Le coeur perdu – Paris

Wenn die Naht sitzen soll, markieren Sie die Zugabe vor dem Zuschnitt

Die Kappnaht ist eine doppelte Naht, bei der beide Stoffkanten eingeschlossen werden. Lege die Stoffstücke links auf links zusammen und nähe mit 1 cm Nahtzugabe. Bügele die Nahtzugabe auseinander, klappe dann beide Kanten nach innen, sodass sie aufeinander liegen. Nähe nun knapp an der Bruchkante entlang – die offenen Kanten verschwinden darunter. Diese Naht ist sehr stabil und eignet sich für Hosen, Jacken oder Taschen. Typischer Fehler: Zu viel Stoff auf einmal einschlagen. Dann wird die Naht zu dick und die Nähmaschine kommt nicht durch alle Lagen.

Wie der Vorstich richtig ausgeführt wird Der Stich wird mit einem dünnen Faden in kontrastierender Farbe genäht, damit er sich später leicht wieder entfernen lässt. Die Nadel sollte nicht zu dick sein, sonst hinterlässt sie sichtbare Löcher im Gewebe. Gestochen wird mit kurzen, gleichmäßigen Stichen von etwa zwei bis drei Millimetern Länge, direkt auf der späteren Nahtlinie. Wichtig ist, den Faden nicht straff anzuziehen. Ein Vorstich, der den Stoff zusammenzwirbelt, verzieht die Naht und macht mehr Schaden als Nutzen.

Ein Vorstich mit der Hand ist kein Ersatz für die Maschinennaht, sondern eine Vorbereitung. Er hält zwei Lagen Stoff so zusammen, dass sie beim Nähen nicht verrutschen, und er markiert die Nahtlinie dort, wo Stecknadeln oder Klammern stören würden. Ob sich diese zusätzliche Runde lohnt, entscheidet nicht die Bequemlichkeit, sondern die Beschaffenheit des Materials.

Der Vorstich lohnt sich also nicht pauschal, sondern dann, wenn das Material ohne ihn nicht sicher zu führen ist. Bei rutschigen, dehnbaren oder gemusterten Stoffen spart er am Ende mehr Zeit, als er kostet. Bei festen, formstabilen Geweben ist er überflüssige Arbeit, die den Stoff zusätzlich belastet. Die Entscheidung fällt am Zuschnitt, nicht an der Nähmaschine.

Die Naht, die den Unterschied macht Beim Annähen des Tunnels wird knapp an der Innenkante entlanggenäht. Wichtig ist, am unteren Rand des Einschlags zu bleiben, nicht in der Mitte. Wer zu weit oben näht, verengt den Kanal, und die Kordel blockiert. Vor dem Nähen die Kordel einlegen und mit einer Sicherheitsnadel fixieren, damit sie nicht versehentlich mitgefasst wird. Ein häufiger Fehler ist, den Tunnelzug erst nach dem Zusammennähen der Seiten zu formen: Dann muss die Kordel durch einen engen, bereits geschlossenen Kanal gefädelt werden, was fast immer zu Frust führt. Besser ist es, den Tunnelzug vor dem Schließen der Seiten vorzubereiten und die Kordelöffnungen mit kleinen Zickzackstichen zu verstärken.

Jetzt kommt der Schritt, der über die Haltbarkeit entscheidet. Nach dem letzten Stich den Faden nicht sofort vernähen, sondern den Unterleger herausziehen. Der Knopf steht nun auf einem lockeren Fadenbündel. Dieses Bündel mehrmals fest umwickeln, bis ein kompakter Hals entsteht – etwa drei bis fünf Wicklungen. Die Wicklungen liegen dicht nebeneinander und dürfen sich nicht überkreuzen. Anschließend die Nadel durch den entstandenen Stiel nach unten führen und den Faden auf der Rückseite des Stoffes verknoten. Wer den Stiel vergisst, presst den Knopf flach auf den Stoff; die Naht hält dann nur so lange, bis der Stoff nachgibt.

Vor dem eigentlichen Nähen wird der Vorstich nicht entfernt. Er bleibt liegen, bis die Maschinennaht vollständig ist, und wird erst danach mit einer spitzen Pinzette oder einer Nahttrenner-Spitze Stich für Stich herausgezogen. Wer ihn vorher auftrennt, hebt die gesamte Vorbereitung auf. Beim Entfernen ist Vorsicht geboten: Ein zu schneller Zug am Faden kann die frisch genähte Naht lockern oder den Stoff an der Einstichstelle ausreißen lassen.

Womit die Zugabe auf den Stoff kommt Am genauesten arbeitet man mit einer Schablone aus Pappe oder Kunststoff. Ein Streifen in der gewünschten Breite, an einer Kante gerade abgeschnitten, wird parallel zur Schnittkante angelegt, und mit einem dünnen Stift zieht man die Linie. Alternativ lässt sich ein Nahtzugabe-Füßchen an der Nähmaschine nutzen, das beim Nähen die Kante führt – das ersetzt aber nicht das Anzeichnen auf dem Stoff. Wer viel zuschneidet, nutzt einen Rollschneider mit Lineal, bei dem der Abstand zur Kante direkt eingestellt wird. Für Rundungen ist ein Kurvenlineal hilfreich, für Ecken ein Geodreieck.

Sinnvoll ist der Vorstich bei glatten, rutschigen Geweben wie Seide, Viskose oder feinem Satin. Auch bei dehnbaren Stoffen, bei denen die Maschine gern Wellen wirft, verhindert eine handgenähte Hilfsnaht, dass sich eine Lage gegenüber der anderen verschiebt. Bei gemusterten Stoffen, Karos oder Streifen, ist der Vorstich fast unverzichtbar, wenn das Muster an der Naht aufeinandertreffen soll. Wer dagegen festen, griffigen Baumwollstoff oder Walkstoff vernäht, kann sich den Schritt meist sparen.

Ein Beutel mit Kordelzug lebt von einem einzigen Detail: dem Tunnelzug. Wenn er zu eng sitzt, lässt sich die Kordel kaum bewegen, wenn er zu weit ist, rutscht der Stoff und die Kordel verliert den Halt. Wer den Tunnelzug richtig anlegt, bekommt einen Beutel, der sich mit zwei Fingern öffnen und schließen lässt und auch nach vielen Waschgängen nicht ausleiert.

If you have any sort of questions concerning where and how you can make use of discuss, you could call us at the web site.

Lascia un commento

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *

0
    CARRELLO
    Il tuo carrello è vuoto!Torna allo shop