Le coeur perdu – Paris

Axolotl mit Fischen vergesellschaften, was fast immer schiefgeht

Vor dem Kauf sollte die endgültige Stellfläche feststehen. Axolotl brauchen einen kühlen Raum, keinen Heizkörper in der Nähe und keine direkte Sonneneinstrahlung. Wer das Becken später vergrößern will, plant von Anfang an einen Unterschrank mit Reserve. Ein Umzug in ein neues Aquarium bedeutet jedes Mal Stress, Einfahren und Anpassung. Deshalb ist es günstiger, gleich die Endgröße zu wählen, auch wenn die Tiere anfangs klein wirken.

Bevor überhaupt eine Pflanze gewählt wird, muss der Untergrund stimmen. Reiner Torf oder Blumenerde schimmelt in der feuchten Zone schnell und belastet das Wasser. Bewährt hat sich eine Mischung aus ungedüngtem Kokoshumus, feinem Kies und etwas zerkleinertem Laub. Diese Basis speichert Feuchtigkeit, ohne zu faulen. Wichtig ist außerdem eine Drainageschicht aus Kies unter dem Substrat, damit sich kein Staunässefilm bildet. Ohne diese Schicht stehen die Wurzeln im Wasser und sterben ab.

Für ein ausgewachsenes Tier gilt als Untergrenze eine Kantenlänge von etwa 100 Zentimetern bei einer Tiefe von 40 bis 50 Zentimetern. Das ergibt ein Volumen von rund 150 bis 200 Litern, wobei die tatsächliche Wassermenge durch Bodengrund und Dekoration deutlich darunter liegt. Ein einzelnes Tier braucht diese Grundfläche, um sich zu bewegen, zu wenden und Ruheplätze zu finden. Für jedes weitere Axolotl kommen mindestens 50 Zentimeter Länge und entsprechend mehr Volumen hinzu. Zwei Tiere gehören also eher in ein Becken ab 150 Zentimetern Länge.

Axolotl sind keine Fische, sondern Amphibien mit einer empfindlichen Haut und einem Immunsystem, das auf sauberes, kühles Wasser angewiesen ist. Viele Halter zögern, einen Tierarzt aufzusuchen, weil die Tiere „robust” wirken oder weil sie Angst vor Stress beim Transport haben. Genau dieses Zögern führt oft dazu, dass behandelbare Probleme zu spät erkannt werden. Ein gesunder Axolotl frisst zuverlässig, hat eine glatte Haut ohne weiße Flecken oder Wattebäusche, hält die Kiemenäste aufgerichtet und liegt nicht dauerhaft an der Oberfläche oder in einer Ecke. Wer diese Grundwerte regelmäßig kontrolliert, erkennt Abweichungen früh.

Welche Pflanzen sich in der feuchten Landzone tatsächlich halten Fünf Arten haben sich in der Praxis bewährt. Erstens der Javafarn, der als Moos oder Farn auf feuchten Steinen wächst und auch kühle Temperaturen toleriert. Zweitens die Zwergschwertpflanze, die im feuchten Substrat kriecht und dichte Teppiche bildet. Drittens Wassernabel, der sowohl im Wasser als auch auf nassem Land gedeiht. Viertens verschiedene Moosarten wie Java- oder Weepingmoos, die direkt auf feuchten Steinen aufliegen. Fünftens die kleine Krebsschere, die in flachen, feuchten Übergangszonen wächst, solange sie Licht bekommt.

Wenn überhaupt, dann funktioniert ein Zusammenleben nur mit Tieren, die dieselben Werte tolerieren und nicht ins Maul passen. Das sind in der Praxis fast ausschließlich andere Axolotl. Achte beim Kauf auf ähnliche Größe, ausreichend Verstecke und eine Beckengröße von mindestens 80 bis 100 Zentimetern Länge für zwei Tiere. Führe neue Tiere langsam zusammen und beobachte die erste Woche genau. Bei Bissverletzungen sofort trennen und die Wunde mit sauberem, kühlem Wasser behandeln.

Bilden sich die Kiemen trotz guter Wasserwerte weiter zurück, ist ein Tierarzt mit Erfahrung in Amphibien der richtige Ansprechpartner. Häufige Selbstbehandlung mit Medikamenten auf Verdacht schadet mehr, als sie nützt. Eine saubere Diagnose spart Zeit und verhindert Folgeschäden. Mit stabilen Bedingungen regenerieren sich die Kiemen oft innerhalb weniger Wochen, vorausgesetzt, die Ursache wurde tatsächlich beseitigt.

Die Beleuchtung ist der zweite kritische Punkt. Die feuchte Landzone braucht Licht, aber Axolotl meiden helle Bereiche. Eine schwache LED-Leiste mit 3000 bis 4000 Kelvin, die nur die Landzone ausleuchtet, reicht für die meisten der genannten Pflanzen aus. Direkte Sonneneinstrahlung führt dagegen zu Algenwachstum und Überhitzung. Wer die Landzone mit einer Zeitschaltuhr acht bis zehn Stunden beleuchtet, hält die Pflanzen gesund und stört die Tiere nicht.

Warum Fische und Axolotl fast nie zusammenpassen Fische sind die häufigste und zugleich schlechteste Wahl. Kleine Fische wie Guppys oder Neonsalmler werden vom Axolotl gefressen, sobald sie vorbeischwimmen. Größere Fische wie Goldfische oder Barsche knabbern an den Kiemenästchen und Flossen der Axolotl. Hinzu kommt der Temperaturkonflikt: Axolotl brauchen dauerhaft kühles Wasser zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Die meisten Aquarienfische vertragen diese Kälte nicht und werden krank. Umgekehrt vertragen Axolotl die üblichen 24 bis 26 Grad nicht und bekommen Pilzinfektionen. Ein weiteres Problem ist der Stoffwechsel: Fische fressen den Axolotln das Futter weg, wenn man nicht gezielt füttert.

Schnecken werden oft als Resteverwerter empfohlen. Tatsächlich fressen einige Arten wie Posthornschnecken Algen und Futterreste. Das Problem: Axolotl fressen kleine Schnecken mit, und die Schale kann den Darm verstopfen. Größere Schnecken wie Apfelschnecken klettern an den Axolotln hoch und reizen die Haut. Manche Schnecken tragen Parasiten, die auf Amphibien übergehen. Wer Schnecken einsetzt, sollte sie vorher in einem separaten Becken beobachten und nur wenige Tiere wählen.Für dieses PROJEKT brauchst du NUR einen AKKUSCHRAUBER! | Sichtschutz selber bauen | Jonas Winkler

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