Le coeur perdu – Paris

5 entscheidende Punkte für tragende Innenwände im Altbau

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Anbindung an bestehende Wände und Decken. Im Altbau gibt es oft keine geraden Anschlusskanten, deshalb sollten Sie ein elastisches Dichtband zwischen Profil und Mauerwerk legen, um Spannungen zu entkoppeln. Wenn die Wand an eine bestehende Wand stößt, verwenden Sie spezielle Anschlussschienen, die sich den Unebenheiten anpassen. Ein typischer Fehler ist, die Fuge sauber mit Gips zu verfüllen und dann zu streichen – nach wenigen Monaten entstehen Risse, weil sich das Mauerwerk bei Temperaturschwankungen bewegt. Verwenden Sie stattdessen eine dauerelastische Masse und decken Sie die Fuge mit einem Abdeckprofil ab.

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, prüfen Sie den Ist-Zustand des Lichtschachts. Entfernen Sie zunächst groben Schmutz, Laub und Ablagerungen. Kontrollieren Sie die Wände des Schachts auf Risse, lose Putzstellen oder abgeplatzte Beschichtungen. Auch die Anschlussfuge zwischen Schacht und Gebäudewand ist ein häufiger Schwachpunkt. Arbeiten Sie nur bei trockenem Wetter und achten Sie darauf, dass die Bausubstanz nicht durchfroren ist. Sind tiefe Risse oder Setzungen sichtbar, sollte ein Fachmann die Statik beurteilen – das gilt besonders, wenn der Schacht aus Betonfertigteilen besteht und bereits verschoben ist.

Regen dringt nicht nur durch das Glas oder den Spalt zwischen Flügel und Rahmen ein. Oft ist es der unscheinbare Bereich oben am Flügel, wo der Rahmenfalz aufhört und die Dichtung abrupt endet. Genau dort zieht Wasser bei starkem Schlagregen hinein, weil die Bürstendichtung nicht sauber um die Ecke geführt wird. Wer den Falz nur gerade abdichtet, spart sich Ärger, verliert aber den entscheidenden Punkt: die Ecken und Stöße.

Ein Lichtschacht ist die Schwachstelle vieler Kelleraußenwände. Wenn Starkregen kommt oder das Grundwasser steigt, sammelt sich hier schnell Wasser. Läuft es über den Rand oder durch undichte Fugen ins Mauerwerk, dringt Feuchtigkeit in den Keller ein. Dabei lässt sich das Problem mit der richtigen Technik dauerhaft lösen. Entscheidend sind zwei Punkte: eine wasserdichte Abdichtung gegen eindringendes Wasser und eine zuverlässige Entwässerung, die das Wasser gar nicht erst bis zur Abdichtung ansteigen lässt.

Energiesparendes Tiny House – Nachhaltiges Wohnen auf 47 QuadratmeternSchließlich sollten Sie nicht vergessen, die Möbel hin und wieder von der Wand abzurücken. Auch bei guter Planung sammeln sich Staub und Feuchtigkeit an. Ein jährlicher Abstand von ein paar Tagen reicht, um die Wand zu kontrollieren und zu lüften. Wenn Sie einen Schrank dauerhaft verschieben müssen, verwenden Sie Rollen oder Gleiter, die den Abstand erhalten. So bleibt die Luftzirkulation erhalten, und Sie vermeiden teure Renovierungen. Planen Sie also nicht nur den Platz vor dem Möbel, sondern auch den unsichtbaren Bereich dahinter – das ist der Schlüssel zu einem gesunden Raumklima.

Die eigentliche Abdichtung beginnt mit der Vorbereitung des Untergrunds. Fegen Sie die Flächen gründlich und entfernen Sie lose Teile mit einer Drahtbürste. Danach tragen Sie eine Haftgrundierung auf, die für mineralische Untergründe geeignet ist. Anschließend wird eine flexible Dichtungsschlämme in zwei Arbeitsgängen aufgetragen: Die erste Schicht dünn und satt, die zweite nach der Trocknungszeit des Herstellers. Die Schlämme muss mindestens 20 Zentimeter über die Oberkante des Schachts hinausragen und auch die Wand dahinter erfassen. Besondere Sorgfalt gilt den Ecken und Kanten – dort sollten Sie ein Dichtband mit einarbeiten, das die Bewegungen zwischen Wand und Schacht aufnimmt.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Abstand zwischen den Dübeln. Wenn Sie ein Regal mit mehreren Befestigungspunkten montieren, planen Sie die Löcher nicht zu dicht nebeneinander. Als Faustregel gilt: Der Abstand zwischen zwei Dübeln sollte mindestens das Fünffache des Dübelaußendurchmessers betragen. Bei einem 8-Millimeter-Dübel sind das also etwa 4 Zentimeter. Andernfalls kann die Gipskartonplatte zwischen den Löchern ausbrechen. Zudem sollten Sie einen Randabstand zur nächsten Wand- oder Deckenkante von mindestens 10 Zentimetern einhalten. Wird das Regal später stark belastet, ist es ratsam, die Last auf mehrere Dübel zu verteilen – aber nicht nur horizontal, sondern auch vertikal. Bei einem hohen Regal empfiehlt es sich, die Dübel in einer versetzten Linie zu setzen, also nicht alle auf gleicher Höhe.

Nach der Beplankung folgt die Verspachtelung – auch hier lauern Fehler. Tragen Sie die Spachtelmasse nicht in einer dicken Schicht auf, sondern in mehreren dünnen Lagen, und verstärken Sie die Stöße mit Bewehrungsstreifen. Schleifen Sie zwischen den Lagen nicht zu stark, sonst entstehen Wellen. Messen Sie die fertige Wand nach dem Trocknen erneut mit einer langen Richtlatte: Die Abweichung darf an keiner Stelle mehr als 2 mm pro Meter betragen. Wenn Sie diese Genauigkeit erreichen, haben Sie die A4-Wand nicht nur gerade, sondern auch dauerhaft lasttragend aufgebaut – und das ohne böse Überraschungen im Putz oder in der Statik.

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