Le coeur perdu – Paris

5 Handgriffe, die Kalk in der Dusche gar nicht erst entstehen lassen

Nach der Reinigung sollte die Fuge gespült und getrocknet werden. Ein Nasssauger oder ein trockenes Tuch nimmt Restfeuchtigkeit auf. Wer die Fuge anschließend mit einer Imprägnierung behandelt, verhindert, dass sich neuer Kalk festsetzt. Diese Versiegelung schützt das Bindemittel und erleichtert die nächste Reinigung erheblich. Sie ist kein Ersatz für regelmäßiges Wischen, aber eine sinnvolle Ergänzung.

Für die Fliesen selbst ist eine milde Säure die zuverlässigste Lösung. Bewährt hat sich eine Mischung aus Wasser und einem Schuss Essig- oder Zitronensäure, etwa ein Teil Säure auf zehn Teile Wasser. Diese Lösung auf die Fliesen auftragen, fünf bis zehn Minuten einwirken lassen und mit einem weichen Schwamm abwischen. Bei stärkeren Ablagerungen lässt sich die Einwirkzeit verlängern, nicht die Konzentration. Wichtig ist, die Flüssigkeit nicht auf die Fugen laufen zu lassen. Ein breiter Quast oder ein Sprühaufsatz mit gezieltem Strahl hilft, die Fugen auszusparen.

Das Werkzeug ist ein Abzieher mit weicher Gummilippe, wie man ihn von Fenstern kennt. Harte oder ausgefranste Lippen verkratzen Glas und Fugen. Für Fliesen reicht ein breiter Abzieher, für Glas eine schmale Variante, die sich eng führen lässt. Nach dem Duschen zuerst die Wände abziehen, von oben nach unten in Bahnen, die sich leicht überlappen. Jede Bahn am unteren Rand einmal trocken absetzen, sonst läuft das gesammelte Wasser zurück. Danach die Duschwanne oder den Boden in Richtung Ablauf ziehen. Zum Schluss den Abzieher mit klarem Wasser abspülen, damit sich keine Seifenreste auf der Lippe festsetzen.

Die Minute reicht nur, wenn sie wirklich täglich passiert. Zwei Minuten alle drei Tage bringen weniger als sechzig Sekunden nach jeder Dusche. Wer den Abzieher direkt in der Duschkabine aufhängt, greift automatisch danach. Steht er im Schrank, bleibt er dort. Ein zweiter Abzieher für Gäste oder Familienmitglieder spart Diskussionen. Und wer die Abluft im Bad regelmäßig laufen lässt, senkt die Luftfeuchtigkeit, wodurch das restliche Wasser langsamer verdunstet und sich weniger Kalk neu aufbaut.

Worauf es beim Gießen mit Regenwasser ankom

Kalk entsteht nicht plötzlich über Nacht, sondern lagert sich Schicht für Schicht ab. Wer erst schrubbt, wenn die Fliesen stumpf aussehen, kämpft gegen Wochen oder Monate von Ablagerungen. Der bessere Weg: nach jedem Duschen eine Minute einplanen und das Wasser von den Flächen ziehen, bevor es verdunstet. Verdunstet das Wasser, bleibt der Kalk zurück. Wird das Wasser dagegen mechanisch entfernt, bleibt auch der Kalk im Abfluss statt an der Wand.

Um den Kalk zu kontrollieren, hilft ein Blick auf den Heizstab. Dazu die Maschine vom Strom trennen, die Rückwand oder die Bodenabdeckung öffnen und den Stab mit einer Taschenlampe prüfen. Eine weiße, feste Kruste zeigt Kalk. Leichte Ablagerungen lassen sich mit Zitronensäure lösen: etwa 100 bis 200 Gramm in Pulverform in die leere Trommel geben und ein Programm bei 60 Grad ohne Wäsche laufen lassen. Keine Essigessenz verwenden, denn sie greift Dichtungen und Gummidichtungen an. Bei starker Verkalkung ist der Heizstab auszutauschen, bevor er durchbrennt.

Typische Fehler sind bekannt. Viele ziehen nur die Duschwanne, lassen aber die Wände nass, wo der meiste Kalk landet. Andere benutzen einen Abzieher mit harter Lippe und wundern sich über Kratzer im Glas. Manche wischen mit dem Abzieher über trockene Flächen, wodurch Staub und Seifenreste wie Schleifpapier wirken. Und ein häufiger Irrtum: erst abziehen, dann heiß duschen. Richtig ist umgekehrt, denn das letzte Wasser ist das, das verdunstet. Wer nach dem Abziehen noch einmal kurz nachspült, macht die Arbeit zunichte.

Der Belag selbst schadet der Pflanze nicht direkt. Problematisch wird er erst, wenn sich die Salze im Substrat anreichern. Dann steigt der osmotische Druck in der Bodenlösung, und die Wurzeln können weniger Wasser aufnehmen, obwohl die Erde feucht ist. Typische Folgen sind braune Blattspitzen, welke Triebe trotz Gießen und ein allgemein schwaches Wachstum. Besonders empfindlich reagieren Farne, Orchideen, Azaleen, Kamelien und viele fleischfressende Pflanzen. Robustere Arten wie Efeu, Zamioculcas oder Bogenhanf stecken das deutlich besser weg.

Ein häufiger Fehler ist die pauschale Dosierung nach Gefühl. Wer immer die gleiche Menge verwendet, dosiert bei weichem Wasser über und bei hartem Wasser unter. Ein zweiter Fehler ist das Nachfüllen von Waschmittel während des Programms, weil man glaubt, es sei zu wenig. Das führt zu ungelösten Rückständen. Ein dritter Fehler: die Verwendung von Vollwaschmittel bei jedem Programm. Bei niedrigen Temperaturen löst es sich schlechter auf und begünstigt Kalkablagerungen. Für leichte Verschmutzungen reicht ein flüssiges oder ein für niedrige Temperaturen geeignetes Pulver.

Weiße Krusten am Rand des Blumentopfs, auf der Erde oder am Übertopf sind kein Zeichen dafür, dass die Pflanze krank ist. Es handelt sich fast immer um auskristallisierte Salze, die mit dem Gießwasser in den Topf gelangen und beim Verdunsten an der Oberfläche zurückbleiben. Leitungswasser enthält je nach Region unterschiedlich viel Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat und Sulfat. Verdunstet das Wasser, bleiben diese Mineralien übrig und bilden den typischen weißen Belag. Bei hartem Wasser geht das schnell, bei weichem Wasser dauert es Monate.

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