Le coeur perdu – Paris

Woran erkennt man, dass Silikon in der Dusche erneuert werden muss?

Ein weiterer Stolperstein ist die falsche Farbmenge. Dunkle Pigmente decken oft schlechter als helle, obwohl sie kräftiger wirken. Viele streichen einmal und wundern sich über helle Stellen. Planen Sie grundsätzlich zwei Anstriche ein, bei sehr dunklen Tönen wie Schwarz oder Tiefrot sogar drei. Zwischen den Anstrichen muss die Farbe vollständig trocknen – nicht nur oberflächlich, sondern durchgehend. Das dauert je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit sechs bis zwölf Stunden. Ein zu früher zweiter Anstrich zieht die untere Schicht wieder an und verursacht Flecken.

Bei Gipskarton- oder Porenbetonwänden greifen herkömmliche Dübel nicht zuverlässig. Hier sind spezielle Hohlraumdübel oder Dübel für Porenbeton erforderlich, die sich hinter der Platte aufspreizen und so für echten Halt sorgen. Ein weiterer kritischer Punkt ist der Bohrerdurchmesser: Er darf höchstens so groß sein wie der Dübeldurchmesser, sonst sitzt der Dübel zu locker und dreht sich mit. Bohren Sie immer mit einem scharfen Bohrer und bei Fliesen oder hartem Putz am besten ohne Schlag, um Risse zu vermeiden. Entfernen Sie nach dem Bohren den Staub gründlich – am einfachsten mit einem Staubsauger oder einer kleinen Bürste, denn Staub verhindert, dass sich der Dübel vollständig ausdehnt.

Die Wahl der Rolle ist ebenfalls entscheidend. Verwenden Sie eine Rolle mit mittellangem Flor, die speziell für glatte Wände geeignet ist. Zu kurzer Flor nimmt zu wenig Farbe auf, zu langer Flor hinterlässt eine Orangenhaut. Tauchen Sie die Rolle nur etwa zur Hälfte in den Farbeimer und rollen Sie sie auf der Abstreiffläche ab. So verteilen Sie die Farbe gleichmäßig auf der Rolle. Drücken Sie nicht zu stark auf – das erzeugt Ränder an den Rollenbahnen. Eine gleichmäßige, moderate Druckstärke ist der Schlüssel zu einer strukturlosen Oberfläche.

Sobald die Raupe aufgetragen ist, müssen Sie sie zügig glätten. Besprühen Sie die frische Silikonnaht mit etwas Wasser, dem ein Tropfen Spülmittel beigemischt wurde. Dann ziehen Sie mit einem Fugenglätter oder einem passenden Löffel entlang der Fuge. Der Löffel hat den Vorteil, dass er sich der Rundung des Waschbeckens anpasst. Arbeiten Sie in einem Zug, um Übergänge zu vermeiden. Entfernen Sie überschüssiges Silikon sofort mit einem Lappen – später ist das Ausgehärtete nur noch schwer zu entfernen.

Ein häufiges Problem ist das Knarren der Wand durch unzureichende Befestigung der Profile. Prüfen Sie daher nach jeder Schraubrunde, ob die Profile fest sitzen. Auch die Ausrichtung der Ständer muss exakt lotrecht sein – eine leichte Abweichung fällt am Ende durch unebene Flächen auf. Tipp: Verwenden Sie für die Montage eine Laserwaage oder eine lange Spirituswaage. Nach dem Verspachteln sollten Sie mindestens 24 Stunden warten, bevor Sie streichen oder tapezieren. So vermeiden Sie, dass die Feuchtigkeit der Spachtelmasse den Anstrich beeinträchtigt.

Mit dieser Anleitung gelingt die Trockenbauwand auch ohne Vorerfahrung. Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung und arbeiten Sie sorgfältig – dann entsteht eine Wand, die nicht nur funktional ist, sondern auch optisch überzeugt. Die ersten Male ist etwas Übung nötig, aber nach der zweiten Wand haben Sie den Dreh raus. Also: Werkzeug geprüft, Material bereit, dann kann der Bau beginnen.

Zusätzlich sollten Sie auf die Lichtverhältnisse achten. Streichen Sie bei Tageslicht, idealerweise bei diffusem Licht ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sonnenlicht lässt die nasse Farbe ungleichmäßig trocknen und erzeugt Schatten, die Sie zu falschen Korrekturen verleiten. Kontrollieren Sie das Ergebnis nach dem Trocknen mit einer Taschenlampe schräg zur Wand. So erkennen Sie frühzeitig, ob eine Stelle nachgebessert werden muss. Nachbessern sollten Sie allerdings nur mit einer fast trockenen Rolle – zu nasse Farbe hinterlässt sonst dunkle Ränder.

Dunkle Wandfarben liegen im Trend, aber sie verzeihen kaum einen Fehler. Schon nach dem ersten Anstrich zeigen sich helle Schlieren, dunkle Ränder oder unschöne Wolken. Das liegt meist nicht an der Qualität der Farbe, sondern an der Technik. Wer eine Wand in tiefem Blau, Graphit oder Waldgrün streichen möchte, muss anders vorgehen als bei hellem Weiß. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar gezielten Handgriffen gelingt der Anstrich jedoch gleichmäßig und fleckenfrei.

Bevor Sie die Kartusche aufsetzen, sollten Sie die gesamte Anschlussfuge gründlich reinigen. Entfernen Sie alte Silikonreste vollständig, am besten mit einem scharfen Kunststoffschaber – Metall kann die Glasur des Waschbeckens zerkratzen. Anschließend waschen Sie die Fläche mit einem fettlösenden Reiniger, etwa Spülmittel mit warmem Wasser. Wichtig ist, dass Sie danach die Fuge komplett trocknen lassen. Silikon haftet nicht auf nassem Untergrund. Ein Föhn beschleunigt das Trocknen, aber halten Sie genügend Abstand, um das Material nicht zu beschädigen.

Wenn Sie diese Schritte beachten, hält die neue Silikonfuge mehrere Jahre. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich Risse oder Verfärbungen bilden, und entfernen Sie Schimmel frühzeitig. Mit der richtigen Pflege bleibt die Dusche nicht nur dicht, sondern sieht auch gepflegt aus – ganz ohne teure Handwerkerrechnung.

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