Le coeur perdu – Paris

Erste Laminatreihe schief: der Fehler, der alles verschiebt

Nach dem Verlegen die Fläche vor Feuchtigkeit schützen, bis der Kleber abgebunden ist, und erst danach verfugen. Wer diese Reihenfolge einhält und den Bestand vorher ehrlich prüft, spart sich viel Ärger. Wer unsicher ist, ob der alte Untergrund trägt, sollte im Zweifel eine Probeplatte anlegen und nach dem Aushärten die Haftung testen, bevor die ganze Fläche beklebt wird.

Bei Raufaser, Vlies und schweren Tapeten gelten zusätzliche Regeln. Raufaser verzeiht kleine Unebenheiten, benötigt aber einen gleichmäßig saugenden Untergrund, sonst zeichnen sich Kleisterränder ab. Vliestapeten werden mit Kleister auf der Wand verklebt, weshalb die Wand vorher grundiert und vollständig trocken sein muss. Schwere Tapeten oder Fototapeten verlangen einen tragfähigen, festen Untergrund; hier reicht eine einfache Grundierung nicht, wenn der Putz sandet oder Risse zeigt. In solchen Fällen muss zuerst der Untergrund saniert werden, bevor überhaupt grundiert wird.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, eine Grundierung sei immer gleichbedeutend mit einem Tiefengrund. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Zwecke: saugende Untergründe, glatte Untergründe, mineralische Untergründe mit hohem pH-Wert oder stark verschmutzte Flächen. Wird das falsche Mittel gewählt, kann die Grundierung sogar abperlen oder eine Trennschicht bilden, die jede Tapete zum Abfallen bringt. Vor dem Kauf sollte man den Untergrund testen: Ein paar Tropfen Wasser auf die Wand geben und beobachten, ob sie sofort einziehen, langsam verschwinden oder auf der Oberfläche stehen bleiben.

Beim Verlegen selbst gibt es typische Fehler. Zu wenig Kleber oder eine falsche Zahnung der Kelle führen zu Hohlräumen. Arbeite mit einer Gummispachtel und drücke die neue Fliese mit einer leichten Drehbewegung an. Kontrolliere regelmäßig mit einer Wasserwaage. Fugen nicht zu früh verfugen, sonst wird der Kleber nicht fest. Und: Bei Fußbodenheizung muss der Kleber flexibel sein und die Heizung vorher abgeschaltet werden.

Im Vollmaterial reicht in der Regel ein Spreizdübel. Beim Eindrehen der Schraube zieht sich der Dübel auf, presst sich gegen die Bohrlochwand und verklemmt sich. Die Last verteilt sich auf die gesamte Länge des Dübels. Deshalb ist die Tragfähigkeit hier hoch, sofern der Durchmesser stimmt und die Bohrlochtiefe ausreicht. Ein typischer Fehler: Das Loch wird zu groß gebohrt, weil der Bohrer verschlissen ist. Dann spreizt der Dübel nicht mehr richtig und dreht durch. Ebenso falsch ist es, einen zu kurzen Dübel zu nehmen, nur weil er gerade zur Hand ist.

Für sandenden Putz reicht meist eine Tiefengrundierung nicht aus. Die Harze dringen ein, binden aber keine losen Körner. Besser ist eine filmbildende Grundierung, die die Oberfläche verklebt. Bei stark kreidenden Flächen hilft nur mechanisches Entfernen: abbürsten, absaugen, mit einem feuchten Schwamm nachwischen und trocknen lassen. Erst dann kommt die Grundierung. Wichtig ist, die Grundierung satt und gleichmäßig aufzutragen, nicht zu sparsam. Zu dünner Auftrag erzeugt keine durchgehende Schicht, und die Farbe haftet wieder nur punktuell.

Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für misslungene Verlegungen. In Bädern und Küchen kann Feuchtigkeit durch die alten Fliesen in den neuen Belag ziehen. Lege eine Plastikfolie auf die Fliesen, klebe die Ränder ab und warte 24 Stunden. Bildet sich Kondenswasser, ist der Untergrund zu feucht. Dann hilft nur eine Sperrschicht oder das Abschlagen der alten Fliesen. Auch der Kleber spielt eine Rolle: Verwende einen flexiblen Fliesenkleber, der für den Untergrund und die Fliesengröße geeignet ist.

Ob eine Grundierung nötig ist, hängt nicht vom Tapezierwunsch ab, sondern vom Untergrund. Wer direkt auf den rohen Putz, die alte Farbe oder die Gipskartonplatte kleistert, riskiert Blasen, abfallende Bahnen und sichtbare Unebenheiten. Die Grundierung entscheidet darüber, wie gleichmäßig der Kleister anzieht und wie stabil die Tapete später haftet. Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Kleisteransatz den Untergrund genau zu prüfen.

Nach dem Einklicken der ersten drei Reihen folgt die Kontrolle. Mit einem Winkel oder einer Schnur prüfen, ob die Stirnkanten fluchten. Ein kleiner Fehler lässt sich jetzt noch korrigieren, später nur mit erheblichem Aufwand. Wer die erste Reihe sauber ausrichtet, verkeilt und ausreichend Abstand zur Wand lässt, verlegt den Rest des Raumes in gleichmäßigem Fluss. Wer sie unterschätzt, kämpft bis zur letzten Diele gegen den eigenen Anfang.

Im Hohlraum trägt nicht der Dübel, sondern die Platte Bei einer Hohlraumdecke aus Gipskarton oder Sperrholz wirkt der Dübel anders. Er spreizt sich hinter der Platte auf und legt sich von hinten an. Die Last hängt dann an der Fläche rund um das Bohrloch. Diese Fläche ist klein, deshalb sind Hohlraumdübel in ihrer Tragkraft begrenzt. Entscheidend ist, ob die Platte selbst fest genug ist und ob die Unterkonstruktion in der Nähe sitzt. Wer schwere Lasten aufhängt, sollte immer einen Treffer in einem Balken oder Profil suchen. Nur leichte Lasten gehören in die reine Plattenfläche.

If you have any inquiries with regards to wherever and how to use Details, you can speak to us at our website.

Lascia un commento

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *

0
    CARRELLO
    Il tuo carrello è vuoto!Torna allo shop