Zunächst gilt es, den Zustand der Laibung genau zu prüfen. Alte Farbe, lose Putzreste oder feuchte Stellen müssen entfernt werden, bevor irgendeine Dämmung aufgebracht wird. Andernfalls schließt die Dämmung die Feuchtigkeit ein und der Schimmel breitet sich unsichtbar dahinter aus. Die Oberfläche sollte trocken, sauber und tragfähig sein. Nur dann haftet das Dämmmaterial dauerhaft und die Wärmebrücke wird tatsächlich unterbrochen.
Abschließend sollte die gesamte Laibung mit einem diffusionsoffenen, aber wasserabweisenden Anstrich versehen werden. Ein herkömmlicher Dispersionsfarben-Anstrich wäre hier kontraproduktiv, da er die Feuchtigkeit im Inneren staut. Besser sind Silikatfarben oder spezielle Mineralfarben, die den Feuchtigkeitshaushalt regulieren. Nach dem Trocknen prüft man die Laibung mit der Hand: Fühlt sie sich auch bei kühlen Außentemperaturen nicht mehr kalt an, war die Dämmung erfolgreich. So bleibt die Optik sauber, der Schimmel hat keine Chance und die Wärmebrücke ist dauerhaft unterbrochen.
Hohe Räume in Altbauten faszinieren mit ihrer Großzügigkeit, stellen aber besondere Anforderungen an Wohnkomfort. Die typischen vier Meter hohen Decken führen oft zu hallender Akustik, schwer erreichbaren Regalböden und einer gewissen Kälte im Raum. Wer den Charakter der alten Bausubstanz erhalten möchte, muss beim Einrichten umdenken, statt mit niedrigen Einbauten die Proportionen zu zerstören.
Ein kritischer Punkt bei der Innensanierung ist die horizontale Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Ohne eine solche Sperre werden Sie den Kampf gegen die Nässe langfristig verlieren, denn das Wasser steigt weiterhin im Mauerwerk auf. Für Altbauten gibt es zwei praktische Verfahren, die von innen durchgeführt werden können: die Injektion eines wasserabweisenden Gels oder das nachträgliche Einbringen von Edelstahlblechen als mechanische Sperre. Bei der Injektion werden in regelmäßigen Abständen Löcher in einer Linie etwa in Höhe der Fußbodenoberkante gebohrt. Die Injektionsflüssigkeit verteilt sich dann im Mauerwerk und bildet eine wasserundurchlässige Barriere. Achten Sie darauf, dass die Bohrlöcher nicht zu dicht gesetzt werden – der Abstand richtet sich nach der Saugfähigkeit des Steins. Nach der Injektion muss der Putz über der Sperre entfernt werden, da er sonst die Wirkung blockiert.
Bei der Auswahl der Materialien sollten Sie auf geprüfte Saniersysteme setzen, die aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehören neben dem Sanierputz auch ein Grundierungsmittel sowie ein mineralischer Oberputz. Vermeiden Sie zementgebundene Produkte, die einen hohen pH-Wert aufweisen und Salzausblühungen fördern. Wichtig ist auch ein ausreichender Abstand zwischen Wandoberfläche und Fußbodenaufbau: Der Sanierputz soll nicht direkt auf dem Estrich aufliegen, sondern eine Sollbruchstelle haben, damit keine Feuchtigkeit aus dem Boden kapillar in die Wand zieht. Planen Sie zudem eine längere Trocknungszeit ein, die je nach Mauerwerksdicke und Feuchtegrad mehrere Wochen betragen kann. Während dieser Zeit sollten Sie den Raum gut lüften, aber keine Heizlüfter oder Bautrockner direkt an die Wand richten, da das zu Rissen führen kann.
In Mietwohnungen gilt: Vor der Montage die Erlaubnis des Vermieters einholen, sobald gebohrt oder geklebt wird. Eine rückstandsfrei entfernbare Lösung vermeidet spätere Streitigkeiten. Sie sollten die Rückwand sorgfältig aufbewahren und die Montageanleitung dokumentieren, damit Sie beim Auszug alles in den Originalzustand versetzen können. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Wand für eine bestimmte Befestigungsart geeignet ist, fragen Sie einen Fachmann – das erspart teure Reparaturen und ärgerliche Auseinandersetzungen.
Die Akustik ist meist das erste Problem. Harte Putzflächen, Dielenböden und hohe Fenster reflektieren den Schall stark. Eine einfache Lösung ist die Verwendung von textilen Wandpaneelen, die nicht die gesamte Wandfläche bedecken, sondern nur in Ohrhöhe angebracht werden. Wichtig ist, dass sie nicht zu dünn sind – eine Mindeststärke von vier Zentimetern dämmt deutlich besser als ein dünner Stoffbezug. Alternativ helfen schwere Vorhänge vor den Fenstern, die auch seitlich überstehen sollten, um den Schall an den Rändern zu schlucken. Vermeiden Sie es, den Raum mit vielen kleinen Teppichen zu überladen; ein großformatiger, dichter Teppich in der Raummitte wirkt effektiver gegen den Hall als viele dünne Läufer.
Eine Wandheizung in der Wohnung nachzurüsten klingt nach Staub, Lärm und langen Baustellen. Dabei lässt sich die Technik mit Trockenbau oder Lehmputz überraschend sauber integrieren. Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollten Sie jedoch prüfen, ob Ihre Wände überhaupt geeignet sind. Entscheidend sind die Tiefe der vorhandenen Wandflächen und die Beschaffenheit des Untergrunds. Eine unebene oder stark saugende Wand muss zuerst geglättet und grundiert werden, sonst haften die Platten nicht dauerhaft. Auch die Lage der Heizungsrohre spielt eine Rolle: Sie benötigen eine Zuleitung bis zum Verteiler – idealerweise in einem angrenzenden Raum oder über eine Fußbodenleiste.
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