Lässt sich der Kalk nicht vollständig lösen oder ist das Gewinde beschädigt, ist ein neuer Perlator die einfachere Lösung. Beim Kauf auf das Gewinde achten: Außengewinde oder Innengewinde, dazu die Größe. Ein falsch gewählter Perlator lässt sich nicht dicht einschrauben und tropft an der Verbindung. Nach dem Einsetzen den Hahn langsam öffnen und prüfen, ob der Strahl gerade austritt und ob es an der Verschraubung trocken bleibt. Spritzt der Strahl weiterhin seitlich, sitzt eine Scheibe verkehrt oder der Perlator ist nicht richtig festgedreht.
Wenn alle Hausmittel versagen, bleibt der Gang zum Wasserversorger. Rufen Sie dort an und schildern Sie den Geschmack. Oft kann der Versorger sagen, ob gerade Bauarbeiten oder eine Umstellung im Netz liefen. In manchen Fällen kommt ein Mitarbeiter vorbei und nimmt eine Probe. Bis dahin gilt: Abgekochtes Wasser ist zum Trinken sicher, aber der Geschmack kann sich dadurch verstärken. Für Kaffee oder Tee ist abgekochtes Wasser mit metallischem Beigeschmack ohnehin ungeeignet. Letztlich hilft nur die genaue Eingrenzung – vom Hahn über die Leitung bis zum Speicher.
Zur Vorbeugung reicht es, den Perlator alle paar Monate abzunehmen und kurz zu spülen. In Regionen mit hartem Wasser ist das sinnvoller als jede chemische Behandlung. Wer den Kalk früh entfernt, muss nie mit Werkzeug nachhelfen und vermeidet Kratzer an der Armatur. Ein gerader Strahl ist am Ende kein Zufall, sondern das Ergebnis einer sauberen, richtig zusammengesetzten Einheit.
Ein Wasserstrahl, der nicht mehr gerade nach unten läuft, sondern seitlich aus dem Hahn spritzt, ist fast immer ein Zeichen für Kalk im Perlator. Der Perlator sitzt am Ende des Auslaufs und besteht aus einem Sieb, mehreren Lochscheiben und oft einem Dichtungsring. Kalk setzt sich bevorzugt an den feinen Öffnungen ab, verengt sie ungleichmäßig und lenkt das Wasser zur Seite. Bevor man den Perlator abschraubt, sollte man prüfen, ob der Strahl nur bei geöffnetem Hahn spritzt oder auch bei geschlossenem. Tropft es zusätzlich, ist meist auch die Dichtung betroffen.
Nach dem Entkalken spülen Sie mit klarem Wasser mindestens zwei volle Tankfüllungen durch. Sonst bleiben Säurereste im System, und der nächste Kaffee schmeckt chemisch. Prüfen Sie danach, ob die Maschine noch tropft. Oft ist das Tropfen sofort weg, weil der Kalk im Ventil gelöst wurde. Wenn nicht, wiederholen Sie den Vorgang nicht endlos, sondern tauschen Sie das Ventil oder die Dichtung. Ein häufiger Fehler ist, nur den sichtbaren Auslauf zu reinigen und die Heizung zu vergessen. Ein anderer Fehler: Essig verwenden. Essig greift Gummi und Kunststoff an und hinterlässt einen hartnäckigen Geruch. Nehmen Sie besser einen Entkalker auf Zitronensäurebasis, aber dosieren Sie ihn nicht stärker als vorgeschrieben.
Nach dem Abschrauben die Einzelteile auseinandernehmen: Sieb, Lochscheiben, Dichtung. Die Reihenfolge beim Zusammenbau merken oder fotografieren. Die Dichtung nie mit Essig behandeln, wenn sie aus Gummi besteht, denn Säure greift Gummi an und macht ihn spröde. Kalkreste an den Kunststoffteilen mit einer alten Zahnbürste entfernen. Bei starken Ablagerungen die Teile für einige Stunden in ein Gemisch aus Wasser und Essig oder Zitronensäure legen. Danach gründlich mit klarem Wasser spülen, damit keine Säurereste im Trinkwasser landen.
Bei Maschinen mit eingebautem Mahlwerk und Brühgruppe, etwa Vollautomaten, sollten Sie nach dem Entkalken die Brühgruppe herausnehmen und unter warmem Wasser abspülen. Trocknen Sie sie ab, bevor Sie sie einsetzen. Achten Sie darauf, dass keine Kalkbrösel im Gehäuse liegen bleiben; sie können die Mechanik blockieren. Wenn die Maschine nach dem Entkalken immer noch tropft, liegt es fast immer an einer verschlissenen Dichtung am Ventil oder am Auslauf. Diese Teile kosten wenig und sind oft ohne Werkzeug wechselbar. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, ob Ihre Maschine dafür vorgesehen ist.
So gehen Sie beim Entkalken richtig vor Entfernen Sie zuerst den Filter und leeren Sie den Wassertank. Mischen Sie Entkalker nach Herstellerangabe mit Wasser. Bei Maschinen mit festem Wassertank füllen Sie die Lösung direkt ein. Bei Maschinen mit abnehmbarem Tank können Sie auch den Tank separat entkalken, aber die Heizung erreichen Sie nur über den Brühvorgang. Lassen Sie die Lösung nicht länger als angegeben einwirken, sonst greift sie Dichtungen an. Starten Sie dann einen Brühvorgang ohne Kaffeepulver, am besten in zwei Durchgängen. Fangen Sie die Flüssigkeit in einem Gefäß auf, nicht in der Tasse.
Zur regelmäßigen Entkalkung reicht eine Mischung aus warmem Wasser und einem Schuss Essig oder Zitronensäure. Die Lösung im Gerät erhitzen, zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen, dann mit einer weichen Bürste nachhelfen und gründlich klar nachspülen. Bei starken Ablagerungen den Vorgang wiederholen. Wichtig: Nie mit einem Schraubenzieher oder Messer den Kalk abschaben, das zerstört die Heizplatte. Wer sein Gerät zweimal im Monat so behandelt, hat kaum noch Probleme.
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