Le coeur perdu – Paris

Wenn der Platz unterm Schrank reicht: Sockelschubladen sinnvoll planen

Wer diese Reihenfolge einhält – Aufmaß am Objekt, sauberer Untergrund, Dichtband ohne Dehnung, Langlöcher für die Bewegung und korrekte Seitenspaltabdichtung –, bekommt eine Außenfensterbank, die viele Jahre dicht hält. Typische Schäden wie aufsteigende Feuchtigkeit im Putz oder klappernde Bleche im Sturm lassen sich so von vornherein vermeiden. Planen Sie für die Arbeit je Fenster etwa zwei Stunden ein, ohne Trocknungszeiten des Dichtstoffs.

Setzen Sie die Aluminiumbank nun mit leichtem Druck auf das Dichtband. Ziehen Sie die Schutzfolie erst nach der Montage ab, sonst verkratzt die Oberfläche. Schrauben Sie die Bank mit rostfreien Spanplatten- oder Betonschrauben an der Unterkonstruktion fest – aber nur in den dafür vorgesehenen Langlöchern. Diese Löcher gleichen die Wärmeausdehnung des Aluminiums aus, die bei großen Temperaturunterschieden erheblich sein kann. Ein häufiger Fehler ist das Verschrauben ohne Dehnungsfuge: Die Bank verformt sich, das Dichtband reißt.

Planen Sie für den Wechsel etwa eine Stunde ein. Bei alten Verkalkungen kann das Lösen der Muttern länger dauern – dann hilft ein leichter Schlag mit dem Hammer auf die Mutter, nie auf das Rohr. Prüfen Sie nach einer Woche noch einmal alle Verbindungen auf Feuchtigkeit. Ein kleiner Wassertropfen an der Wandanschlussmutter deutet auf eine poröse Dichtung hin. Dann drehen Sie ab, ersetzen die Dichtung und montieren neu. So bleibt der Tausch dauerhaft dicht.

Das Aufmaß bestimmen Sie am besten nach dem Ausbau, nicht vorher. Messen Sie die lichte Breite der Fensteröffnung und addieren Sie auf beiden Seiten den Überstand, der für die Abdichtung gegen Schlagregen nötig ist. Üblich sind 2 bis 3 Zentimeter pro Seite, je nach Putzstärke. Die Tiefe ergibt sich aus der Mauertiefe plus einem leichten Gefälle von mindestens 5 Grad nach vorne. Achten Sie darauf, dass die neue Bank nicht unter die Fensterbank-Schalung des Fensters stößt, sondern mit einer kleinen Fuge davor endet.

Die Montage: Dichtband, Aluprofil und die richtige Reihenfolge Vor dem Einsetzen reinigen Sie den Untergrund gründlich. Entfernen Sie alten Mörtel, Staub und lose Putzreste. Ein Grundieren mit Haftgrundierung verhindert, dass das anschließende Dichtband nicht richtig klebt. Verlegen Sie ein selbstklebendes Butyl- oder Bitumendichtband entlang der Auflagefläche – exakt in der Breite der Bank. Das Band darf dabei nicht gedehnt werden, sonst verliert es seine Dicke und die Dichtwirkung lässt nach.

Vor der Montage entfernen Sie die vorhandene Sockelblende vorsichtig. Sie wird später meist nicht wieder benötigt, da die Schubladenfronten die Lücke schließen. Überprüfen Sie die Rückwand Ihrer Unterschränke: Dort liegen oft Stromkabel oder Wasserleitungen. Bohren Sie keine Löcher in die Rückwand, sondern befestigen Sie die Führungsschienen an den Seitenwänden der Schränke oder an einem eigenen Rahmen aus Aluminiumprofilen. Die meisten Systeme werden mit einem Montagewinkel geliefert, der an der Schrankunterkante fixiert wird. Arbeiten Sie mit einer Wasserwaage, sonst klemmen die Schubladen später.

Ein häufiger Fehler ist das Vernachlässigen der Stellfüße. Manche Schränke stehen auf verstellbaren Füßen, die in die Sockelzone hineinragen. Wenn die Schublade bis zum Anschlag herausgezogen werden soll, muss der Fuß entweder versetzt oder gekürzt werden. Bei manchen Küchen lässt sich der Fuß aber einfach nach hinten verlagern. Kontrollieren Sie auch die Türscharniere der benachbarten Schränke: Wenn die Türen zu weit nach unten schwingen, blockieren sie den Auszug. Hier hilft ein kleiner Abstandshalter oder ein Anschlag, der die Türbewegung begrenzt.

Bei Niederdruck-Armaturen ist die Reihenfolge anders: Der zentrale Schlauch (oft weiß oder grau) gehört an den Geräteausgang, die farbigen Schläuche an warm und kalt. Vertauschen Sie nichts, sonst läuft das Gerät rückwärts. Ziehen Sie alle Verbindungen sorgfältig und ohne Kraftaufwand an. Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme, ob alle Schläuche frei liegen und nicht gequetscht sind. Dann öffnen Sie langsam die Ventile und lassen Sie Wasser durchlaufen. Ein Tropfen an der Verbindungsstelle reicht aus, um nachzuziehen – aber erst, wenn der Druck abgebaut ist.

Nach dem Einbau der Führungsschienen setzen Sie die Fronten auf. Diese müssen exakt auf die Sockelhöhe abgestimmt sein, sonst entstehen hässliche Spalten. Befestigen Sie die Fronten mit verstellbaren Schrauben, die ein Nachjustieren in der Höhe erlauben. Prüfen Sie den Auszug mit voller Beladung: Wenn die Schublade schwergängig ist, liegt es oft an einer schiefen Befestigung oder an einem Stellfuß, der die Führung berührt. Ein Tipp: Bevor Sie alle Schrauben festziehen, testen Sie die Bewegung mehrfach und korrigieren Sie die Position.

Die seitlichen Abschlüsse sind klassische Schwachstellen. Führen Sie die Bank nicht bis direkt an die Laibung, sondern lassen Sie 3 bis 5 Millimeter Abstand. Diesen Spalt verfüllen Sie mit einem dauerelastischen Dichtstoff auf Acrylbasis für den Innenbereich und mit einem wetterfesten Dichtstoff auf Silikonbasis für die Außenseite. Drücken Sie die Masse tief in den Spalt und glätten Sie sie sofort mit einem Spachtel – sonst entstehen Hohlräume, in denen sich Wasser sammelt.

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