Le coeur perdu – Paris

Warum ein Axolotl ohne regelmäßigen Wasserwechsel krank wird?

Schließlich sind Vitamin- und Mineralstoffpräparate für Reptilien oder Fische ungeeignet. Sie sind auf andere Stoffwechselbedürfnisse abgestimmt und können bei Axolotln zu einer Überversorgung führen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit geeigneten Futtertieren deckt den Bedarf, ohne dass zusätzliche Präparate nötig sind.

Ein weiterer Punkt ist die Beleuchtung. Feuchte Landteile neigen zu Algen- und Schimmelbildung, wenn zu wenig Licht vorhanden ist. Eine moderate Beleuchtung im Wohnzimmer mit sechs bis acht Stunden am Tag hilft, das Wachstum der Pflanzen zu fördern und die Oberfläche trockener zu halten. Wer zu stark beleuchtet, bekommt dagegen Algen auf dem feuchten Substrat. Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Axolotl brauchen kühles Wasser, meist unter 20 Grad. Pflanzen, die tropische Wärme benötigen, verkümmern hier. Kälteverträgliche Arten wie Sphagnum, Javamoos oder Wassernabel sind deshalb die sicherere Wahl.

Die Vergesellschaftung will überlegt sein. Axolotl sind Einzelgänger, aber gleich große Tiere derselben Art lassen sich meist problemlos zusammen halten. Unterschiede in der Größe führen zu Beißereien, bei denen Gliedmaßen verloren gehen. Diese wachsen zwar nach, kosten das Tier aber Kraft und Ruhe. Vergesellschaftung mit Fischen endet fast immer schlecht: Entweder werden die Fische gefressen oder sie zupfen an den Kiemen. Auch Schnecken sind als Mitbewohner riskant, weil sie sich explosionsartig vermehren und die Wasserbelastung erhöhen.

Paniertes, gebratenes oder gewürztes Futter jeder Art schädigt die empfindlichen Kiemen und die Schleimhaut. Schon kleine Mengen Salz, Knoblauch oder Öl können Verbrennungen im Maul verursachen. Auch Brot, Nudeln und Reis sind unverdaulich und führen zu Gärprozessen im Darm. Diese Dinge gehören in den Müll, nicht ins Aquarium.

Wer bereits Kies im Becken hat, sollte den Bodengrund nicht einfach Stück für Stück herausnehmen, während die Tiere im Wasser bleiben. Beim Absaugen oder Umschichten wirbelt feiner Schmutz auf, die Tiere geraten in Panik und schnappen nach dem aufgewirbelten Material. Besser ist es, die Axolotl vorübergehend in einen separaten Behälter mit sauberem, kühlem Wasser umzusetzen und das Becken dann vollständig neu einzurichten. Ein Teilwasserwechsel allein reicht nicht, weil die Steine am Boden liegen bleiben.

Wichtig ist die Platzierung. Pflanzen mit empfindlichen Wurzeln gehören nicht direkt unter den Wasserfall oder in die Nähe des Filters, wo die Strömung ständig feuchte Luft und Spritzwasser bringt. Moose können dagegen genau dort sitzen. Wer Töpfe verwendet, sollte diese mit einem wasserdurchlässigen Substrat füllen und schräg stellen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Ein häufiger Fehler ist das Einpflanzen in reine Blumenerde: Sie verdichtet sich, fault und riecht nach kurzer Zeit. Besser ist eine Mischung aus Kokosfaser, Sphagnum und etwas Kies.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Oberflächenströmung und gerichteter Strömung im unteren Beckenbereich. Blasen an der Wasseroberfläche erzeugen kaum Wasserfluss an den Kiemen. Eine gute Strömungspumpe arbeitet mit breitem, weichem Strahl, der die Tiere nicht gegen die Scheibe drückt. Typischer Fehler: einen starken, schmalen Strahl direkt auf die Fische richten. Das stresst, statt die Kiemen zu fordern, und führt oft zur Flucht in strömungsarme Ecken.

Der Mechanismus ist einfach: Axolotl besitzen keine Zähne zum Kauen, die Zunge wird nicht zum Schieben genutzt. Beim Fressen entsteht ein Sog, der das Maul weit öffnet. Körner mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis zu einem werden dabei fast zwangsläufig mitgerissen. Anders als Fische können Axolotl verschluckte Steine nicht einfach ausspucken oder über die Kiemen ausscheiden. Sie bleiben im Magen liegen, verursachen Druckstellen und können den Darm verstopfen.

Wer unsicher ist, ob ein Tier bereits Steine aufgenommen hat, sollte das Becken nicht auf Verdacht umbauen, sondern das Verhalten beobachten. Fressunlust, ein ungewöhnlich runder Bauch oder das Absetzen von hellem, schleimigem Kot sind Warnzeichen. In diesen Fällen hilft nur der Gang zu einer fachkundigen Stelle. Vorbeugend gilt: Kies gehört nicht in ein Axolotl-Aquarium. Die Entscheidung für den richtigen Bodengrund fällt vor dem Einrichten, nicht danach.

Welche Arten halten dauerhafte Nässe aus Bewährt haben sich verschiedene Moose, allen voran Javamoos und Sphagnum. Sie wachsen auf feuchten Steinen, Holzstücken oder direkt auf dem Substrat und vertragen es, wenn Wasser ständig an den Wurzeln steht. Auch Zwergspeerblatt und verschiedene Anubias-Arten funktionieren, wenn ihre Rhizome nicht komplett vergraben werden – sie fault sonst ab. Für den Übergangsbereich zwischen Wasser und Land eignen sich Schwertpflanzen und Wassernabel, die sowohl emers als auch submers wachsen. Farne wie der Javafarn oder der Geweihfarn sind ebenfalls eine Option, solange die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt und das Substrat nicht verdichtet.

In the event you adored this short article and also you would want to receive more information about discuss kindly pay a visit to the webpage.

Lascia un commento

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *

0
    CARRELLO
    Il tuo carrello è vuoto!Torna allo shop