Le coeur perdu – Paris

5 Fehler bei der Drainage im Topf, die Pflanzen umbringen

Wer keinen Topf mit Loch hat, kann trotzdem handeln. Eine dicke Schicht Blähton, Kies oder Tonscherben auf dem Boden schafft einen Hohlraum, in dem Wasser stehen kann, ohne die Erde zu durchtränken. Dieses sogenannte Drainagepolster ersetzt das Loch aber nur teilweise. Das Wasser muss trotzdem irgendwann aus dem Substrat heraus. Bei geschlossenen Gefäßen hilft nur eines: sparsam gießen und regelmäßig die Restmenge am Boden kontrollieren.

Ein häufiger Fehler ist das Gießen nach Gefühl. In einem Topf ohne Loch sammelt sich Wasser unsichtbar am Grund. Deshalb gilt: lieber in kleineren Mengen gießen und nach einer halben Stunde prüfen, ob noch Restwasser im Untersetzer oder im Gefäß steht. Steht Wasser, muss es abgegossen werden. Bei Übertöpfen mit Innentopf ist das einfacher, weil man den Einsatz herausnehmen und abtropfen lassen kann. Wer direkt in den Übertopf pflanzt, sollte zumindest eine Schicht Blähton einplanen.

In der Wachstumsphase von März bis September brauchen die meisten Zimmerpflanzen alle zwei bis vier Wochen Nährstoffe. Pflanzen mit großen, dünnen Blättern wie die Monstera oder die Efeutute wachsen schnell und vertragen eine Düngergabe alle zwei Wochen. Langsam wachsende Arten wie der Gummibaum, die Grünlilie oder die meisten Kakteen kommen mit einer Gabe alle vier Wochen aus. Im Winter, von Oktober bis Februar, wird deutlich weniger oder gar nicht gedüngt, weil das Licht fehlt und die Pflanzen kaum neue Blätter bilden. Wer im Winter weiterdüngt, sammelt Salze im Substrat an, ohne dass die Pflanze sie verbraucht.

Wer sich an diese Regeln hält, erkennt den Bedarf der Pflanze an ihrem Wuchs und nicht am Kalender. Eine kräftige, gleichmäßige Blattfarbe und regelmäßiger Neuaustrieb zeigen, dass die Versorgung stimmt.

Ein häufiger Fehler ist der Einsatz von Hausmitteln wie Kaffeesatz oder Zimt in großen Mengen. Beide können das Substrat zusätzlich anreichern und das Problem sogar verschlimmern. Auch das Umtopfen in frische, aber wieder feuchte Erde führt oft dazu, dass die Larven innerhalb weniger Tage erneut auftauchen. Wer umtopft, sollte die alte Erde vollständig entfernen, den Topf reinigen und die neue Erde vor dem Eintopfen leicht antrocknen lassen. Bei starkem Befall ist es sinnvoll, die Pflanze für einige Tage an einen luftigeren, wärmeren Standort zu stellen, denn Trauermücken mögen es feucht und kühl.

Die Dosierung richtet sich nach dem Produkt, nicht nach dem Gefühl. Flüssigdünger wird immer nach Herstellerangabe mit Wasser verdünnt, niemals pur in den Topf gegeben. Konzentrierter Dünger verbrennt feine Wurzeln innerhalb weniger Tage. Bei langsam wirkenden Stäbchen oder Granulaten gilt: lieber weniger als zu viel, denn sie lösen sich über Wochen auf und lassen sich nicht zurücknehmen. Wer unsicher ist, verdünnt die angegebene Menge auf die Hälfte und beobachtet zwei Wochen lang, wie die Pflanze reagiert. Vor dem Düngen sollte das Substrat feucht sein, sonst greifen die Salze die trockenen Wurzeln direkt an. Also erst gießen, dann düngen.

Der klassische Fehler ist, den Topf komplett mit Steinen oder Kies zu bedecken. Das sieht ordentlich aus, verhindert aber den Luftaustausch und staut Feuchtigkeit. Die Folge: Schimmel auf der Oberfläche, Trauermücken und Wurzelfäule. Besser ist eine Abdeckung, die Wasser und Luft durchlässt, aber Krallen stoppt. Bewährt haben sich Kokosmatten, die in Stücke geschnitten und um den Stamm gelegt werden, oder engmaschige Gitter aus Kunststoff, die knapp unter dem Topfrand aufliegen.

Warum eine Drainageschicht mehr ist als nur Steine im Topf Viele glauben, eine Handvoll Kies reiche aus. Entscheidend ist die Höhe der Schicht. Sie sollte etwa zwei bis drei Zentimeter betragen und gleichmäßig verteilt sein. Darüber kommt ein Vlies oder ein dünner Stoff, damit die Erde nicht in die Zwischenräume rutscht und die Drainage verstopft. Wer diesen Schritt weglässt, hat nach wenigen Wochen eine kompakte Schicht aus Schlamm statt einer funktionierenden Ableitung. Bei Töpfen mit Loch legt man das Vlies direkt über die Öffnung, nicht darüber hinaus.

Wer früh erkennt, kann mit einem Wasserstrahl die Gespinste aufbrechen und die Tiere mechanisch entfernen. Wichtig ist, dabei die Blattunterseiten gründlich zu treffen. Anschließend sollte man die Pflanze isolieren, denn Spinnmilben wandern leicht auf Nachbarpflanzen über. Trockene, warme Luft beschleunigt ihre Vermehrung, weshalb regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten und eine höhere Luftfeuchtigkeit den Befall bremsen. Kontrolliert man die Blätter danach alle zwei bis drei Tage, lässt sich ein erneuter Ausbruch erkennen, bevor wieder Netze sichtbar werden.

Am Ende bleibt eine einfache Regel: Ein Abflussloch ist die sicherste Lösung. Wo es fehlt, braucht es eine funktionierende Drainageschicht, ein Vlies, sparsames Gießen und regelmäßige Kontrolle. Wer diese Punkte ignoriert, riskiert Wurzelfäule, Schimmel und den Verlust der Pflanze. Wer sie beachtet, kann auch in geschlossenen Gefäßen langfristig gesunde Pflanzen halten.

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