Le coeur perdu – Paris

Ein letzter Punkt betrifft die Lagerung. Häckselgut, das in einem Haufen verbleibt, erhitzt sich und kann in Brand geraten. Wer größere Mengen sammelt, sollte den Haufen regelmäßig umsetzen oder dünn verteilen. Frisches Material niemals in geschlossenen Säcken aufbewahren. Wer diese Regeln beachtet, verwandelt Astwerk in eine dauerhafte Bodenpflege, die nichts kostet außer etwas Geduld.

Ein weiterer typischer Fehler ist der zu frühe Schnitt im Jahr. Geschnitten wird nach dem Austrieb, also ab Ende Mai oder im Juni, bei stark wüchsigen Hecken ein zweites Mal im August. Ein Rückschnitt im Spätwinter ist möglich, aber nur bei frostfreiem Wetter. Wer bei praller Mittagssonne schneidet, riskiert verbrannte Blattränder an den frischen Schnittstellen. Besser sind frühe Morgenstunden oder ein bedeckter Tag.

Typische Fehler: zu viel auf einmal wegnehmen, den Mitteltrieb komplett entfernen oder nur die äußeren Spitzen einkürzen. Wer nur außen schneidet, fördert das Wachstum genau dort und lässt das Innere weiter verkahlen. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt bei Frost. Unter minus fünf Grad splittert das Holz, und die Wunden heilen schlecht. Nach dem Auslichten sollte die Krone so offen sein, dass ein Vogel mühelos hindurchfliegen könnte – das ist ein brauchbares Maß für den richtigen Grad.

Ein letzter Punkt betrifft die Lagerung. Häckselgut, das in einem Haufen verbleibt, erhitzt sich und kann in Brand geraten. Wer größere Mengen sammelt, sollte den Haufen regelmäßig umsetzen oder dünn verteilen. Frisches Material niemals in geschlossenen Säcken aufbewahren. Wer diese Regeln beachtet, verwandelt Astwerk in eine dauerhafte Bodenpflege, die nichts kostet außer etwas Geduld.

Die obere Kante wird zum Schluss begradigt. Wer zuerst oben schneidet und dann die Seiten, verliert die Orientierung und produziert wellige Flächen. Wichtig ist außerdem, dass die Schnittfläche leicht nach außen geneigt ist, damit Schnee und Regen ablaufen und die Schnittstelle nicht fault. Ein häufiger Fehler ist der senkrechte Schnitt, weil er auf den ersten Blick ordentlich aussieht. Nach zwei bis drei Jahren zeigt sich dann die kahle Unterseite, und der Rückschnitt in die alten Bereiche dauert Jahre.

Die Trapezform ist kein starres Schema. Bei sehr schmalen Hecken von weniger als 60 Zentimetern Breite ist die Neigung kaum sichtbar, aber sie bleibt wichtig. Wer die Form einmal eingeführt hat, muss sie bei jedem Schnitt beibehalten. Ein einziger senkrechter Schnitt reicht, um die Lichtverhältnisse im unteren Bereich dauerhaft zu verschlechtern. Deshalb lohnt es sich, vor jedem Schnitt die Schnüre neu zu spannen und die Neigung zu prüfen. Nur so bleibt die Hecke bis zum Boden dicht und grün.

Beim Schnitt selbst gelten ein paar Regeln. Große Äste nie bündig am Stamm absägen, sondern auf Astring setzen – der Wulst am Stammansatz bleibt stehen. Schwere Äste zuerst von unten einsägen, dann von oben durchtrennen, sonst reißt die Rinde ab. Schnittstellen mit mehr als drei Zentimetern Durchmesser glatt nachschneiden, aber nicht mit Baumwachs verschmieren, das behindert die Wundheilung eher. Die beste Zeit für den Auslichtungsschnitt ist das Spätwinterende, kurz bevor die Knospen schwellen. Ein Sommerschnitt im August bremst das Wachstum zusätzlich, ist aber nur bei sehr stark wachsenden Bäumen sinnvoll.

Warum Krusten im Herbst trügen Krusten sehen trocken aus, sind aber oft nur oberflächlich geschlossen. Darunter kann sich Sekret stauen. Wer dann kratzt oder die Kruste abzieht, reißt die junge Hautschicht auf. Typisches Anzeichen: Die Wunde juckt, wird rot und fühlt sich warm an. Dann nicht weiter abdecken, sondern desinfizieren und offen an der Luft trocknen lassen, solange keine Kleidung darüber reibt. Ein weiterer Fehler ist, Desinfektionsmittel großzügig auf gesunde Haut zu gießen. Das schädigt die Hautbarriere und macht die Umgebung anfälliger.

Bei stärkeren Ästen arbeitet man in zwei Schritten. Zuerst setzt man einen Entlastungsschnitt von unten an, etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt. Danach folgt der eigentliche Schnitt von oben, leicht versetzt. So verhindert man, dass die Rinde beim Abbrechen des Astes bis in den Stamm einreißt. Die endgültige Schnittfläche wird anschließend mit einer feinen Säge geglättet, damit keine Fasern überstehen.

Welche Äste bleiben und warum Stehen bleiben alle gesunden, flach abgehenden Leitäste, die die Grundgerüstform tragen. Ein guter Apfelbaum hat drei bis fünf solcher Hauptäste, die möglichst gleichmäßig um den Stamm verteilt sind. Auch kurze, gut verzweigte Fruchttriebe bleiben – daran hängen die Äpfel der nächsten Jahre. Wichtig: Nicht jeder nach innen wachsende Ast ist automatisch schlecht. Einzelne kurze Triebe im Inneren, die genug Licht bekommen, können durchaus Früchte tragen. Wer sie alle entfernt, schneidet ins Leere. Entscheidend ist das Licht: Ein Ast, der im Schatten liegt und keine Blütenknospen ansetzt, hat keine Zukunft.

Eine Hecke in Trapezform zu schneiden ist kein ästhetisches Detail, sondern eine Frage des Lichts. Bekommt die Unterseite zu wenig Licht, verkahlt sie innerhalb weniger Jahre. Der Grund ist einfach: Laubgehölze brauchen Sonne bis in den unteren Bereich, sonst werfen sie dort Blätter ab und treiben nicht neu aus. Ein senkrechter Schnitt an der Außenkante lässt oben mehr Licht ankommen als unten, weil die obere Kante den unteren Bereich beschattet. Die Folge sind kahle Stellen, durch die man hindurchsehen kann.

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