Le coeur perdu – Paris

Bettwäsche lüften oder gleich beziehen: was der Unterschied macht

Unter dem Bottich können ein oder zwei Balken stehen. Ein einzelner Balken bedeutet: reduzierter Waschgang, also Schonwäsche mit niedrigerer Mechanik und langsamerem Schleudern. Zwei Balken stehen für einen sehr schonenden Waschgang, oft als Woll- oder Feinwäscheprogramm bezeichnet. Fehlt der Balken, ist das Normalprogramm erlaubt. Ein häufiger Fehler ist, den Balken zu übersehen und empfindliche Stoffe im Standardgang zu waschen. Die Folge sind Pilling, ausgefranste Kanten und ein schneller Verschleiß, der sich erst nach einigen Wäschen zeigt.

Ein weiterer Punkt ist die Jahreszeit. Im Winter trocknet Bettwäsche an der frischen Luft oft schlechter, weil kalte Luft zwar wenig Feuchtigkeit aufnimmt, aber die Textilien auskühlen. Dann ist es sinnvoller, die Bettwäsche drinnen bei geöffnetem Fenster und normaler Heizung auszulüften. Im Sommer hingegen kann man die frühen Morgenstunden nutzen, bevor die Luft schwül wird. Wer einen Trockner besitzt, sollte die Bettwäsche nach dem Trocknen noch kurz aufhängen, damit die Restwärme entweicht und sich keine Feuchtigkeit im Stoff staut.

Nach dem Aufstehen liegt die Bettwäsche noch warm und feucht auf der Matratze. Wer sie sofort glatt zieht und mit der Tagesdecke abdeckt, schließt die Feuchtigkeit ein. Die Folge: ein muffiger Geruch, der sich mit der Zeit in den Stofffasern festsetzt, und ein Milbenbefall, der schneller voranschreitet als nötig. Die einfache Gegenmaßnahme kostet keine Minute Arbeit, nur etwas Gewohnheit.

Typische Fehler sind leicht zu vermeiden. Zu viel Waschmittel ist der häufigste: Es schäumt, spült sich nicht vollständig aus und hinterlässt einen Film, der Staub anzieht. Ein Weichspüler legt einen Fettfilm auf die Fasern, der die Saugfähigkeit senkt und die Oberfläche speckig wirken lässt. Wer Bettbezüge mit Reißverschluss oder Knopfleiste falsch verschließt, riskiert, dass Metall oder Kunststoff die Nachbarteile aufscheuert. Und wer bunt und weiß gemischt wäscht, bekommt nicht nur Farbverlust, sondern auch feine Faserablagerungen, die als Grauschleier sichtbar bleiben.

Gut geeignet sind harte Kunststoffe wie Gehäuse von Elektrogeräten, Tastaturen, LEGO-Steine oder Weißware aus ABS. Auch Baumwollstoffe und Leinen profitieren. Nicht geeignet sind Materialien, die durch UV-Licht selbst vergilben oder verspröden: Weich-PVC, Gummi, manche Lacke, fotografische Abzüge und alles, was bereits rissig ist. Ein häufiger Fehler ist, vergilbtes Holz oder Leder in die Sonne zu legen – beides wird dadurch dunkler, nicht heller. Ebenso falsch: nasse Kunststoffe direkt in pralle Mittagssonne legen. Verdunstendes Wasser hinterlässt Kalkränder, die später wie Schlieren aussehen.

Ein weiterer Punkt: Die Füllung muss vor dem Beziehen aufgeschüttelt werden. Wer sie zusammengedrückt in den Bezug stopft, hat von Anfang an eine ungleiche Verteilung. Nach dem Beziehen den Bezug an den Ecken greifen und die Füllung in die richtige Position schütteln. Erst dann die Bänder festknoten. Wer das überspringt, kämpft weiter mit verrutschter Füllung, selbst mit Bändern und Schlaufen.

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