschlag herausziehen, dann die Entriegelung an den Schienen drücken oder den Hebel anheben. Bei alten Auszügen ohne Entriegelung die Lade anheben und gleichzeitig nach vorn ziehen. Danach die Schienen mit einer Taschenlampe prüfen. Häufige Funde: Krümel, ein eingerolltes Stück Papier, ein abgebrochener Kunststoffnocken oder ein loser Schraubenkopf, der in der Führung hängt. Solche Teile mit einer Pinzette oder einem dünnen Draht entfernen, nicht mit dem Finger in die Schiene greifen.

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